Pep Guardiola
Von Christof Kneer

Super, super, super - oder nur super? Bayern-Trainer Guardiola hat eine Mannschaft der Superlative geformt. Manuel Neuer gibt den Tiki-Taka-Torwart, Thiago den Charakterbüffel und Robben und Ribéry beweisen sich als Seitenstreifen-Artisten - der Kader in der Saison-Einzelkritik.

Als Pep Guardiola seine erste Pressekonferenz als Bayern-Trainer gab, staunten die Menschen. Sie staunten, dass es ihn wirklich gibt, dass er wirklich nach München gekommen war und dass er besser Deutsch sprach als einige aus der deutschen WM-Elf von 1990. Neun Monate später muss man aber feststellen, dass er schlechter Deutsch spricht als zu Saisonbeginn. Er habe leider keine Zeit mehr zum Lernen, sagt er, weil er ja ständig Videos von Gegnern schauen muss, die am Ende doch keine Chance haben.

Guardiola ist allerdings in vielen Dingen meisterhaft, unter anderem auch darin, mit einem wohlbehüteten Wortschatz, der in erster Linie aus "super", "top" und "Ich liebe Mittelfeldspieler" besteht, ganze Pressekonferenzen zu bestreiten (wobei: Einmal, als es um Bastian Schweinsteiger ging, hat er auch "E-sprunge-gelenk" gesagt).

Es lohnt sich dennoch, Guardiola zuzuhören. Am Einsatz seiner Begriffe und an der Vervielfältigung seiner Adjektive lässt sich erkennen, was er von wem wirklich hält. "Top-top-top" ist als Pep-Prädikat besser als "top-top", und "top" ist mehr als "super-super-super", was wiederum mehr ist als "super-super". Eine Einzelkritik der Meister-Bayern in Peps Kategorien.

Bild: dpa

27. März 2014, 09:25 2014-03-27 09:25:37  © SZ.de/ska

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