Wie die Fußball-Welt das Ausscheiden der deutschen Mannschaft aufgenommen hat.
Bayern-Manager Uli Hoeneß: "Klinsmann und sein Team haben erstklassige Arbeit geleistet. So kann man ausscheiden, nach dem besten Spiel dieser WM. Da sagt man 'Chapeau'! Die Euphorie wird auch am 10. Juli nicht schlagartig zu Ende sein, weil die geweckten Emotionen tief in den Herzen verankert sind."
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Fifa-Chef Sepp Blatter: "Ich habe das Gefühl, da ist etwas gestoppt worden. Nach fünf Wochen in dieser Begeisterung identifiziert man sich. Ich kann verstehen, dass man trauert, aber man sollte auch sagen 'Bravo, das ist eine großartige Leistung, die geboten wurde'."
Kurt Beck, SPD-Vorsitzender: "Die deutsche Nationalmannschaft hat gestern gekämpft wie ein Weltmeister. Es hat nicht für das große Finale gereicht, aber das Spiel um Platz 3 ist eine herausragende Leistung."
DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder: "Die Mannschaft ist noch nicht auf dem Zenit. Sie wird 2008 und 2010 in Bereiche kommen, wo Italien jetzt war".
Angela Merkel, Bundeskanzlerin: "Sie haben toll gespielt, sie haben unendlich viel für unser Land erreicht. Nach dem Spiel ist vor Spiel."
Christoph Metzelder, Innenverteidiger: "Wir wollen uns vernünftig von unseren Fans verabschieden. Das sind wir ihnen schuldig."
Gerd Kolbe, WM-Beauftragter der Stadt Dortmund: "Es war die größte Party, die Dortmund in seiner Geschichte erlebt hat - und das alles friedlich-fröhlich und gut gelaunt".
Fabio Cannavaro, Kapitän der italienischen Nationalmannschaft: "Wir haben eine ganze Reihe von Liedern, die wir gerne singen, und als der Ministerpräsident hereinkam, schmetterten wir gerade 'O sole mio'".
Hans-Joachim Watzke, Geschäftsführer von Borussia Dortmund: "Das Halbfinale war mehr als man ursprünglich erwarten konnte. Jürgen Klinsmann und seine Crew haben besonders im physischen und mentalen Bereich Optimales geleistet."
Heribert Bruchhagen, Vorstandsvorsitzender von Eintracht Frankfurt: "Es ist gelungen, ein richtiges Team zu formen".
Felix Magath, Trainer von Bayern München: "Jürgen Klinsmann hat einen Bombenjob gemacht und die Mannschaft wunderbar eingestellt. Sie hat sich gut verkauft, eine maximale Leistung gezeigt und mehr erreicht, als man ihr vorher zugetraut hat."
Horst Köhler, Bundespräsident: "Wir haben der Mannschaft gesagt, dass sie der ganzen Nation, dem ganzen Land Freude gemacht hat."
Franz Josef Jung, Verteidigungsminister: "Die deutsche Mannschaft hat eine Leistung gebracht, die man so nicht erwarten konnte. Es wurde gezeigt, dass Deutschland friedlich und freundlich feiern kann."
Christian Seifert, Vorsitzender der Deutschen Fußball Liga: "Die Tatsache, dass sie sich so positiv dargestellt hat und mit ihr das ganze Land, kann für die Bundesliga nur gut sein". Statt der bisher 20 Millionen sollen schon in den nächsten vier Jahren 60 bis 80 Millionen pro Saison für die Bundesliga erzielt werden. "Plötzlich merken die ausländischen Fans", so Seifert, "dass in Deutschland eine tolle Stimmung in diesen phantastischen Stadien herrscht."
Teammanager Oliver Bierhoff: "Es war eine Enttäuschung da, eine unendliche Leere".
Kapitän Michael Ballack: Wenn man so weit kommt, dann will man ins Finale. Und wenn man dann nicht dabei ist, ist das doppelt bitter."
Ronald Pofalla, CDU-Generalsekretär: "Die Jungs waren klasse. Sie haben ein Super-Turnier gespielt, und leider hatte es nicht gereicht. Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass wir jetzt das Spiel um den dritten Platz gewinnen werden."
(dpa, sid, sueddeutsche.de)
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