Bundesliga Robben: "Der FC Bayern ist Uli Hoeneß"

Arjen Robben

(Foto: REUTERS)

Stürmer lobt den ehemaligen Präsidenten hymnisch. Martin Stranzl beendet seine Karriere. Zé Roberto will tatsächlich mit dem Fußballspielen aufhören.

FC Bayern: Arjen Robben hat die Bedeutung von Uli Hoeneß für den deutschen Fußball-Rekordmeister FC Bayern München unterstrichen. "Der bleibt immer ganz wichtig für diesen Verein. Dafür braucht er keine Funktion. Dafür hat er diese Persönlichkeit. Er macht einfach alles für den Verein", sagte Robben im "Audi Star Talk" beim TV-Sender Sky.

Zu einer möglichen Rückkehr des langjährigen Vereinspatrons in ein offizielles Amt beim FC Bayern äußerte sich der 32-jährige Niederländer zurückhaltend. "Das ist schwierig, ich bin nicht in der Position, darüber etwas zu sagen. Aber was ich sagen kann, und das empfinden alle Bayern-Anhänger genauso: Der FC Bayern ist Uli Hoeneß - mit oder ohne Funktion", sagte Robben weiter.

Der langjährige Vereinsmanager und -präsident Hoeneß war am Montag vor einer Woche nach 21 Monaten vorzeitig aus der Haft entlassen worden. "Dieser Tag war ein besonderer Moment, weil er ein Familienmensch ist. Man weiß, wie viel er gelitten hat. Das war eine schwierige Zeit für ihn, die jetzt zu Ende ist", sagte Robben. "Er ist wieder da, wo er hingehört: bei seiner Familie."

Bayerischer Scheiterhaufen

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Gladbach: Martin Stranzl von Fußball-Bundesligist Borussia Mönchengladbach beendet im Sommer nach zahlreichen Verletzungen seine Karriere. "Es gibt Signale vom Körper und so ist die Entscheidung in den letzten Wochen gereift", sagte der 35-Jährige am Dienstag. Stranzl bestritt seit seinem Wechsel im Januar 2011 von Spartak Moskau nach Mönchengladbach 143 Pflichtspiele (zehn Tore) für den fünfmaligen deutschen Meister. "Eine lange und tolle Zeit geht vorbei. Es ist sehr schwer", sagte Stranzl.

In dieser Saison kam der Österreicher lediglich in zwei Bundesligaspielen zum Einsatz. Ein Bruch des Augenhöhlenbodens in der Hinrunde setzte ihn für Monate außer Gefecht, außerdem plagten ihn zuletzt immer wieder Oberschenkel- und Knieprobleme. Derzeit fällt der Innenverteidiger mit einem Muskelfaserriss in der rechten Wade aus. Seine Karriere in der österreichischen Nationalmannschaft hatte er nach 56 Länderspielen (drei Tore) bereits im November 2009 für beendet erklärt. In der Bundesliga spielte Stranzl zudem für 1860 München und den VfB Stuttgart.

2. Bundesliga: Tomas Oral wird in der kommenden Saison neuer Trainer des Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC. Der bisherige Coach des Liga-Konkurrenten FSV Frankfurt habe beim KSC einen Vertrag bis zum 30. Juni 2019 unterschrieben, teilte der Club am Dienstag mit. Oral wird damit Nachfolger vom Markus Kauczinski, der den Verein am Saisonende auf eigenen Wunsch verlassen wird. Der 42-Jährige habe gezeigt, "dass er unter nicht ganz leichten Bedingungen eine spannende Mannschaft entwickeln kann", sagte Sportdirektor Jens Todt. Er sei ein Kenner der 2. Liga und ein Förderer junger Spieler. Sein Vertrag beim FSV läuft am Saisonende aus.

Zé Roberto: Der langjährige Bayern-Spieler Zé Roberto will seine Profikarriere mit Mitte 42 beenden. "Im Juli werde ich 42, ich habe noch einen Vertrag bis Ende des Jahres. Danach werde ich meine Karriere beenden", sagte er der Deutschen Presse-Agentur in São Paulo. Er spielt derzeit bei Palmeiras und wurde im Dezember mit dem Club aus São Paulo brasilianischer Pokalsieger. Neben sehr gesunder Ernährung und Verzicht auf Alkohol sieht er seine Fitness als einen Grund, dass er so ungewöhnlich lange auf Profiniveau spielen kann.

Er sei nie schwer verletzt gewesen. "Die längste Auszeit waren mal zweieinhalb Monate beim Hamburger SV." Mit insgesamt zwölf Jahren ist er der Brasilianer, der am längsten in der Bundesliga gespielt hat. Er betonte, vom Niveau her auch noch Bundesliga spielen zu können: "Ich glaube ja". Zé Roberto spielte vier Jahre bei Bayer Leverkusen, sechs bei Bayern München und zwei Jahre beim HSV.

Der 41-Jährige hat auch die deutsche Staatsbürgerschaft und kann sich vorstellen, mit seiner Familie nach dem Karriereende wieder in Deutschland zu leben. Ein Grund sei die Sicherheit. "Wir leben hier mit der Angst vor Überfällen, das ist in Deutschland anders." Aber auch deutschem Essen kann der Spieler mit der Nummer 11 viel abgewinnen, vor allem Bratkartoffeln.

Fußball in der Türkei: Fußball-Nationalspieler Mario Gomez hat mit seinen Saisontreffern Nummer 17 und 18 Besiktas Istanbul auf die Siegerstraße gebracht. Der Topschütze der SüperLig traf beim 3:0-Erfolg gegen Schlusslicht Eskisehirspor in der 36. und 70. Minute. Es war bereits sein fünfter Doppel-Pack in der laufenden Spielzeit. In der Torschützenliste liegt er nun deutlich vor dem zweimaligen Champions-League-Gewinner Samuel Eto'o.

Fußball in Italien: Der italienische Fußball-Erstligist AS Rom muss im Achtelfinalrückspiel der Champions League am Dienstag bei Real Madrid ohne Nationalspieler Antonio Rüdiger auskommen. Der Ex-Stuttgarter fällt mit einer Oberschenkelverletzung aus. Trainer Luciano Spalletti wird Rüdiger voraussichtlich durch den Bosnier Ervin Zukanovic ersetzen.