Auch das Zeitfahren hat dem deutschen Radstar kein Erfolgserlebnis beschert. Am Ende lag er anderthalb Minuten hinter Sieger Tyler Hamilton.

Der große Titelfavorit kam auf der 48 km langen Küstenstrecke in Vouliagmeni bei Athen in 59:02,04 Minuten nur auf Platz 7. Michael Rich wurde in 58:09,46 Minuten Fünfter.

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Die Goldmedaille gewann Tyler Hamilton aus den USA in 57:31,74 vor Sydney-Sieger Wjatscheslaw Jekimow (57,50,58) aus Russland. Bronze ging an den Amerikaner Bobby Julich (57:58,19).

Vier Jahre nach Gold (Straßenrennen) und Silber (Zeitfahren) in Sydney blieb Ullrich diesmal ohne olympische Medaille. Bereits am Samstag war er mit einem enttäuschenden 19. Platz im Straßenrennen deutlich hinter den Erwartungen zurück geblieben. Auch aus der Abwesenheit seiner größten Zeitfahrkonkurrenten, dem sechsfachen amerikanischen Tour de France-Sieger Lance Armstrong (Urlaub) und dem Schotten David Millar (Dopingsperre), hatte der diesjährige Tour-Vierte kein Kapital schlagen können und landete sogar noch hinter´seinem Teamkollegen Rich. Zum Gold fehlten Ullrich 1:30,30 Minuten.

Im Straßenrennen der Frauen hatte Judith Arndt zuvor ihre angepeilte zweite Medaille verpasst. Nach Silber im Straßenrennen blieb der 28-jährigen WM-Zweiten aus Leipzig beim 24 km langen Zeitfahren in 32:46 Minuten nur Rang elf. Gold ging an die 34-jährige Titelverteidigerin Leontien van Moorsel aus den Niederlanden, die im Straßenrennen schwer gestürzt war. Silber holte Deirdre Demet-Barry (USA) vor der Schweizerin Karin Thürig.

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