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Niederländer in Russland

Vor kurzem hat Russlands Nationaltrainer Guus Hiddink in einem Interview gesagt, dass er anders als andere im Ausland arbeitende Kollegen bei seinen weltweiten Stationen nie einen ganzen Trainerstab mitgebracht habe und sich so die Integrationszeit immer verkürzt habe. Das ist insofern richtig, als dass an seiner unmittelbaren Seite mit Alexander Borodjuk und Igor Kornejew in der Tat zwei Russen als Assistenten arbeiten.

Richtig ist aber auch, dass es im russischen Fußball seit 2006 zu einer wahren "orangenen Revolution" gekommen ist. Bei Zenit St. Petersburg arbeitete bis vor wenigen Wochen Dick Advocaat als Cheftrainer, zunächst assistiert von Cornelius Pot, dann von Bert van Lingen. Der Physiotherapeut der Mannschaft ist Rob Oderlend, der Leiter der Nachwuchsabteilung Arno Pijpers. Überhaupt arbeiten viele Niederländer im Nachwuchsbereich: Jelle Goes verantwortet die Jugendausbildung bei ZSKA Moskau, Niko Labom war bis vor kurzem sein Pendant bei Dynamo Moskau, und die Fußballschule in Toljatti (Togliatti) leiten Louis Coolen und Ronald Vroomans.

Und auch Hiddink kam trotz der oben genannten Beteuerung nicht ohne Landsmänner aus: Physiotherapeut Arno Philipps kümmert sich um die verletzten Spieler, in seiner Anfangszeit als Trainer der Sbornaja stand ihm Joop Alberda als Manager zur Seite, und zudem vertraute er bei der Vorbereitung auf die EM 2008 den Fähigkeiten von Fitnesscoach Raymond Verheijen. Der hatte Hiddink schon bei dessen erfolgreichem Engagement in Südkorea (WM-Halbfinale 2002) unterstützt. Damals wie auch sechs Jahre später beim Auftritt der Russen in Österreich und in der Schweiz führte die schier unglaubliche Fitness der jeweiligen Hiddink-Mannschaft zu Dopinggerüchten, die aber stets bestritten wurden und nie bewiesen werden konnten.

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8. Oktober 2009, 16:42 2009-10-08 16:42:00