Polizei beim Fußball Bremer Polizei schickt Rechnung an die Deutsche Fußball-Liga

Bremen verlangt, dass erhöhte Sicherheitsmaßnahmen von der DFL getragen werden (Symbolbild).

(Foto: dpa)

Zum zweiten Mal verlangt die Polizei in Bremen Geld für den Sicherheitseinsatz bei einem Fußballspiel. Sie hätte gerne mehr als 200 000 Euro von der DFL.

Die Bremer Polizei hat zum zweiten Mal eine Rechnung für einen Großeinsatz bei einem Bundesligaspiel an die Deutsche Fußball Liga (DFL) geschickt. Für die Partie von Werder Bremen gegen Borussia Mönchengladbach am 16. Mai 2015 soll die DFL nach übereinstimmenden Angaben der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung und der Neuen Osnabrücker Zeitung einen Betrag von 227 458,03 Euro zahlen. Ob und wann der Fußball-Dachverband die Rechnung begleicht, ist derzeit völlig offen. Bremen ist das erste Bundesland, das eine Kostenbeteiligung für außergewöhnliche Polizeieinsätze fordert.

Bereits im Vorjahr hatte die Bremer Polizei einen Gebührenbescheid über 425 718,11 Euro an die DFL verschickt. Dabei ging es um das als Risikospiel eingestufte Nord-Derby zwischen Werder und dem Hamburger SV. Die DFL hat gegen die Rechnung Widerspruch eingelegt, beide Parteien wollen alle juristischen Mittel ausschöpfen.

Bremens Senat und der Ressortleiter Inneres und Sport begründeten das Vorgehen damals wie folgt: Wenn ein Ereignis teureren Schutz als üblich verlangt, weil zum Beispiel besonders viele Hooligans erwartet werden, dann müsse sich ein Verband wie die DFL finanziell an dem erweiterten Aufwand beteiligen, statt den klammen öffentlichen Haushalt noch weiter zu belasten.