Sicherheitsbedenken in Brasilien WM-Eröffnungsstadion droht Baustopp

Weniger als einen Monat vor der WM erwägt die Staatsanwaltschaft in São Paulo, das Eröffnungsstadion mit einem Baustopp zu belegen. Dafür verantwortlich seien Unregelmäßigkeiten bei der Einhaltung von Sicherheitsvorschriften.

Vier Tage vor einem wichtigen Testspiel erwägt die Staatsanwaltschaft einen Stopp der Abschlussarbeiten im WM- Eröffnungsstadion in São Paulo zu beantragen. Grund sind unter anderem Unregelmäßigkeiten bei der Einhaltung der Sicherheitsvorschriften für die Arbeiter, wie lokale Medien am Donnerstag berichteten.

Betroffen sind in erster Linie die Installationsarbeiten für die 20 000 zusätzlichen Sitze für die WM. Davon unberührt bliebe aber das Testspiel am Sonntag zwischen Corinthians und Figueirense. Dabei werden die provisorischen Tribünen nicht genutzt.

Kommende Woche soll das auch als Itaquerão bekannte Stadion im Osten São Paulos an die Fifa übergeben werden. Am 12. Juni wird dort die Fußball-WM mit dem Spiel Brasilien-Kroatien eröffnet. Die Arena Corinthians ist erheblich im Verzug und auch vier Wochen vor WM- Anpfiff noch nicht fertig.

Der ursprüngliche Abgabetermin im Dezember 2013 ist längst verstrichen. Grund für die Verzögerungen war auch ein schwerer Kranunfall im November 2013 mit zwei Toten. Dabei wurde auch die Dachkonstruktion beschädigt. Vor dem Stadion kam es am Donnerstag zu Protesten von WM-Gegnern, die Immobilien-Spekulationen in dem Stadtteil kritisierten.