Rückkehr von Tiger Woods Nummer 52 greift an
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Seit 1996 war Tiger Woods in der Golf-Weltrangliste nicht mehr so schlecht notiert wie jetzt. Nach zwei schlimmen Jahren voller Verletzungen und privater Verwicklungen soll es nun wieder aufwärts gehen: Bei seinem Einladungsturnier in Kalifornien zeigt der 35-Jährige, dass mit ihm wieder zu rechnen ist.
Vor genau zwei Jahren glänzte Tiger Woods bei seinem eigenen Einladungsturnier. Jedoch nicht auf dem Golfplatz, durch präzise 300-Meter-Abschläge oder millimetergenaue "Putts" - sondern durch Abwesenheit.
Tiger Woods hat nach zwei - sportlich und privat - schwierigen Jahren wieder Spaß auf dem Golfplatz.
(Foto: Getty Images)Tiger Woods war unpässlich. Später kursierten Gerüchte um außereheliche Sexgeschichten; der Autounfall, der ihn am Golfspielen hinderte, sei eine Folge von Woods' überstürzter Flucht vor seiner wunderhübschen, aber eifersüchtigen Ehefrau Elin gewesen, die ihn zur Rede gestellt hätte. Für Woods begann eine schlimme Zeit, die der Boulevard mit immer neuen, sehr sexualisierten Spitznamen betitelte.
Woods' Ehe ist mittlerweile geschieden, er selbst fängt wieder an, auf dem Golfplatz für Schlagzeilen zu sorgen. Am Donnerstagabend begann die "Chevron World Challenge", Woods' Einladungsturnier, bei dem er in diesem Jahr sogar selbst wieder mit dabei ist. Zum Auftakt gelang ihm eine 69er Runde, damit liegt er auf Rang zwei - nur drei Schläge hinter dem führenden Südkoreaner K.J. Choi. Seine Leistung könnte Signalwirkung für das gesamte Golfjahr 2012 haben.
An dieses Bild müssen sich Golf-Fans erst gewöhnen: Denn Woods ist, nominell betrachtet, bei der diesjährigen "Chevron" der schwächste der 18 teilnehmenden Profis. Er ist aktuell nur auf Platz 52 der Weltrangliste notiert, so schlecht wie seit 1996 nicht mehr, die meisten anderen stehen weit vor ihm. Beim Turnier in Thousand Oaks, Kalifornien, gehen traditionell die besten elf Spieler der Weltrangliste, die vier Major-Gewinner der laufenden Saison und der Titelverteidiger an den Start, zusätzlich werden zwei Wildcards vergeben. Eine der beiden "Sondergenehmigungen" ging diesmal an den Gastgeber selbst.
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Für Woods soll das Turnier der Auftakt für bessere Zeiten werden. Denn bis jetzt verlief das Golfjahr 2011 für ihn bestenfalls mäßig. Woods musste aufgrund von Achillessehnen- und Nackenbeschwerden mehr als drei Monate pausieren, dazu kam die Umstellung seines Schwungs durch seinen neuen Coach Sean Foley.
Letzteres scheint inzwischen kein Problem mehr zu sein: "Ich bin sehr glücklich mit den Fortschritten, die ich unter Sean gemacht habe", sagt Woods: "In Australien war mein Schwung über zwei Wochen schon sehr stabil."