Skeleton Hermann siegt auch im Gesamtweltcup

Bei den acht Weltcups dieses Winters stand Hermann fünfmal ganz oben auf dem Podest.

(Foto: Getty Images)

Eine Woche nach ihrem WM-Triumph gewinnt die 23-Jährige das Saisonfinale. Felix Neureuther und Stefan Luitz verpassen beim Riesenslalom das Podest. Drei Spiele Sperre für den Spieler, der dem Schiri Rot zeigte.

Skeleton: Tina Hermann hat ihre beeindruckende Saison mit dem Sieg im Gesamtweltcup abgeschlossen. Eine Woche nach ihrem WM-Triumph in Igls (Österreich) gewann die 23-Jährige das Saisonfinale auf ihrer Hausbahn am Königssee und sicherte sich damit erstmals die Kristallkugel. Bei den acht Weltcups dieses Winters stand Hermann fünfmal ganz oben auf dem Podest. "Es ist einfach Wahnsinn, hier zu gewinnen", sagte Hermann, "und es war eine Hammersaison. Ich hatte gehofft, dass ich meinen ersten Sieg hole. Dass es dann gleich fünf werden, hätte ich niemals gedacht." Jacqueline Lölling (RSG Hochsauerland), die bei den Weltmeisterschaften als Neunte noch enttäuscht hatte, sicherte als Zweite auch Gesamtrang zwei.

Ski alpin, Riesenslalom: Die deutschen Ski-Rennläufer haben beim Weltcup-Riesenslalom im österreichischen Hinterstoder knapp das Siegerpodest verpasst. Stefan Luitz und Felix Neureuther belegten beim überlegenen Sieg von Alexis Pinturault (Frankreich) die Plätze fünf und sechs, darüber hinaus überraschte Benedikt Staubitzer mit dem besten Resultat seiner Karriere als Elfter. Pinturault siegte vor Marcel Hirscher (Österreich/+0,79 Sekunden) und seinem Landsmann Thomas Fanara (+0,92). Fritz Dopfer fiel im zweiten Lauf von Rang acht auf Rang 19 zurück. Luitz hatte nach dem ersten Lauf noch auf dem zweiten Platz gelegen. Am Sonntag steht in Hinterstoder noch ein Riesentorlauf an.

Fußball, Türkei: Der türkische Fußballverband TFF hat Trabzonspor-Profi Salih Dursun für sein Verhalten in der Ligapartie gegen Galatasaray Istanbul bestraft. Dursun wird laut Verbandsangaben für drei Partien gesperrt und muss eine Geldstrafe von umgerechnet etwa 4000 Euro bezahlen. Der Rechtsverteidiger hatte Schiedsrichter Deniz Ates Bitnel am Sonntag in der Schlussphase die Rote Karte weggeschnappt und sie dem Unparteiischen gezeigt. Dafür wurde er bei der 1:2-Niederlage von Bitnel des Feldes verwiesen. Neben Dursun müssen auch die Trabzon-Spieler Aykut Demir und Luis Cavanda drei beziehungsweise zwei Partien aussetzen. Zudem bekamen der Verein und mehrere Funktionäre Geldstrafen.

Die Solidarität mit Dursun in Trabzon ist groß. Am Tag nach der Begegnung versammelten sich um die 300 Anhänger im Zentrum der Stadt und protestierten mit Roten Karten in der Hand gegen die angebliche Benachteiligung ihres Vereins durch den Verband und seine Schiedsrichter. Trabzonspor bietet inzwischen auf der eigenen Webseite T-Shirts an, auf denen die Szene mit Dursun und dem Schiedsrichter zu sehen ist. Der Verein gab per Twitter-Eintrag bekannt, dass er die Einnahmen für die Aus- und Weiterbildung junger türkischer Schiedsrichter im Ausland spenden werde.

Tennis: Erstmals seit dem vergangenen April hat Andrea Petkovic wieder das Halbfinale bei einem Tennis-Turnier erreicht. Die Darmstädterin zog in Doha durch den 6:1, 5:7, 6:2-Sieg über Garbiñe Muguruza aus Spanien unter die letzten Vier ein. Nach dem Erfolg über die Weltranglisten-Fünfte trifft Petkovic auf Jelena Ostapenko. Die Lettin ist bislang nur die Nummer 88 der Welt. Gegen Muguruza ließ sich Petkovic auch nicht vom knapp verlorenen zweiten Satz aus der Ruhe bringen. Nachdem sie die Chance auf den Tiebreak verpasst hatte, war die 27. der Weltrangliste im entscheidenden Durchgang die konstantere Spielerin. Nach 2:21 Stunden machte Petkovic den dritten Sieg im dritten Vergleich gegen die letztjährige Wimbledon-Finalistin perfekt. Schon in der Vorwoche hatte die deutsche Fed-Cup-Spielerin mit dem Viertelfinal-Einzug beim Turnier in Dubai aufsteigende Form gezeigt. Die WTA-Veranstaltung in Doha ist mit gut 2,8 Millionen Dollar dotiert. Die topgesetzte Australian-Open-Siegerin Angelique Kerber war bereits in ihrem Auftaktmatch gescheitert.