Regionalliga Klau bei 1860 München

Da waren die Ziffern noch da (Archivbild von 2017).

(Foto: Tobias Hase/dpa)
  • Im Grünwalder Stadion ist ein Schild der historischen Anzeigetafel entwendet worden.
  • Täter könnten Fans des FC Bayern sein.
Von Christoph Leischwitz

Im Jahr 2018 hat bislang nur der FC Bayern München im Grünwalder Stadion gespielt. Die erste Partie des Regionalliga-Tabellenführers TSV 1860 München war wegen der vereisten Westtribüne, der Heimat der härtesten Löwen-Fans, verschoben worden. Und mittlerweile dürfte es sogar einige Bayern-Fans geben, die das ärgert - denn der harte Winter hat womöglich einen lange geplanten Streich der Roten verhindert.

Denn den Sechzigern konnte bislang ja noch gar nicht aufgefallen sein, dass auf der historischen, nicht-elektronischen Anzeigetafel in den vergangenen Tagen ein Schild fehlt. Während der beiden Spiele des FC Bayern II war die Tafel leer geblieben. Es handelt sich um das Wendeschild, das auf der einen Seite mit "TSV 1860" und auf der anderen Seite mit "FC Bayern" bedruckt ist und mit dem die Tore der Heimmannschaft gekennzeichnet werden. Das gab die Stadt München auf SZ-Anfrage bekannt.

Nach SZ-Informationen hat sich der Diebstahl bereits in der Nacht von Donnerstag auf Freitag vorvergangener Woche ereignet. Das würde aus mehreren Gründen einen Diebstahl von Fans des FC Bayern nahelegen. Zum einen hätte der Einbruch ins Stadion einige Tage vor dem ersten geplanten 1860-Spiel nach der Winterpause stattgefunden - aber noch zwei Tage vor der offiziellen Absage dieser Partie.

Außerdem jährte sich Ende Februar zum zehnten Mal jene nächtliche Aktion, in der FC-Bayern-Fans die Stufen der Westkurve Rot und Weiß gestrichen hatten.

Hinweis: In einer früheren Version des Artikels hieß es, dass die Zahlenschilder der Anzeigetafel entwendet wurden. Richtig ist, dass das Wendeschild mit der Heimmannschaft fehlt. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

Das schlauste Manöver des Hasan Ismaik

Die Nachfolger des Investors bei 1860 München haben erst kürzlich die Seiten gewechselt. Ismaik hat sie abgeworben wie ein Headhunter. Das ist allerhand, könnte aber funktionieren. Kommentar von Philipp Schneider mehr...