Bis zum Schluss rechneten Beobachter mit einer Bewährungsstrafe. Doch die Berliner Richter schicken den Ex-Schiedsrichter für zwei Jahre und fünf Monate hinter Gitter und gehen damit weit über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus.
Robert Hoyzers Kollege Dominik Marks kam mit einer Bewährungsstrafe davon. Das Berliner Landgericht verurteilte Marks zu einem Jahr und sechs Monaten Haft auf Bewährung.
Muss wegen Betrugs hinter Gitter - Ex-Schiedsrichter Robert Hoyzer. (© Foto: ddp)
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Der mutmaßliche Drahtzieher Ante Sapina wurde zu zwei Jahren und elf Monaten Haft verurteilt. Sein Brüder Milan und Filip erhielten Bewährungsstrafen: Milan ein Jahr und vier Monate, Filip ein Jahr.
Die Staatsanwaltschaft hatte gegen den geständigen Hoyzer am Dienstag zwei Jahre Haft auf Bewährung beantragt, Marks sollte dagegen zwei Jahre ohne Bewährung erhalten.
Für Ante Sapina, der seit Ende Januar in Untersuchungshaft saß, hatten die Anklagevertreter zwei Jahre und elf Monate Gefängnis gefordert. Milan Sapina sollte zu 14 Monaten auf Bewährung und einer Geldstrafe von 50 000 Euro verurteilt werden, Filip Sapina zu einem Jahr Haft auf Bewährung.
Fortgesetzt wird der Betrugsprozess ab dem kommenden Dienstag mit einer wöchentlich Verhandlung gegen Ex-Fußball-Profi Steffen Karl, der alle Manipulations-Vorwürfe abgestritten hatte.
Der Prozess hatte am 18. Oktober begonnen und war zunächst auf insgesamt 18 Verhandlungstage bis Ende des Jahres angesetzt. Das Verfahren beschleunigte sich, nachdem der angeklagte Chemnitzer Ex-Profi Steffen Karl alle gegen ihn erhobenen Vorwürfe geleugnet hatte und sein Fall vom Gericht abgetrennt wurde.
Gegen Karl soll am 22. November weiter verhandelt werden. Die Affäre war vor fast genau zehn Monaten bekannt geworden.
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(sid/AP/dpa)
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