Skispringen Schlierenzauer muss in Bischofshofen zuschauen

Gregor Schlierenzauer bleibt vorerst am Boden.

(Foto: Bongarts/Getty Images)

Der formschwache Österreicher wird beim letzten Springen der Vierschanzentournee in Bischofshofen nicht dabei sein. Deutsche Volleyball-Frauen gewinnen Auftaktspiel der Olympia-Qualifikation. Tennisspielerin Julia Görges steht in Auckland im Achtelfinale.

Skispringen, Gregor Schlierenzauer: Für den formschwachen Skispringer Gregor Schlierenzauer ist die 64. Vierschanzentournee vorzeitig beendet. Österreichs Nationaltrainer Heinz Kuttin verzichtet beim Finale am Mittwoch in Bischofshofen kurzfristig auf den 25-Jährigen, der sowohl in Oberstdorf als auch Innsbruck den zweiten Durchgang verpasst hatte. Für Schlierenzauer wird der ebenfalls formschwache Thomas Diethart, Tournee-Sieger von 2013/2014, ins ÖSV-Team rücken. Diethart hat in dieser Saison noch kein Weltcup-Springen bestritten.

"Ich habe längst akzeptiert, dass ich hinterherspringe", schrieb Schlierenzauer auf seiner Homepage: "Sie nehmen mir damit eine Last von den Schultern, die zuletzt immer größer geworden ist. Ich wollte die Tournee unbedingt durchspringen, aber es passt so ganz und gar nichts zusammen, und mir fallen auch keine Antworten mehr ein." Ein Start bei der Skiflug-WM am Kulm (14. bis 17. Januar) ist für den Weltmeister von 2008 kaum denkbar. "Wie es weitergeht, wird man sehen", schrieb der Rekord-Weltcupsieger und zweimalige Tournee-Gewinner. Vor der Tournee hatte er bereits die Weltcups in Kuusamo/Finnland und Nischni Tagil/Russland ausgelassen.

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Tennis, Auckland: Fed-Cup-Spielerin Julia Görges (Bad Oldesloe) ist beim WTA-Turnier im neuseeländischen Auckland mühelos ins Achtelfinale eingezogen. Die 27-Jährige gewann ihr Auftaktmatch gegen die Tschechin Lucie Hradecka in nur 58 Minuten mit 6:0, 6:3 und trifft in der nächsten Runde auf Hradeckas Landsfrau Barbora Strycova. Neben Görges steht auch Carina Witthöft bei dem mit 250.000 Dollar dotierten Hartplatzturnier in der Runde der letzten 16. Die Hamburgerin hatte bereits am Montag das deutsche Duell mit Tatjana Maria (Bad Saulgau) 6:2, 7:6 (7:3) für sich entschieden. Im Achtelfinale bekommt es Witthöft mit der Amerikanerin Sloane Stephens zu tun.

Volleyball, Olympia-Qualifikation: Deutschlands Volleyballerinnen haben gegen ihren inzwischen ungeliebten Erfolgstrainer Giovanni Guidetti einen ersten Schritt in Richtung Olympia 2016 gemacht. Zum Auftakt des Qualifikations-Turniers in Ankara gewann die DVV-Auswahl gegen den von Guidetti trainierten EM-Zweiten Niederlande nach großem Kampf mit 3:2 (26:28, 25:22, 25:22, 20:25, 15:11) und verbuchte die ersten beiden Punkte.

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Nur der Sieger des Acht-Nationen-Turniers löst das Ticket für Rio. Der Zweit- und Drittplatzierte des Turniers erhält bei einem Achterturnier in Japan (Zeitraum 14. Mai bis 5. Juni) eine zweite Chance. Die Mannschaft von Guidettis Nach-Nachfolger Felix Koslowski trifft in ihrem nächsten Spiel am Dienstag (18.30 MEZ) auf Gastgeber Türkei, zum Abschluss dann am Mittwoch (15.30) auf Kroatien. Die ersten beiden jeder Gruppe erreichen die Finalrunde am 8. und 9. Januar.

Tennis, Brisbane: Tennisprofi Tobias Kamke steht im Achtelfinale des ATP-Turniers in Brisbane. Der 29 Jahre alte Qualifikant setzte sich in seinem Erstrundenmatch gegen den australischen Wildcard-Starter Benjamin Mitchell 6:2, 6:4 durch. Im Achtelfinale erwartet Kamke ein denkbar schweres Los: Der Lübecker trifft auf Grand-Slam-Rekordsieger und Titelverteidiger Roger Federer (Schweiz), der in der ersten Runde ein Freilos hatte.

Fechten, Bundestrainer: Manfred Kaspar übernimmt mit sofortiger Wirkung erneut das Amt des Damendegen-Bundestrainers. Das teilte der Deutsche Fechter-Bund (DFeB) am Montag mit. Bis zum Jahr 2008 hatte Kaspar die Position bereits inne und verantwortete damals die erfolgreichste Zeit der deutschen Degenfechterinnen um Peking-Olympiasiegerin Britta Heidemann mit. Der seit acht Jahren als Chefcoach tätige Piotr Sozanski wird zukünftig als Trainer am Stützpunkt in Heidenheim arbeiten. Kaspar führte als Heimtrainer Deutschlands Topfechterin Heidemann 2008 zu Gold in Peking und 2012 in London zu Silber. Von 2008 bis 2012 arbeitete Kaspar zudem als Sportdirektor des DFeB.

Aktuell sind die Chancen auf eine Teamqualifikation der deutschen Degendamen für Olympia in Rio nur noch theoretischer Natur. Es wäre das erste Mal, dass ein deutsches Damendegen-Team die sportliche Qualifikation für Olympia verpasst. In der Erfolgsphase zwischen 2003 und 2010 gab es im Team einmal Olympiasilber 2004, dazu zweimal WM-Silber und fünfmal WM-Bronze. 2008 stand der Teamwettbewerb nicht im Olympia-Programm.