Spanischer Fußball Fifa hebt Transfersperren gegen Real und Atlético Madrid provisorisch auf

Ihre Klubs dürfen vorerst wieder einkaufen: Cristiano Ronaldo von Real Madrid sowie Koke und Mario Suarez vom Stadtrivalen Atletico (Archivbild)

(Foto: AP)

Der Einspruch der beiden spanischen Fußball-Klubs hat Erfolg. Im Sprint sichert sich Rodler Felix Loch die erste Goldmedaille bei der Heim-WM. Der nordische Kombinierer Eric Frenzel gewinnt den Auftakt des Seefeld-Triples.

Fußball, Primera Division: Der Fußball-Weltverband Fifa hat die einjährigen Transfersperren gegen die spanischen Spitzenklubs Real Madrid und Atlético Madrid provisorisch ausgesetzt. Dies bestätigten die Teams aus der spanischen Hauptstadt. Beide hatten zuvor gegen die am 14. Januar verhängte Sperre Einspruch eingelegt. So lange die Einsprüche nicht verhandelt sind, dürfen beide Klubs Transfers tätigen - sollte bis dahin kein endgültiges Urteil gefällt sein, könnten auch im Sommer neue Spieler verpflichtet werden. Ursprünglich hätten Real und Atlético nur bis zum Ende der aktuellen Transferperiode am 1. Februar um 23.59 Uhr einkaufen dürfen - danach hätten sie ein Jahr lang ohne neue Spieler auskommen müssen.

Die Fifa-Disziplinarkommission hatte die Sperren gegen die beiden Stadtrivalen Atlético und Real mit diversen Verstößen gegen die Transferbestimmungen bei minderjährigen Spielern begründet. Die Spitzenklubs waren daraufhin mit zahlreichen prominenten Spielern in Verbindung gebracht worden, die noch in diesem Winter nach Spanien wechseln könnten. Unter anderem Bayern Münchens Stürmer Robert Lewandowski wurde als Kandidat bei Real gehandelt.

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Rodeln, Weltmeisterschaft: Rennrodler Felix Loch hat sich auf seiner Heimbahn am bayerischen Königssee den ersten Sprint-Weltmeistertitel der Geschichte bei den Herren gesichert. In der erstmals bei einer WM ausgetragenen Disziplin lag der Olympiasieger am Freitag beim deutschen Dreifacherfolg ganz vorn. Zu Silber und Bronze fuhren seine Teamkollegen Andi Langenhan und Ralf Palik. Für den 26 Jahre alten Loch war es bereits seine insgesamt fünfte Goldmedaille bei einer Weltmeisterschaft.

Nordische Kombination, Seefeld-Triple: Olympiasieger Eric Frenzel hat den Auftakt des Seefeld-Triples der Nordischen Kombinierer gewonnen und sich eine perfekte Ausgangsposition für den Hattrick verschafft. Der Titelverteidiger setzte sich am Freitag im ersten Rennen überlegen mit 6,2 Sekunden vor dem japanischen Sprungsieger Akito Watabe und seinem Teamkollegen Fabian Rießle durch (+ 43,6 Sekunden). Das hervorragende deutsche Teamergebnis rundeten Johannes Rydzek auf Rang vier und Manuel Faißt als Fünfter ab. Für Frenzel war es der neunte Sieg in Serie in Seefeld und der zehnte insgesamt. Insgesamt müssen die Kombinierer vier Wettkampfsprünge abliefern und anschließend 5, 10 beziehungsweise 15 Kilometer laufen. In den vergangenen beiden Jahren hatte Frenzel das Triple gewonnen und dabei auch alle bisherigen sechs Tageswertungen für sich entschieden.

Basketball, Pokal: Im Halbfinale des deutschen Basketball-Pokals kommt es zum Derby zwischen dem FC Bayern und den Brose Baskets Bamberg. Wie die Auslosung am Freitag ergab, wird das Top-Four-Turnier am 20. Februar (17.00 Uhr) in München mit der Wiederauflage des letztjährigen Meisterschaftsfinales eröffnet. Die zweite Partie bestreiten ALBA Berlin und die Skyliners Frankfurt (20.00 Uhr). Das Finale um den deutschen Pokal steigt am 21. Februar um 14.45 Uhr.

Bayern-Coach Svetislav Pesic lobte den fränkischen Rivalen und Tabellenführer der Bundesliga als derzeit bestes Team hierzulande, "nicht nur von den Punkten her". Dass das Viererturnier erstmals vom FC Bayern ausgetragen wird, sei "natürlich ein Vorteil". Bambergs Geschäftsführer Rolf Beyer meinte: "Es klingt abgedroschen, aber wenn du den Pokal gewinnen willst, dann musst du jeden schlagen." Neben dem gesetzten Gastgeber aus München hatten sich Bamberg (71:58 gegen Ludwigsburg), ALBA (102:73 gegen Würzburg) und Frankfurt (80:68 gegen Cup-Verteidiger Oldenburg) im Viertelfinale für das Turnier in der bayerischen Landeshauptstadt qualifiziert.

Australian Open: Die Schweizerin Martina Hingis und Sania Mirza aus Indien haben ihre Erfolgsserie fortgesetzt und den Doppeltitel der Australian Open gewonnen. Das topgesetzte Duo setzte sich im Finale von Melbourne mit 7:6 (7:1), 6:3 gegen die Tschechinnen Andrea Hlavackova und Lucie Hradecka (Nr. 7) durch.

Für Hingis (35) und Mirza (29) war es der 36. Sieg in Serie. Die Weltranglistenersten holten damit ihren dritten Grand-Slam-Triumph in Folge nach den Triumphen in Wimbledon und bei den US Open 2015. Der jüngste Coup bescherte ihnen ein Preisgeld von umgerechnet insgesamt 481.000 Euro.

Im Halbfinale hatten Hingis und Mirza die deutsch-tschechische Kombination Julia Görges/Karolina Pliskova klar in zwei Sätzen ausgeschaltet. Hingis, die am kommenden Wochenende mit der Schweiz im Fed Cup gegen Deutschland in Leipzig (6./7. Februar) antritt, feierte damit ihren insgesamt 21. Major-Coup. Die frühere Nummer eins hatte 2007 nach einer positiven Kokainprobe ihre erfolgreiche Einzel-Karriere beendet.

Kevin de Bryune: Schlechte Nachrichten für den früheren Bundesliga-Star Kevin De Bruyne und Manchester City: Der belgische Nationalspieler wird rund zehn Wochen ausfallen und steht den Citizens damit auch nicht im Ligapokal-Finale gegen den FC Liverpool am 28. Februar sowie im Champions-League-Achtelfinale gegen Dynamo Kiew nicht zur Verfügung.

De Bruyne hatte sich beim 3:1 gegen den FC Everton im Ligapokal-Halbfinale am Mittwoch am rechten Knie und am rechten Knöchel verletzt. "Gerade zurück vom Spezialisten. Ich werde rund zehn Wochen ausfallen", twitterte De Bruyne selbst. Der frühere Offensivstar des VfL Wolfsburg war am Mittwoch dick bandagiert vom Platz getragen worden, nachdem er zuvor fast im Alleingang das Spiel entschieden hatte. De Bruyne kam in der 66. Minute beim Stand von 1:1 auf das Spielfeld, markierte vier Minuten später das 2:1 und legte das 3:1 durch Sergio Agüero (76.) mustergültig vor.

Basketball: Die Brose Baskets Bamberg haben im Kampf um den Einzug ins Viertelfinale der Euroleague einen weiteren Rückschlag erlitten. Sechs Tage nach der Niederlage gegen Chimki Moskau unterlag der deutsche Basketball-Meister auch beim Lokalrivalen ZSKA Moskau mit 70:91 (34:55) und kassierte damit in Gruppe F die dritte Pleite im fünften Spiel. Bester Bamberger Korbjäger vor 7813 Zuschauern war am Donnerstag Nikos Zisis (12), für die Russen traf Nando de Colo (19) am häufigsten. Ihre nächste Partie bestreiten die Franken am kommenden Donnerstag gegen den FC Barcelona.

"Wir müssen besser, härter und schneller sein", hatte Bambergs Coach Andrea Trinchieri vor dem dritten Kräftemessen mit den Moskauern gefordert, nachdem schon die ersten beiden Partien in der Hauptrunde verloren gegangen waren. Im ersten Viertel konnten die Franken auch noch mithalten. Mit zunehmender Spieldauer verloren die Bamberger in der Offensive aber komplett den Faden. Teils ließen sie sich vom immer stärker aufkommenden Kontrahenten sogar überrennen und gingen mit satten 23 Zählern Rückstand ins letzte Viertel. An eine Wende war längst nicht mehr zu denken, am Ende ging es für die Gäste nur noch um Schadensbegrenzung.

Fußball: Neymar vom Champions-League-Sieger FC Barcelona muss in seiner Heimat Brasilien wegen Steuervergehen aus den Jahren 2007 und 2008 umgerechnet 110.000 Euro Strafe zahlen. Damals spielte der brasilianische Fußball-Nationalspieler noch für den FC Santos. Das Berufungsgericht bestätigte das ursprüngliche Urteil zugunsten der brasilianischen Finanzbehörden. Finanziell wird es Neymar verschmerzen können: Angeblich verdient er rund 200.000 Euro pro Woche.

Auch in Spanien droht dem 23-Jährigen Ärger mit der Justiz: Neymar und Barcelona müssen sich wegen des Wechsels im Jahr 2013 vor einem Richter verantworten. Der Klub hatte ursprünglich angegeben, Neymar für 57,1 Millionen Euro vom FC Santos verpflichtet zu haben. Später stellte sich heraus, dass sich die tatsächlichen Kosten für Brasiliens WM-Star auf insgesamt 86,2 Millionen Euro belaufen hatten.

Fußball, FC Schalke 04: Trainer André Breitenreiter setzt sich gegen öffentliche Kritik an seiner Arbeitsweise und Berichte über angebliche interne Unstimmigkeiten beim FC Schalke 04 zur Wehr. "Das sind unbewiesene Behauptungen einzelner Personen. Ich werde meine Linie zu 100 Prozent beibehalten. Ich muss als Trainer auch mal harte Entscheidungen treffen, die sicher nicht immer angenehm sind", sagte der Coach Bundesligisten am Donnerstag in Gelsenkirchen.

In Bezug auf Medienberichte über angebliche Differenzen zwischen ihm, Teilen der Mannschaft und Clubangestellten sprach Breitenreiter vor dem Bundesliga-Spiel am Samstag (15.30 Uhr) bei Darmstadt 98 sogar von "Rufschädigung". Er werde seine Linie weiterverfolgen und habe positives Feedback von Spielern und Angestellten erhalten. Jetzt müsse man sich auf das konzentrieren, was wichtig ist, so Breitenreiter: "Das ist, möglichst drei Punkte in Darmstadt zu holen."