Nach den Vorwürfen von Bayern-Manager Uli Hoeness schießt Bundestrainer Jürgen Klinsmann zurück: Der FC Bayern habe ihn zur schnellen Torwart-Entscheidung gedrängt.
Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat den FC Bayern für den frühen Zeitpunkt seiner Torwart-Entscheidung verantwortlich gemacht. Klinsmann sagte im ZDF, er hätte die Entscheidung zwischen Oliver Kahn und Jens Lehmann lieber Anfang Mai getroffen und nur auf Wunsch des FC Bayern vorgezogen.
Zu Gast im Sportstudio: Bundestrainer Jürgen Klinsmann (r.) und Assistent Joachim Löw. (© Foto: ddp)
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"Zeitpunkt nicht optimal"
Bayern-Trainer Felix Magath habe ihn Anfang der Woche darum gebeten und die Belastung für Kahn als Grund genannt. Auch der Vorstandschef des Clubs, Karl-Heinz Rummenigge, habe gebeten, die Entscheidung durchzuziehen.
"Es war die Bitte des FC Bayern", sagte Klinsmann. Der Bundestrainer räumte ein, dass der Zeitpunkt für die Bayern nicht optimal war - der Club hatte daraufhin am Samstag das Bundesliga-Spitzenspiel gegen Werder Bremen 0:3 verloren.
"Nicht jedem recht machen"
"Wir werden es nicht jedem recht machen können", sagte Klinsmann. Bayern-Manager Uli Hoeneß sagte im selben Sender, es wäre klüger gewesen, die Entscheidung nach dem Spiel am Sonntag zu treffen. "Aber dann geht vielleicht ein Flug nach Kalifornien", fügte er mit Blick auf Klinsmanns Wohnort hinzu.
Klinsmann äußerte gleichzeitig den Wunsch, dass Kahn nach der Entscheidung für Lehmann weiter in der Nationalmannschaft bleibt. "Der Wunsch ist da, dass Oliver da mitzieht", sagte er. Kahn müsse die Dinge aber mit sich selbst ausmachen.
Wichtig sei, dass man zur Fußball-Weltmeisterschaft im Sommer eine Mannschaft habe, "die zusammenhält und verschweißt ist als Gemeinschaft". Möglicherweise werde er auf Kahn zugehen "wenn sich die Situation ergibt".
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