Die öffentlich-rechtlichen Sender wollen den Vertrag über die Tour de France vorerst nicht über das Jahr 2008 hinaus verlängern. ZDF-Chefredakteur kritisiert auch die Printmedien.
Das ZDF will den Ende 2008 auslaufenden Vertrag über die Berichterstattung zur Tour de France vorerst nicht verlängern. "Wir werden die Option zur Vertragsverlängerung nicht wahrnehmen, bevor wir sicher sein können, dass Doping bei der Tour de France keine Chance mehr hat", sagte ZDF-Chefredakteur Nikolaus Brender am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur.
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Kameras auf dem Motorrad und im Hubschrauber: Die Rundum-Berichterstattung der Tour de France könnte bald zu Ende gehen. (© Foto: AP)
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"Darüber sind wir uns mit der ARD einig." Bei neuen Sportverträgen - wie zum Beispiel beim Boxen - sei eine Doping-Klausel eingebaut, die dem ZDF den Ausstieg aus Sportverträgen wegen Vertragsverletzung ermöglicht.
Experten als Problem
Der Sender hat laut Brender Gespräche mit dem Bund Deutscher Radfahrer und den deutschen Rennställen angesetzt. Danach will das ZDF entscheiden, ob es für dieses Jahr an der Berichterstattung von der Tour de France festhält. "Zum jetzigen Zeitpunkt auszusteigen wäre falsch", betonte der Chefredakteur. "Wenn wir bei den Treffen aber feststellen, dass trotz Zusagen System und Einstellungen der Beteiligten sich nicht geändert haben, müssten wir Konsequenzen ziehen."
Brender bezeichnete es zum Beispiel als Problem, dass der Sportdirektor des T-Mobile-Teams, Rolf Aldag, im vergangenen Jahr beim Runden Tisch gegen Doping im ZDF große Anstrengungen im Kampf gegen Sportbetrug gefordert und angekündigt habe. Er könne nicht schlafen, wenn er selbst gedopt hätte, habe Aldag 2006 gesagt. "Nach seinem Dopinggeständnis bedarf es nun intensiver Gespräche, um das zu klären. Ob wir das akzeptieren können, weiß ich nicht", sagte Brender. "Es fehlt noch an Aufklärung, gerade über die Jahre 2000 bis 2006."
"Zum guten Journalismus gehört Distanz"
Sollten die Bemühungen für den sauberen Sport nicht gelingen, brachte der Chefredakteur eine Vereinbarung aller Medien ins Gespräch, über Radrennen wie über die Tour de France nicht mehr im großen Stil zu berichten. "Auch Zeitungen und Zeitschriften haben Ullrich, Zabel, Aldag und Co. zu Heroen stilisiert. Das war nicht nur das Fernsehen."
In der Sportberichterstattung müsse die Gratwanderung zwischen Emotionen und Distanz künftig besser gelingen. "Das Fernsehen als Bildmedium ist sicher anfälliger als andere Medien, in eine kritiklose Live-Berichterstattung abzurutschen. Begeisterung ist Reportern ja nicht verboten, aber zum guten Journalismus gehört ebenso die Distanz zu Personen und Organisationen." Die Doping-Affären der letzten Monate seien für viele Fernsehreporter eine Lehre.
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(dpa)
Bergkirchweih in Erlangen
Nur mal so zur Information: Radsport ist ein Mannschaftssportart in der es (vor allem bei mehrtägigen Rennen) darum geht, den Kapitän in der Platzierung möglichst weit vorne ins Ziel zu bringen. Dafür sind dann Wasserträger als Helfer engagiert, Bergfahrer die den Kapitän in den Alpen oder Pyrenäen unterstützen oder - wenn das Team sich mehr auf die Sprintankünfte konzentriert, eben den besten Sprinter in der Mannschaft zum Ziel hin durch Windschatten "ziehen".
Das hat nichts mit "Stallorder" zu tun und kann mit den Geschehnissen/Vorgaben in der Formel 1 nicht verglichen werden.
Ansonsten gebe ich Ihnen recht - die jahrelange Dominanz eines Lance Armstrong, der regelmäßig die gesamte Weltspitze düpiert hat, kann auf normalem Wege nicht erklärt werden.
Darin ist aber auch gleichzeitig enthalten, dass ein herausragendes "Talent" wie Jan Ulrich, der von seinen körperlichen Vorgaben die Tour eigentlich jahrelang beherrschen hätte müssen (genügend Fleiß im Training vorausgesetzt, aber daran hat es ja schon etwas gefehlt, da war Armstrong viel professioneller), durch Betrug an diesen Erfolgen gehindert worden ist.
Nicht das ich damit irgend etwas entschuldigen will - mich kotzt dieses Doping auch an, gerade weil ich dem Radsport seit Jahrzehnten verbunden bin, aber ich mutmaße, dass gerade Jan Ulrich erst dadurch zum Dopen getrieben worden ist. Und natürlich auch vom riesigen Erfolgsdruck durch die Fans und die Medien.
Aber das ist natürlich nur Spekulation......
Am gestrigen Zuspruch für Eric Zabel (Bayernradeln) hat man gemerkt, dass von vielen eine Aufklärung gar nicht gewünscht wird. Lieber jubelt man scheinbar übermenschlichen Sportlern zu und ignoriert die Tatsachen, als dass man sich seiner Illusionen berauben lässt. Sehr traurig.
Nebenbei würde ich das auf jede Sportart anwenden, bei der es um Höchstleistungen geht, und eine Menge Geld im Spiel ist.
das ist wirklich der Gipfel !
Diese mehr als merkwürdige Dopingbekämpfung in Deutschland wird doch nie richtig in Gang kommenn . Dazu verdienen zu viele daran , genau wir ARD und ZDF jetzt und die Telekom.
Dei Sponsoren finanzieren ihnen ihr Fernehen und wir unterstützen das Doping noch in dem wir uns stundelang diese ganzen Plakate und fahrenden Litfaßsäulen ansehen !
Wenn die öffentlich rechtlichen hier wieder halbherzige Politik machen dann sitzen da wahrscheinlich auch wieder Politiker mit im Boot! In den Gremien habwn sie sich wie die Zecken festgebissen und verdienen eben an der Übertragung dieser DOping -Orgie.
Ebenso wie sei den den Verkauf von Zigaretten und Alkohol an Kinder und alle Bürger nicht verhindern! Wir Bürger tragen die gesundheitlichen Kosten dafür, der Politiker verdient sich als Lobbyist. Deshalb noch eine Frage Warum sind die Nebeneinkünfte der Politiker immer noch nicht öffentlich! Im übrigen verdienen sich etliche SportRedakteure und Journalisten an den gladiatoren Kämpfen, insgeheim wohl auch ne goldene Nase! ich nenne das GEZ Doping !
Der ehemalige Tour de France Kommentator musste ja wegen dieser Vorwürfe Aanfang des jahres den Job quittieren
Was soll das alles?
Mit diesem aktionistisch anmutenden Aufruf bedient Herr Brender nur den derzeitigen Mainstream, der nach "Aufklärung" schreit! Ändern wird sich nichts. Bis 2008 hat der Gebührenzahler längst vergessen. Was soll er denn auch tun??
Herrn Brenders Ansage passt gut zum gestern aus einer ministeriellen Schublade gezogenen, weichgespülten "Anti-Doping-Gesetz", dessen Zweck kein anderer ist als den Status Quo zu zementieren.
Man sollte endlich zur Kenntnis nehmen, dass an der Vermarktung von Sportarten viel zu viel Geld verdient wird, als dass sich etwas ändern, geschweige denn "reinigen" könnte.
ja, das stimmt - aber nur weil man bereits nach dem letztjährigen "Toursieger" hätte aussteigen müssen. Bis heute ist soweit ich weiß das seltsame "Comeback" von Hr. Landis noch nicht geahndet worden. Ein seriöser Veranstalter hätte ihn nie zum Toursieger erklärt. Aber ein solcher Veranstalter hätte auch nicht an die "wunderbaren" Erfolge von Lance Armstrong geglaubt, hallo - aufwachen - so etwas gibt es auf natürlicher Basis nicht und das kann es auch gar nicht geben. Wenn die Radler von Team Telekom auch gedopt waren, dann eben nicht gut genug. Die US-Pharma Industrie war offensichtlich in der Lage, bessere Methoden für US-Postal bereitzustellen. Den Rest besorgte das Alibi "Krebsmedizin", aber da sollte man eben auch einen Riegel vorschieben. Menschen, die wegen anderen Krankheiten auf besondere medizinische Veersorgung angewiesen sind oder vorgeben es zu sein, dürfen dann eben nicht an solchen Sportveranstaltungen teilnehmen.
Ich habe die Tour de France in den letzten 10 Jahren bei ARD und ZDF jedes mal angesehen, mich interessieren dabei aber eher die schönen Landschaftsaufnahmen aus den Hubschraubern als die sogenannten Sportler und am wenigsten deren Teams. Was zurecht im Automobilsport verboten ist, nämlich Sieg per Stallorder ist im Radbereich (ich möchte wirklich nicht Radsport schreiben) leider nicht so. Mit allen möglichen legalen und offensichtlich auch anderen Tricks werden einzelne Sportler nach vorn gepusht, sollte aus Versehen mal der Falsche vorn sein, dann muss er am nächsten tag wieder zurückfallen. Also hier mein Vorschlag für ARD und ZDF: zeigt die Tour de France aber blendet euch jedesmal aus, wenn Radler ins Bild kommen. Dabei kann man auch auf den riesigen Tross an Sportjournalisten verzichten, die in den zurückliegenden Jahren auch alles andere als kritisch gegenüber mutmasslichem Doping waren. Meiner Meinung nach ging es nie darum, wer gedopt war sondern eher wer nicht, denn das dürfte die klare Minderheit der Starter gewesen sein. Das die Sponsoren nichts davon gewusst haben wollen, glaube ich gern nur glaube ich es nur in Bezug auf das Wort "wollen" , denn so naiv kann doch keine Firma sein, die Millionen in so ein Team reinbuttert.
Paging