Spekulationen um Sebastian Vettel Großer Wirbel nach der Feier

Verlängert Sebastian Vettel vorzeitig bei Red Bull? Noch nicht. Sowohl der Rennstall als auch Vettels Management haben es eilig, zu dementieren. Einen Fahrertausch gibt es trotzdem zu vermelden.

Mitten in den Ehrenrunden von Sebastian Vettel hat die Meldung über eine angebliche Vertragsverlängerung des Formel-1-Weltmeisters für Wirbel gesorgt. Das Red-Bull-Team dementierte die Nachricht aus Österreich am Mittwoch jedoch umgehend. Vettel habe seinen bis 2014 laufenden Kontrakt keineswegs schon jetzt um zwei weitere Jahre verlängert, versicherte Motorsportberater Helmut Marko. "Wir haben einen Vertrag bis 2014. Das ist es und nichts weiteres und nichts mehr", sagte Marko den Nachrichtenagenturen dpa und sid. Vettels Sprecherin äußerte sich ähnlich.

Die Aufregung hatte das österreichisches Internetportal oe24.at ausgelöst: "Die Spekulationen um einen möglichen Wechsel zu Ferrari gehören spätestens seit Dienstag der Vergangenheit an: Red-Bull-Boss Dietrich Mateschitz verlängert den Vertrag von Vettel vorzeitig bis 2016", hieß es auf der Internetseite. Zudem hätten sich auch Teamchef Christian Horner und Technik-Direktor Adrian Newey noch länger an den dreimaligen Konstrukteursweltmeister gebunden.

Auch wenn dieses Szenario denkbar ist, besteht für alle Beteiligten kein Grund zur Eile. Zwei Jahre ist die Erfolgsmannschaft ohnehin noch zusammen. Und nach der ersten Partytour im Anschluss an das Saisonfinale in Brasilien waren alle Beteiligten erst am Dienstagmorgen in London aus dem Flieger gestiegen, um zur nächsten Feier am Teamsitz Milton Keynes zu hetzen. Wohl kaum der richtige Zeitpunkt für eine fixe Vertragsverlängerung. Allerdings hatte Vettel auch bei der Gratulationstour in Milton Keynes wieder beteuert, dass Red Bull vorerst sein Wunschpartner bleibt. "Ich habe schon so oft gesagt, dass ich bei keinem anderen unterschrieben habe und ich nicht scharf drauf bin, woanders zu unterschreiben", sagte der dreimalige Champion.

Vettel fährt seit 2009 für Red Bull und wurde zuletzt dreimal in Serie Weltmeister. Sein steiler Erfolgsweg hatte immer wieder Spekulationen über einen Wechsel zu einem Traditionsteam wie Ferrari angeheizt. Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz hatte jüngst sogar Verständnis signalisiert, wenn Vettel diesen Wunsch haben sollte. Doch sein Starpilot beteuerte auch nach dem Titel-Hattrick: "Ich will gar nicht woanders sein."

Einen Fahrertausch gab es indes am Mittwoch beim Williams-Team. Der Rennstall ersetzt seinen Stammpilot Bruno Senna künftig durch den 23 Jahre alten Finnen Valtteri Bottas. Das zweite Cockpit behält Pastor Maldonado aus Venezuela, der im Mai in Barcelona den ersten Grand-Prix-Sieg für das Team seit neun Jahren erobert hatte. Bottas war bislang Testfahrer bei Williams und wird dank seiner starken Vorstellungen im Training befördert. "In Pastor und Valtteri haben wir zwei der aufregendsten Talente im Motorsport", behauptet Teamchef Frank Williams.

Offen ist noch die Zukunft des Brasilianers Senna. Der Neffe des dreimaligen Weltmeisters Ayrton Senna hatte das Team mit WM-Platz 16 nicht überzeugen können.