Primera Division Doppelschlag von Roque Santa Cruz besiegt Real

Arsenals Torschütze Mikel Arteta.

(Foto: REUTERS)

Titelverteidiger Madrid verliert in Malaga und hat nun 16 Punkte Rückstand auf Barcelona. Bayerns Champions-League-Gegner Arsenal gewinnt zum dritten Mal in Serie, Bayern-Basketballer landen Kantersieg. Miroslav Klose rückt mit Lazio Rom auf Platz zwei in Italien vor, Winnie Schäfer verpasst mit Thailand den Sieg bei der Südostasien-Meisterschaft.

Sportnachrichten in Kürze

Fußball, Spanien: Lionel Messi hat sein Fußball-Jahr mit dem 91. Treffer und einem fantastischen Torrekord abgeschlossen. Der Weltfußballer erzielte beim 3:1 (1:0) des FC Barcelona bei Real Valladolid am Samstagabend in der 59. Minute das 2:0. Barça feierte bereits den 16. Sieg im 17. Saisonspiel und zugleich seinen neunten Auswärtserfolg in Serie. Außerdem baute der Tabellenführer seinen Vorsprung auf Titelverteidiger Real Madrid, der das Verfolgerduell beim FC Málaga mit 2:3 (0:0) verlor, auf stolze 16 Punkte aus. Weltmeister Xavi hatte Barcelona in der 43. Minute in Führung gebracht, Cristian Tello traf in der 3. Minute der Nachspielzeit zum Endstand. Für Gastgeber Valladolid konnte Javi Guerra zwischenzeitlich nur zum 1:2 (89.) verkürzen.

Spaniens Fußball-Meister Real Madrid ist nach der vierten Saisonniederlage praktisch aus dem Titelrennen: Nach der Führung Málagas durch Isco (49.) kamen die Gäste durch ein Eigentor von Sergio Sanchez (66.) zum Ausgleich; der frühere Bayern-Stürmer Roque Santa Cruz brachte Malaga mit seinem Doppelschlag innerhalb von drei Minuten (73./76.) wieder nach vorn. Karim Benzema machte es mit dem Anschlusstreffer (82.) noch einmal spannend; Mesut Özil und Sami Khedira konnten diesmal keine Akzente setzen. Nach dem letzten Spieltag des Jahres hat der FC Barcelona 49 Punkte auf dem Konto, neun Zähler mehr als Verfolger Atlético Madrid und 16 mehr als der Erzrivale Real Madrid.

Basketball-Bundesliga: Brose Baskets Bamberg hat sich in der Basketball-Bundesliga zum zwölften Saisonsieg gemüht. Der Spitzenreiter setzte sich am Samstag gegen die Telekom Baskets Bonn mit 92:78 (42:44) durch. Mit 24:4 Punkten führen die Bamberger die Tabelle vor EWE Baskets Oldenburg (22:10) und Alba Berlin (20:6), das am Freitag Oldenburg mit 81:89 unterlag, an. Bayern München wies Phoenix Hagen dank seiner geballten Offensivstärke mit 123:97 (63:50) in die Schranken, feierte den dritten Sieg mit mindestens 100 Punkten in Serie und hält weiter Kurs auf die Play-offs. Neben Chevon Troutman (29 Zähler) punkteten bei den Münchnern auch Tyrese Rice (25), Jared Homan (20) und Robin Benzing (14) zweistellig.

Fußball, England: Bayern Münchens nächster Champions League-Gegner FC Arsenal hat seinen Vormarsch in der Tabelle der Premier League fortgesetzt. Das Team mit den deutschen Fußball-Nationalspielern Per Mertesacker und Lukas Podolski gewann am Samstag mit 1:0 beim Tabellen-18. Wigan Athletic und schob sich vorläufig auf den dritten Rang hinter Manchester United und Manchester City. Mikael Arteta machte in der 60. Minute mit einem verwandelten Elfmeter den achten Saisonsieg für das schwach gestartete Team von Trainer Arsene Wenger perfekt. Die Londoner sind im Februar/März Gegner des FC Bayern im Achtelfinale der europäischen Königsklasse.

Fußball, Türkei: Der portugiesische Nationalspieler Raul Meireles ist vom türkischen Fußballverband TFF für elf Spiele gesperrt worden. Angeblich soll der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler von Fenerbahce Istanbul im Stadtderby gegen Galatasaray am vergangenen Sonntag den Schiedsrichter bespuckt und homophobe Äußerungen von sich gegeben haben. "Er hat nicht gespuckt", sagte Fenerbahces Präsident Abdullah Kigili, der auf eine Aufhebung der Sperre hofft. Auch Meireles' Nationaltrainer Paulo Bento nahm seinen Leistungsträger in Schutz. "Er ist ein Vorbild in Sachen Höflichkeit. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass er gespuckt haben soll", sagte Bento.

Fußball, Italien: Nationalstürmer Miroslav Klose hat mit Lazio Rom den Höhenflug in der italienischen Serie A fortgesetzt. Die Römer gewannen am 18. Spieltag 1:0 (1:0) bei Sampdoria Genua und rückten mit dem siebten Spiel ohne Niederlage in Folge auf den zweiten Tabellenplatz vor. Der bisherige Zweite Inter Mailand spielte gegen den FC Genua 1:1 (0:0) und rutschte noch hinter den AC Florenz (3:0 bei US Palermo) auf Rang vier ab. Spitzenreiter Juventus Turin hatte bereits am Freitagabend 3:1 (0:1) bei Cagliari Calcio gewonnen und hat acht Punkte Vorsprung auf Lazio. Im Stadio Luigi Ferraris erzielte der Brasilianer Hernanes den entscheidenden Treffer in der 28. Minute. Klose, zuletzt umjubelter Siegtorschütze beim 1:0 gegen Inter, spielte durch, war aktiv, aber glücklos und wurde in der Nachspielzeit ausgewechselt. Bei Sampdoria saß der deutsche U20-Nationalspieler Shkodran Mustafi, der seit Anfang November zu fünf Startelf-Einsätzen in der Liga kam, diesmal über 90 Minuten auf der Bank.

Fußball, Thailand: Der frühere Bundesliga-Trainer Winfried Schäfer ist mit Thailands Fußball-Nationalmannschaft im Finale der Südostasien-Meisterschaft gescheitert. Die "Kriegselefanten" gewannen zwar in Bangkok das Rückspiel gegen Singapur zwar mit 1:0 (1:0), die Gäste sicherten sich aber dank des 3:1-Hinspielsiegs zum dritten Mal den Titel. Thailand verlor zum dritten Mal bei den jüngsten vier Auflagen im Endspiel. 2010 war das Team blamabel unter dem einstigen englischen Weltklasse-Fußballer Bryan Robson in der Vorrunde gescheitert. 2011 hatte der frühere Karlsruher und Stuttgarter Trainer Schäfer das Team von Robson übernommen. Für den Weltranglisten-136. traf Kirati Keawsombut gegen die 18 Ränge schlechter platzierten Gäste zur Führung, danach drängte Thailand vergeblich auf den zweiten Treffer, der den Titel gebracht hätte.

Fußball, Frankreich: Mit seinem 18. Treffer im 16. Ligaspiel hat Superstar Zlatan Ibrahimovic den französischen Fußball-Erstligisten Paris St. Germain zur Herbstmeisterschaft geführt. Im letzten Spiel der Hinrunde gewann PSG bei Stade Brest mit 3:0 (0:0). Selbst mit einem Sieg könnten die Verfolger Olympique Lyon und Olympique Marseille wegen der deutlich schlechteren Tordifferenz das Pariser Starensemble nicht mehr von Platz eins verdrängen. Der schwedische Nationalstürmer Ibrahimovic, der als erster Spieler seit 1984 wieder 18 Tore in der Hinrunde erzielte, schoss seine überlegene Mannschaft in der 55. Minute auf die Siegerstraße. Kevin Gameiro (73.) und Bernard Mendy mit einem Eigentor (90.+2) markierten den Endstand.

Deutsche Nationalmannschaft: Wegen der beeindruckenden Vorstellungen der Bundesligavereine in der Champions League und der Europa League hat Teammanager Oliver Bierhoff die deutsche Fußball-Nationalmannschaft indirekt in die Pflicht genommen. "Durch die exzellenten Leistungen von Dortmund, Schalke 04 und dem FC Bayern München in der Champions League und den Durchmarsch der vier deutschen Clubs in der Europa League sind die Ansprüche an die Nationalmannschaft sicher zusätzlich gestiegen", sagte der 44-Jährige in einem Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus. Schon beim nächsten großen Turnier, der WM 2014 in Brasilien, traut der frühere Nationalstürmer daher der Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den ganz großen Wurf zu. "Natürlich wollen und können wir den Titel holen", versicherte Bierhoff. Seine optimistische Prognose begründet der Europameister von 1996 mit den "vielen hochbegabten, jungen Spielern", durch die das DFB-Team "enormes Potenzial" besitze. Zudem hätte die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw aus den Fehlern der Europameisterschaft in diesem Sommer gelernt, ebenso werde der internationale Konkurrenzkampf die Spieler noch zusätzlich beflügeln. Mit spielstarken Akteuren wie Mario Götze, Marco Reus oder Mesut Özil verfüge die Nationalelf laut Bierhoff über erhebliche taktisch-strategische Möglichkeiten. Dadurch könnte das DFB-Team bis zur WM 2014 in Brasilien "ein ganz neues System entwickeln, das die Erfolgsmodelle Spaniens oder des FC Barcelona ablösen kann." Ob er nach dem Abschluss der WM-Qualifikation und dann knapp zehnjähriger Arbeit als Teammanager die DFB-Auswahl weiter in dieser Position betreuen wird, ließ Bierhoff unterdessen noch offen. "Die Frage werde ich mir bis zum Abschluss der Qualifikation stellen müssen", sagte er: "Ich habe sie bis jetzt noch nicht für mich beantwortet."