Von Lars Spannagel

Für den FC Bayern treffen wieder einmal Toni und Klose, während die Gladbacher Stürmer auch beste Chancen vergeben. Rensing reagiert mehrmals stark.

Lange Zeit war kaum ein Unterschied zu sehen. In der ersten Hälfte hielt der Spitzenreiter der zweiten Liga, Borussia Mönchengladbach, gegen der Tabellenführer der ersten gut mit. Ehe mit Luca Toni sich dann doch die Qualität der Bayern gegen den Kampfeswillen der Borussia durchsetzte: Durch zwei Tore des Italieners und eines von Miroslav Klose siegte der FC Bayern in der zweiten Runde des DFB-Pokals gegen die Borussia mit 3:1. "Gladbach hat sich hier als eine Mannschaft präsentiert, die auch in der ersten Liga mitspielen könnte", sagte Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld anerkennend.

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Wieder einmal das erste Tor: Luca Toni. (© Foto: AP)

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Im Vorfeld der Partie hatte Marcell Jansen im Mittelpunkt gestanden. Der Nationalspieler hat 14 seiner erst 21 Jahre im Trikot der Borussia verbracht, im Sommer wechselte er für rund zehn Millionen Euro an die Isar. Die mitgereisten Gladbacher Fans waren durchaus gewillt, den Abtrünnigern auszupfeifen. Allerdings war dazu kaum Gelegenheit - Jansen spielte den Ball meist so schnell weiter, dass es sich für die Gästefans kaum lohnte, die klammen Finger zum Pfeifkonzert in den Mund zu nehmen. Jansen hatte vor dem Anpfiff noch via Videoleinwand sein Lebensmotto verkündet: "Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich verdienen." Das kam nicht so gut an bei den Fans des Zweitligisten.

Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld hatte im Sturm zunächst auf Miroslav Klose verzichtet und Lukas Podolski an die Seite von Luca Toni gestellt. Podolski rechtfertigte diesen Schachzug nicht, seine einzige auffällige Szene hatte er bei einem Kontersprint mit Ball über 60 Meter, an dessen Ende er Christoph Heimeroth im Tor der Gladbacher anschoss. Immerhin - den schnurgeraden Laufweg beherrschte Podolski. Nach 20 Minuten schickte Hitzfeld Miroslav Klose zum Warmlaufen. Allerdings nicht, um Podolski unter Druck zu setzen - Toni war kurz angeschlagen, konnte aber weiterspielen.

So musste Klose zunächst weiter zuschauen, genauso wie der Held der Bayern aus der ersten Pokalrunde. Oliver Kahn, der den FC Bayern im Elfmeterschießen in Burghausen vor der Blamage bewahrt hatte, durfte nach seiner Ellbogenoperation immer noch nicht zurück zwischen die Pfosten. Und musste mit ansehen, wie sein Vertreter Michael Rensing in der ersten Hälfte mehrmals in Gefahr geriet. Erst strich ein Weitschuss von Marko Marin knapp am Pfosten vorbei, dann musste sich Rensing strecken, um einen Schuss durch Patrick Paauwe aus dem Winkel zu fischen. Wenige Minuten vor der Pause rettete der Bayern-Torwart gegen Oliver Neuville, den erneut Marin schön freigespielt hatte.

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