Ski-Slalom Am Triumph vorbeigefahren

Nach einem überragenden ersten Lauf fädelt Neureuther im zweiten Durchgang ein. Kristofferson gewinnt.

Nach dem bitteren Fehler mit dem Ziel schon in Sichtweite saß Felix Neureuther traurig im Schnee. Trotz souveräner Halbzeit-Führung hat der deutsche Ski-Star den ersten Weltcup-Sieg beim Flutlicht-Slalom von Schladming verpasst. Mit Zwischenbestzeit fädelte er ein und musste den ersten Platz erneut Henrik Kristoffersen überlassen. Für den Norweger war es vor mehr als 40 000 Zuschauern der sechste Sieg im siebten Slalom des Winters. Dominik Stehle wurde auf Rang vier sensationell bester Deutscher.

"Schon sehr schade. Auf alle Fälle. Ein Einfädler ist immer bitter", sagte Neureuther. "Wenn man etwas Positives mitnehmen will, dann, dass ich zurück bin und dass der Speed passt", meinte er. "Heute habe ich gezeigt, dass ich eigentlich ganz wo anders hingehöre. Das nehme ich mit."

Marcel Hirscher holte mit einer phänomenalen Aufholjagd von Rang 22 nach dem ersten Lauf noch Platz zwei. Hinter dem Österreicher wurde der Russe Alexander Choroschilow Dritter. Stehle konnte seine Platzierung so dicht am Podest gar nicht fassen. "Das ist Wahnsinn", bemerkte der 29-Jährige nach Jahren mit vielen Rückschlägen, "mit einem vierten Platz habe ich wirklich nicht gerechnet. Unglaublich."

Die Geschichte des Abends war dennoch Neureuthers Aus. Der 31-Jährige muss weiter auf seinen zwölften Erfolg im Weltcup warten, letztmals hat er im Januar 2015 in Wengen gewonnen. Zudem bleibt er in Schladming weiterhin ohne den ersehnten Sieg.