Real Madrid Ronaldo bricht genervt Pressekonferenz ab

Da konnte Zinédine Zidane nur noch schmunzeln. Der Trainer von Real Madrid saß artig auf der Pressekonferenz, die vor der Champions-League-Partie gegen Chelsea abgehalten wurde, da verfinsterte sich links neben ihm immer mehr die Stimmung. Cristiano Ronaldo nervten die Fragen der Journalisten so sehr, dass er irgendwann einfach aufstand und ging - eine unübliche Szene im Profifußball.

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Zunächst war Ronaldo zu seiner Beziehung zu seinen Mitspielern befragt worden, die schon seit jeher als unterkühlt gilt. "Ich muss nicht mit Benzema essen gehen oder mit Bale, das ist mir einfach nicht wichtig", antwortete Ronaldo, "was zählt, ist auf dem Platz als Team zu funktionieren." Doch das war noch nicht das unangenehmste Thema, das ihn bei diesem Termin ereilte.

Nachdem Lionel Messi am Sonntagabend einen unorthodoxen Elfmeter aufgeführt hatte, über den seither die ganze Fußballwelt spricht, musste sich nun auch Ronaldo zu diesem Trick äußern. Der Mann vom FC Barcelona hatte beim 6:1 gegen Celta Vigo Luis Suárez den Ball aufgelegt statt selber zu schießen. Ronaldo verzog süffisant das Gesicht beim Thema Messi. "Ich mache es kurz: Ich weiß, warum Leo das gemacht hat. Mehr sage ich nicht. Denkt, was ihr wollt." Suárez kam so auf einen Hattrick in der Partie und ist nun mit zwei Treffern Vorsprung an Ronaldo in der Torschützenliste vorbeigezogen, der allerdings auch zwei Partien weniger absolviert hat.

Endgültig gereicht hat es Ronaldo aber erst, als seine geringe Torausbeute bei den vergangenen Auswärtspartien zur Sprache kam. "Nennen Sie mir einen Spieler, der mehr Tore als ich auswärts geschossen hat, seit ich in Spanien bin", sagte Ronaldo. "Nennen Sie mir einen. Es gibt keinen." Dann stand er auf und ging. Und Zidane saß plötzlich alleine da.

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