Pyrotechnik in der Bundesliga Strafverfahren gegen Schalke-Ultras

Es brennt in Düsseldorf, es brennt auf Schalke: Bei den Bundesliga-Partien des 13. Spieltags kommt es zur unerlaubten Benutzung von Pyrotechnik. In Düsseldorf muss vor Spielbeginn ein Feuer gelöscht werden, in Gelsenkirchen stören Ultras die Partie - sie erwartet jetzt Strafverfahren.

Schalker Ultras zünden nicht nur Leuchtkörper im Fanblock an, sondern stecken damit auch eine Abdeckung in Brand. 

(Foto: dpa)

Die Spieler kehrten gerade auf den Schalker Rasen zurück, rückten noch die Stutzen zurecht und warteten auf den Wiederanpfiff nach der Pause. Doch Schiedsrichter Günter Perl pfiff die Partie zwischen Schalke und Eintracht Frankfurt noch nicht an, denn im Stadion brannte es: Schalker Ultras hatten in der Pause Pyrotechnik angezündet, wodurch eine Abdeckung an einem Ausgang Feuer fing.

Gegen 60 Anhänger der Fan-Gruppierung "Hugos" sind bereits Strafverfahren eingeleitet worden. "Das war eine traurige Angelegenheit. Wir haben von etwa 60 Personen die Personalien festgestellt und werden gegen diese auch Strafverfahren einleiten", sagte Polizeisprecher Konrad Kordts: "Wir haben die Aktion videografiert und die Personen identifiziert. Dann haben wir sie nach dem Spiel abgefangen."

Bereits während des Vorfalls hatte sich ein Großteil der Schalker Anhänger gegen die Störenfriede gewehrt, und zwar mit Pfiffen und Fangesängen. "Wir sind Schalker - und ihr nicht", riefen sie. "Unsere Fans haben die richtige Antwort gegeben", lobte Schalke-Manager Horst Heldt die Reaktionen im Anschluss an die Begegnung.

Am Freitag hatte es Ausschreitungen in Düsseldorf gegeben. Im Spiel gegen den Hamburger SV hatten mitgereiste Personen im HSV-Block ebenfalls Pyrotechnik angezündet und damit ein eigenes Banner in Brand gesetzt. Feuerwehrleute konnten die Flammen rechtzeitig ersticken, bevor möglicherweise andere Fans verletzt worden wären. Der DFB dürfte sensibel auf diesen Vorfall mit Pyrotechnik reagieren, eine Geldstrafe ist wahrscheinlich, vielleicht aber auch eine härtere Sanktion. "Das war kein vorbildliches Verhalten. Wir müssen daraus lernen, unsere Fans aber auch", sagte Hamburgs Trainer Thorsten Fink.