Olympische Spiele in Peking 1104 Raketen für gutes Wetter

Die Wetterstationen in Peking kündigten zur Eröffnungsfeier ein Gewitter an. Da setzten die Organisatoren ihre Wettermacher ein.

Mit ihrem bisher größten Einsatz haben Chinas "Regenmacher" die Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele in Peking vor einem drohenden Gewitter bewahrt. Wie erst am Samstag bekannt wurde, feuerten chinesische Wetterspezialisten 1104 Raketen mit Silberjodid von 21 Stellen in die Regenwolken, die sich bedrohlich dem Nationalstadion mit 91.000 Gästen näherten.

Indem die Wolken außerhalb Pekings künstlich zum Abregnen gebracht wurden, konnte die Gefahr gebannt werden, wie die Nachrichtenagentur Xinhua berichtete.

Bei einer Luftfeuchtigkeit von 90 Prozent hatten die Meteorologen eindringlich vor Unwettern gewarnt. "Unter diesen Bedingungen hätte eine kleine Blase in den Wolken Regen auslösen können - ganz zu schweigen von Blitzschlag", sagte Guo Hu, der Chef des Pekinger Wetteramtes, der Nachrichtenagentur Xinhua. Der Einsatz der "Regenmacher" begann schon am Nachmittag um 16 Uhr.

Die Gefahr spitzte sich kurz nach dem knapp einstündigen spektakulären Showteil mit 14.000 Darstellern im Nationalstadion zu, als gerade die Mannschaften aus 204 Ländern einliefen. Das Wetteramt schlug um 21.35 Uhr Ortszeit (15.35 Uhr MESZ) Gewitteralarm und warnte vor heftigen Regenfällen in Peking innerhalb von nur einer Stunde. Erst um 22.42 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden, nachdem der Einsatz der "Regenmacher" erfolgreich war. Die vierstündige Feier endete nach Mitternacht.

Regenfälle galten schon im Vorfeld als größte Gefahr für die rauschende Inszenierung, mit der die Stadiongäste und geschätzte vier Milliarden Zuschauer vor den Fernsehschirmen weltweit auf eine monumentale Zeitreise durch mehrere tausend Jahre chinesischer Geschichte bis in die Moderne genommen worden waren.

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