Das Spiel zwischen Lazio und AS Rom in der italienischen Fußball-Serie A ist am Sonntagabend beim Stande von 0:0 abgebrochen worden. Nach Krawallen hielten sich hartnäckig Gerüchte, wonach ein Kind von einem Polizeiwagen getötet worden sei.
Fans forderten die Spieler daraufhin auf, das Spiel zu unterbrechen. Die Polizei dementierte heftig: Die Gerüchte seien gezielt gestreut worden, aber die "öffentliche Ordnung" sei nicht mehr aufrecht zu erhalten gewesen, hieß es hinterher.
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Maurizio Improta, ein Sprecher der römischen Präfektur, sagte in einem Fernseh-Interview: "Es ist weder eine Person schwer verletzt noch getötet worden, aber es war den Spielern angesichts der herrschenden Situation emotional nicht mehr zuzumuten, die Begegnung fortzusetzen."
Lange Diskussionen
Schiedsrichter Roberto Rosetti unterbrach die Begegnung zunächst, als ein Fan auf das Spielfeld lief. Nach fast 20-minütigen Diskussionen mit Spielern und Offiziellen und einem Telefonat mit Liga-Chef Adriano Galliani brach Rosetti die Begegnung dann ab.
Galliani hatte diese Entscheidung offenbar gefordert. Die Kapitäne Francesco Totti und Sinisar Mihajlovic hatten vorher die Fans zu Ruhe und Ordnung aufgerufen. Auch die beiden Präsidenten Franco Sensi von AS Rom und Ugo Longo von Lazio beteiligten sich an den Beruhigungsappellen.
Tränengaseinsatz
Als die Zuschauer begannen, das Stadion zu verlassen, flammten die Auseinandersetzungen zwischen den Fans der beiden Klubs und der Polizei erneut auf. Die Polizei musste Tränengas einsetzen. Ob es weitere Verletzte gab, war bis zum späten Sonntagabend nicht zu erfahren.
AS Rom ist aktuell Tabellenzweiter in der Serie A. Mit 57 Punkten liegt die Roma allerdings schon zehn Zähler hinter dem souveränen Spitzenreiter AC Milan.
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