Spekulationen um BVB-Stürmer "Lewandowski kann gerne eine andere Sprache lernen"

Spekulationsobjekt: Robert Lewandowski (rechts).

(Foto: AFP)

Geht Robert Lewandowski oder bleibt er? Dortmunds Sportdirektor Michael Zorc sieht den Klub für die Zukunft in jedem Fall gut gerüstet. Der BVB beobachte deutlich mehr Spieler, als bislang kolportiert. Wenn überhaupt, soll Lewandowski ins Ausland wechseln.

Wohin führt der Weg von Robert Lewandowski? Das weiß niemand, wohl nicht einmal der polnische Stürmer selbst. Borussia Dortmund lässt jedoch keinen Zweifel daran, dass der Klub vorbereitet sein wird, sollte sich Lewandowski tatsächlich verabschieden. Ob im Sommer oder erst 2014.

Man könne davon ausgehen, "dass wir unsere Hausaufgaben machen. Wir haben deutlich mehr Spieler beobachtet, als die, die bisher in den Medien genannt wurden", erklärt Sportdirektor Michael Zorc in einem Interview mit der Sport Bild.

Welche Spieler der BVB aktuell beobachtet, ist ungewiss. Zuletzt wurde über das Interesse an Mame Diouf spekuliert, der eine Vertragsverlängerung bei Hannover 96 bereits zweimal abgelehnt hat. Eine Verpflichtung von Edin Dzeko von Manchester City wäre ebenfalls attraktiv, finanziell jedoch nur machbar, wenn der Bosnier auf einen Großteil seines Gehalts von geschätzten elf Millionen Euro brutto verzichtet.

Außerdem wünscht sich Zorc, dass Lewandowski im Fall eines Wechsel nicht den Weg zum Ligakonkurrenten FC Bayern, sondern ins Ausland findet: "In Deutschland hat er nun genug Erfahrung gesammelt. Er spricht perfekt Deutsch und kann jetzt gerne eine andere Sprache lernen."

Der BVB sieht Lewandowskis Entscheidung gelassen entgegen. Zorc sagt: "Selbst wenn er uns 2014 ablösefrei verlässt, hätten wir die Gewissheit, dass wir eine weitere Saison einen Topstürmer in der Mannschaft haben, mit dem wir sportlich erfolgreich sein können. Wir sind in diesem Sommer nicht auf die Ablöse angewiesen."

Als unwahrscheinlich schätzen die BVB-Verantwortlichen, dass Lewandowski diesen Sommer zum FC Bayern wechselt. Das Interesse aus München scheint abgeflaut, die Bayern halten sich auffallend bedeckt. Immerhin müssten die Münchner 25 bis 30 Millionen Euro nach Dortmund überweisen, dabei hat der souveräne Tabellenführer bereits drei Stürmer im Kader, die sich um zumeist eine Stelle in der Sturmmitte streiten: Zugang Mario Mandzukic hat die Erwartungen übertroffen, Mario Gomez und Claudio Pizarro finden sich meist auf der Bank wieder.

Zwar haben die Berater von Robert Lewandowski und die Verantwortlichen des FC Bayern offensichtlich heftig miteinander geflirtet, doch nun muss der Pole feststellen: Für Javi Martínez gaben die Münchner 40 Millionen Euro aus, für Mario Gomez 35 Millionen. Hinzu kommt mit Pep Guardiola der begehrteste Trainer des Planeten. Für Lewandowski wollen sie offenbar aktuell kein Geld ausgeben. Absolute Wertschätzung sieht anders aus.