Ski alpin Erster Weltcupsieg seit drei Jahren: Rebensburg gewinnt in Flachau

Erster Weltcupsieg seit fast zwei Jahren: Viktoria Rebensburg

(Foto: AFP)

Die deutsche Skifahrerin gewinnt beim Riesenslalom mit großem Vorsprung. Felix Neureuther verpasst in Wengen knapp das Podest. Die deutschen Biathletinnen haben in Ruhpolding erst im Zielsprint das Nachsehen.

Ski alpin, Flachau: Skirennfahrerin Viktoria Rebensburg hat nach drei Jahren wieder ein Weltcup-Rennen gewonnen und dem Deutschen Skiverband den ersten Saisonsieg beschert. Die 26-Jährige war beim Riesenslalom in Flachau am Ende fast eine Sekunde schneller als Ana Drev aus Slowenien. Rang drei ging am Sonntag an Federica Brignone aus Italien. Mit dem elften Weltcup-Sieg ihrer Karriere überholte Rebensburg Rosi Mittermaier und liegt nun gemeinsam mit Irene Epple auf Rang fünf der deutschen Bestenliste bei den Damen. Simona Hösl wurde in Österreich 26. und sammelte zum vierten Mal in ihrer Karriere Weltcup-Punkte. Lena Dürr hatte das Finale verpasst.

"Ich bin wirklich mega happy, dass es wieder gereicht hat für einen ersten Platz. Wir haben hart gearbeitet", sagte Rebensburg dem ZDF. "Mein Vorsprung ist auch nicht so schlecht, den nimmt man gerne mit."

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Ski alpin, Wengen: Felix Neureuther hat beim kuriosen Weltcup-Slalom in Wengen/Schweiz seine dritte Podestplatzierung in diesem Winter nur knapp verpasst. Nach zwei Hochgeschwindigkeitsläufen auf dem unteren Teil der Abfahrtsstrecke am Lauberhorn belegte der WM-Dritte den fünften Rang, zum drittplatzierten Stefan Gross aus Italien fehlten ihm 0,11 Sekunden. Der Norweger Henrik Kristoffersen holte sich seinen vierten Saisonsieg mit 0,30 Sekunden Vorsprung vor Giuliano Razzoli (Italien), Olympiasieger von 2010. Fritz Dopfer (Garmisch) und Linus Strasser (München) hatten nach schweren Fehlern nur die Ränge 34 und 40 im ersten Lauf belegt und damit das Finale verpasst.

Biathon, Ruhpolding: Die deutsche Frauenstaffel hat zum Abschluss des Biathlon-Weltcups in Ruhpolding in einem verrückten Rennen den zweiten Platz belegt und den ersten Saisonsieg nur knapp verpasst. Das Quartett des Deutschen Skiverbandes (DSV) mit Karolin Horchler (Clausthal-Zellerfeld), Miriam Gössner (Garmisch), Maren Hammerschmidt (Winterberg) und Laura Dahlmeier (Partenkirchen) musste sich nach 4x6 Kilometern im Schlusssprint nur der Ukraine geschlagen geben. Dritter wurde Italien. Nachdem Gössner am Schießstand patzte und gleich zweimal in die Strafrunde musste, fiel die DSV-Staffel zwischenzeitlich bis auf den 15. Platz zurück.

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"Ich wollte es besonders gut machen. Dass ich liegend zwei Strafrunden schieße, kann ich mir überhaupt nicht erklären", sagte die zweimalige Staffel-Weltmeisterin Gössner im ZDF: "Ich hatte nicht das Gefühl, dass ich so am Wackeln bin. Ich war dann bei den Nachladern total verunsichert und wusste einfach überhaupt nicht, wohin." Doch die bärenstarke Hammerschmidt ("Es lief brutal gut") lieferte eine sensationelle Vorstellung und brachte ihr Team von Rang elf auf zwei nach vorne. Schlussläuferin Dahlmeier, die in diesem Winter schon vier Einzelsiege gefeiert hatte, blieb im Liegendschießen fehlerfrei und kämpfte bis zum letzten Meter um den Sieg. Auf der Zielgerade kam sie jedoch nicht an Olena Pidhruschna vorbei. Im ersten Staffelrennen des Winters hatte die Mannschaft in Hochfilzen/Österreich den zweiten Platz belegt.

Russland: Der skandalumwitterte russische Leichtathletik-Verband ARAF hat den bisher regional tätigen Funktionär Dimitri Schljachtin als "Anti-Krisen-Präsident" gewählt. Er soll den Verband nun zunächst einmal bis nach den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro durch die Krise führen, ehe im September oder Oktober ein langfristiger Verbands-Chef gewählt werden soll. Schljachtin, der zuvor als Präsident des ZSKA Athletik Klubs und dann als Sportminister der Region Samara tätig war, hatte die Unterstützung des russischen Sportministers Witali Mutko. Seine Wahl war demnach Formsache, zwei weitere Kandidaten hatten bereits vor der Wahl zurückgezogen. "In dieser schwierigen Zeit für die russische Leichtathletik, ist es meine Aufgabe, den Verband zurück zu internationalen Standards zu führen, um das Vertrauen der IAAF (Leichtathletik-Weltverband) und der WADA (Welt-Anti-Doping-Agentur, d. Red.) zurückzugewinnen und unseren Athleten damit die Chance zu geben, an internationalen Events teilzunehmen", sagte Schljachtin: "Wir müssen die Probleme schnell lösen." In der russischen Leichtathletik hat es offenbar systematisches Doping gegeben. Zudem sollen positive Doping-Proben russischer Athleten gegen Zahlung von Schmiergeldern von höchster Stelle vertuscht worden sein. Der Verband ARAF war im November von der IAAF vorläufig suspendiert worden und muss für eine Wiederaufnahme zahlreiche Auflagen erfüllen.

Basketball, NBA: Nach zuletzt zwei Niederlagen haben die Atlanta Hawks in der NBA wieder ein Erfolgserlebnis gefeiert. Gegen die Brooklyn Nets setzte sich das Team von Basketball-Nationalspieler Dennis Schröder am Samstag (Ortszeit) klar mit 114:86 durch. Schröder kam knapp 20 Minuten zum Einsatz und glänzte mit 15 Punkten und zehn Assists. Bester Werfer bei den Hawks war Paul Millsap mit 21 Zählern. Insgesamt trafen sechs Atlanta-Spieler zweistellig. Eine weitere Niederlage gab es für Titelverteidiger Golden State. Die Warriors verloren bei den Detroit Pistons mit 95:113. Auch Stephen Curry konnte die vierte Saisonpleite mit 38 Punkten nicht verhindern.

Ski alpin, Männer: Aksel Lund Svindal hat zum ersten Mal in seiner Karriere die legendäre Lauberhorn-Abfahrt gewonnen und Norwegens Ski-Team einen Rekord beschert. Rang eins in der Schweiz war für das Team aus Skandinavien bereits der zwölfte Sieg in diesem Winter - mehr gab es in einer Weltcup-Saison noch nie für Norwegen. Svindal war am Samstag 0,19 Sekunden schneller als Hannes Reichelt aus Österreich. Dessen Teamkollege Klaus Kröll wurde in einem mehrfach wegen Nebels unterbrochenen Wettkampf Dritter. Der einzige deutsche Starter Andreas Sander zeigte mit einem Resultat in den Top 20 eine im Vergleich zur Kombination verbesserte Leistung.

Rallye Dakar: Rekordsieger Stéphane Peterhansel hat die Rallye Dakar in Südamerika zum zwölften Mal gewonnen. Der 50 Jahre alte Franzose verteidigte am Samstag im Peugeot auf der 13. und letzten Etappe in Argentinien von Villa Carlos Paz nach Rosario über 180 Wertungskilometer seine deutliche Führung. Im Gesamtklassement lag er mit 45:22:10 Stunden 34:58 Minuten vor dem Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah aus Katar im Mini und mehr als eine Stunde vor dem Südafrikaner Giniel de Villiers mit dessen deutschen Beifahrer Dirk von Zitzewitz im Toyota. Für Peterhansel war es nach sechs Triumphen als Motorradfahrer nun auch der sechste Gesamterfolg im Auto. Den Tagessieg sicherte sich sein Landsmann und Marken-Kollege Sebastien Loeb vor dem Finnen Mikko Hirvonen und Al-Attiyah. Peterhansel wurde Neunter. Für den Rallye-Rekordchampion Loeb war es der vierte Tageserfolg beim diesjährigen Marathon-Klassiker. Die Gesamtwertung bei den Motorradfahrern gewann erstmals der Australier Toby Price auf einer KTM. Die österreichische Marke ist seit 2001 ungeschlagen.