Ski alpin Neureuther verfehlt Slalom-Podest

Erneut im Spitzenfeld: Ski-Rennfahrer Felix Neureuther

(Foto: AFP)

Bei Nebel und Regen schafft es Felix Neureuther in Zagreb auf Platz fünf. Die Skispringer Andreas Wellinger und Severin Freund legen eine Weltcup-Pause ein. Die deutschen Rodler holen am Königssee sechs von neun Podestplätzen, Justyna Kowalczyk und Alexander Legkow gewinnen die Tour de Ski.

Wintersport in Kürze

Ski alpin: Ski-Rennläufer Felix Neureuther hat seine starke Form auch beim Weltcup-Slalom in Zagreb bestätigt. Der 28 Jahre alte Partenkirchner kam beim längsten Torlauf der Saison trotz gesundheitlicher Probleme auf den fünften Platz. Neureuther, nach einem Trainingssturz und von einer Erkältung geschwächt, hatte auf dem Bärenberg nördlich der kroatischen Hauptstadt 1,31 Sekunden Rückstand auf Tagessieger Marcel Hirscher. Der Österreicher sicherte sich mit dem dritten Saisonerfolg 42.000 Euro Prämie. Fritz Dopfer aus Garmisch (+2,41) kam auf Platz elf. Neureuther verpasste das Podium um 0,22 Sekunden. Hirscher setzte sich bei seinem 15. Weltcup-Sieg vor Andre Myhrer (Schweden/+0,57) und seinem Teamkollegen Mario Matt (+1,09) durch und übernahm Platz eins im Gesamtweltcup. Der Schwede Jens Byggmark, der vor dem Finale in Führung gelegen hatte, fiel in Lauf zwei auf Rang 26 zurück. Zahlreiche Läufer hatten mit den widrigen Bedingungen bei Regen und Nebel über der "Schwarzen Piste" zu kämpfen. Dominik Stehle aus Obermaiselstein und Stefan Luitz (Bolsterlang) verpassten das Finale auf den Plätzen 33 und 37. Von 76 Startern im ersten Lauf kamen 31 nicht ins Ziel - eine Ausfallquote von über 40 Prozent.

Tour de Ski, Männer: Alexander Legkow hat erstmals die Tour de Ski der Langläufer gewonnen. Der Russe setzte sich am Sonntag bei der Schlussetappe auf die Alpe Cermis durch und feierte den größten Erfolg seiner Karriere. Legkow benötige für den Anstieg und die insgesamt neun Kilometer 31:03,4 Minuten und hatte am Ende 18,7 Sekunden Vorsprung vor Vorjahressieger Dario Cologna aus der Schweiz. Dritter wurde Legkows Landsmann Maxim Wylegschanin (+ 40,7 Sekunden). Bester Deutscher wurde Tobias Angerer. Der Vachendorfer, der 2007 die Premieren-Tour gewann, kam mit einem Rückstand von 3:01,0 Minuten als 15. ins Ziel. 16. wurde Jens Filbrich aus Frankenhain (+ 3:33,1).

Skispringen: Ohne Severin Freund und Andreas Wellinger, aber mit Altmeister Martin Schmitt treten die deutschen Skispringer am Mittwoch beim Weltcup im polnischen Wisla an. Das bestätigte Bundestrainer Werner Schuster nach der 61. Vierschanzentournee. Freund und Wellinger werden schon am Wochenende in Zakopane wieder zum Team stoßen, dafür legen dann Schmitt und auch Michael Neumayer eine Pause ein. "Martin ist noch länger unterwegs als alle anderen. Er wird voraussichtlich wie auch Neumayer nach Sapporo gehen", sagte Schuster, der bei den Wettkämpfen in Polen ebenfalls pausiert, um die WM Ende Februar in Val di Fiemme vorzubereiten. Der Österreicher wird in Polen durch Stefan Horngacher vertreten und in Sapporo (18. bis 20. Januar) zum Team zurückkehren.

Rodeln: Angeführt von Routinier David Möller haben die deutschen Rodler bei den Wasserspielen am Königssee eindrucksvoll Kurs auf die WM genommen. Vier Wochen vor dem Saisonhöhepunkt im kanadischen Whistler räumten die deutschen Kufen-Asse am Heim-Wochenende alle Siege und sechs von neun Podestplätzen ab. Möller, Natalie Geisenberger sowie die Doppelsitzer Tobias Wendl und Tobias Arlt ließen sich dabei auch vom weichen Eis nicht aufhalten. Olympiasiegerin Tatjana Hüfner fehlte wegen Rückenproblemen, wird aber am kommenden Wochenende bei der EM in Oberhof zurückkehren. Fast vier Jahre nach seinem letzten Weltcup-Sieg meldete sich der zweimalige Weltmeister Möller eindrucksvoll zurück. Der 30-Jährige verwies den Russen Albert Demtschenko und den Italiener Dominik Fischnaller auf die Podestplätze und bewahrte die deutschen Männer damit vor einer empfindlichen Niederlage. Olympiasieger Felix Loch wurde nur Vierter. "Das ist halt Königssee", sagte der 23-Jährige.

Tour de Ski, Frauen: Justyna Kowalczyk hat zum vierten Mal die Tour de Ski gewonnen. Die polnische Langlauf-Weltmeisterin und Olympiasiegerin verteidigte am Sonntag bei der Schlussetappe auf die Alpe Cermis ihren großen Vorsprung. Kowalczyk benötige für den Anstieg und insgesamt 10 Kilometer 35:52,5. Zweite wurde in Italien 27,9 Sekunden zurück Therese Johaug. Die Norwegerin holte damit über anderthalb Minuten auf die Gesamtsiegerin auf. Auf Rang drei lief Johaugs Teamkollegen Kristin Steira. Als beste Deutsche kam Katrin Zeller aus Oberstdorf auf Platz zehn. Ihr Rückstand betrug 4:58,4 Minuten. Die Oberwiesenthalerin Denise Herrmann wurde 13.