Nach dem Fehlverhalten bei einem überraschenden Trainingstest gerät Armstrongs angepeilte Tour-de-France-Rückkehr in Gefahr.
Damit hat er nicht gerechet, der Meister dieser kleinen, gewöhnlich gut vernetzten Radsportwelt: Taucht einfach ein Kontrolleur vor seinem südfranzösischen Domizil auf, überfallartig, und will einen Test mit Blut-, Urin- und überdies einer Haarprobe vornehmen. 23 Kontrolleursbesuche, zürnt Lance Armstrong im Web, habe er seit Herbst 2008 klaglos erduldet, bei diesem ist ihm der Kragen geplatzt.
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Lance Armstrong (Archivbild) bei der Tour de France im Jahr 2004. (© Foto: AP)
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Weshalb der Radheros aus Texas nun wieder ein einschlägiges Problem hat: Wegen Behinderung der Testprozedur drohen dem siebenmaligen Tour-Sieger Sanktionen durch die französische Antidoping-Agentur AFLD, schwant ihm selbst: "Es besteht eine sehr hohe Wahrscheinlichkeit, dass sie mir verbieten werden, die Tour zu fahren", sagt der 37-Jährige in einem Video auf der Homepage seiner Krebsstiftung.
Gespräch mit Sarkozy
Offen ist, ob ihn die AFLD wegen der Sache am 17. März wirklich straft. Druck von oben auf die Agentur dürfte im zentralistischen Frankreich gegeben sein - Armstrong hatte vor dem Comeback persönlichen Austausch mit Nicolas Sarkozy.
Tatsächlich ist für die zwei eine gemeinsame Schnittmenge denkbar: Der eine wähnt sich chronisch verfolgt im Mutterland des Radsports; dem anderen dürfte nicht entgangen sein, dass die Tour mit Problemen zu kämpfen hat, seit dort engagiert nach Dopern gefahndet wurde. Was übrigens jüngst zur Kurskorrektur führte.
Jedenfalls fällt auf, dass die Tour-Besitzergruppe Amaury Personalwechsel bei der Veranstalterorganisation ASO und dem Sportblatt L'Équipe vornahm, die signalisieren: Gewünscht ist eine dezentere Betrugsbekämpfung. Passend zum Bild stehen die Dopingtests bei der Tour 2009 nicht mehr unter Regie der AFLD, sondern wieder des Weltverbandes UCI. Ob die AFLD 2008 zu effektiv war? Jedenfalls überführte sie mit neuen, sogar nachträglichen Tests unter anderen Stefan Schumacher und den Italiener Riccardo Ricco als Doper.
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Ex-Salafist packt aus
ist er nur deswegen weil er die Tour so häufig entschieden hat. Das dies nicht mit rechten Dingen zugegangen ist (bei keinem Mal) steht und stand für mich außer Frage. Die Frage ist nur wann und ob überhaupt und in welchem Umfang ihm dies nachzuweisen ist.
Ihn trotz Verdächtigungen für Sauber zu halten bedeutet für mich wiederum man tolleriert einen (witzigerweise amerikanischen) Volkssport: Je geschickter und dreister man jemanden übers Ohr haut umso größer die Heldentat.
Ich verstehe deswegen die Aufregung über diesen (zugegebenermaßen einseitig verfassten) Artikel nicht.
Leider wieder ein Beispiel des wohl grenzenlosen Hasses der Suedeutschen und ihrer Redakteure gegen den Radsport. Mal objektiv betrachtet:
Würde der schreibende Redakteur vor einer wildfremden Person, die sich Kontrolleur ausgibt, so ohne weiteres entblössen und diese Person unter Blosstellung seiner Geschlechtsteile beim Urinieren zusehen lassen? Wohl eher nicht bzw. erst nach Überprüfung der entsprechenden Berechtigung.
Lance A. ist zudem ja auch unstreitigerweise eine recht prominente Person, die sicherlich von vielen Seiten "bedrängt" wird. Ein wenig Vorsicht ist also sicher angebracht.
Na ich weiß nicht, was man von solchen Beiträgen halten soll. Objektive Berichterstattung sieht für mich anders aus, das ist doch ein Beitrag voll von Unterstellungen und Behauptungen. Die einzige Intention die dieser Artikel hat, ist doch: egal wieviel kontrolliert wird und egal ob alle TEsts negativ sind, es sind doch alle gedopt!
Ein Beispiel für diese Thematik und die Doppelmoral bei diesem Thema: Olli Kahn gilt ja in D mittlerweile, als Sportheld, ein Sportler, der sich ganz bewusst Dopingkontrollen verweigert hat. Folgen: keine.