Russland zu stark für Volleyballer
Olympia-Nachrichten in Kürze / / Veröffentlicht am , im OlympiatickerAnzeige
Zu stark: Der russische Block gegen Marcus Bohme.
(Foto: AFP)Volleyball, Männer: Die deutschen Volleyballer haben ihr Auftaktmatch gegen Gold-Favorit Russland verloren. Der Weltliga-Gewinner des vergangenen Jahres war am Sonntag beim 3:0 (31:29, 25:18, 25:17) eine Nummer zu groß für das Team von Trainer Vital Heynen. Deutschland steht in der starken Gruppe B weiter unter Erfolgsdruck und muss nun am Dienstag gegen Olympiasieger USA versuchen, den notwendigen Sieg gegen ein Schwergewicht einzufahren. Sonst droht das Aus bereits vor dem Viertelfinale. Weitere Gegner in der Vorrunde sind Europameister Serbien, Außenseiter Tunesien und Weltmeister Brasilien. Die besten vier Teams ziehen ins Viertelfinale ein. Die Russen bekommen es als nächstes mit Weltmeister Brasilien zu tun.
Doping: Den Olympischen Spielen in London droht der zweite Dopingfall. Die usbekische Turnerin Luisa Galiulina wurde wegen eines positiven Dopingtests vorläufig von den Wettbewerben ausgeschlossen. Das gab das Internationale Olympische Komitee (IOC) am Sonntag bekannt. Bei der 20-Jährigen wurde am vergangenen Mittwoch bei einer Trainingskontrolle das verbotene Diuretikum Furosemid gefunden, das als maskierendes Mittel für Dopingsubstanzen benutzt wird. Das Ergebnis der B-Probe steht noch aus. Zuvor war der albanische Gewichtheber Hysen Pulaku positiv auf das anabole Steroid Stanozolol getestet worden. Er wurde am Samstag als erster Athlet wegen Dopings von den Spielen in London ausgeschlossen.
Schießen, Skeet: Als erste Athletin des Deutschen Schützen-Bundes hat Christine Wenzel ein Finale in London erreicht. Die Bronzemedaillengewinnerin von Peking 2008 zog am Sonntag in der Wurftauben-Disziplin Skeet als Fünfte mit 68 Treffern in den Endkampf der besten Sechs ein. Die Amerikanerin Kimberly Rhode stellte in der Qualifikation mit 74 Treffern einen olympischen Rekord auf.
Schießen, Luftpistole: Die Chinesin Guo Wenjun hat wie schon bei den Olympischen Spielen in Peking Gold mit der Luftpistole gewonnen. Die 28-Jährige entschied das Finale in London mit 488,1 Ringen für sich, wobei sie sich mit dem zehnten Schuss noch an die Spitze setzte. Dahinter verpasste es Celine Goberville, als erste Französin mit dieser Waffe Olympiagold zu gewinnen. Die 26-Jährige setzte sich im Stechen gegen die Ukrainerin Jelena Kostewitsch durch. Beide hatten zuvor jeweils 486,6 Ringe erzielt.
Munkhbayar Dorjsuren aus München bei ihrer sechsten Olympia-Teilnahmne und Claudia Verdicchio-Krause aus Buchheim verpassten in der Qualifikation in den Royal Artillery Barracks klar den Sprung ins Finale der besten Acht. Die 43 Jahre alte Dorjsuren, die schon zweimal Olympiabronze mit der Sportpistole gewonnen hat, kam mit 378 Ringen auf Platz 25, während sich Verdicchio-Krause mit 380 Ringen und Platz 20 zufrieden geben musste.
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Fechten Säbel: Im Achtelfinale des olympischen Säbelturniers kommt es zwischen den Dormagener Fechtern Nicolas Limbach und Benedikt Wagner zum deutschen Duell. Medaillen-Mitfavorit Limbach besiegte am Sonntag in der Runde der besten 32 den Polen Adam Skrodzki mit 15:8. Anschließend setzte sich Wagner gegen den Brasilianer Renzo Agresta mit 15:6 durch. Bei den Spielen 2008 in Peking war Limbach im Achtelfinale ausgeschieden und hatte den neunten Platz belegt. Für Wagner ist London die Olympia-Premiere.
Judo: Romy Tarangul ist früh gescheitert. Die 24-Jährige aus Frankfurt/Oder verlor am Sonntag ihren zweiten Kampf in der Gewichtsklasse bis 52 Kilogramm gegen die Italienerin Rosalba Forciniti und schied damit vorzeitig aus. Bereits am Samstag war Judo-Leichtgewichtler Tobias Englmaier gleich in seinem ersten Kampf ausgeschieden. In den kommenden Tagen schickt der Deutsche Judo-Bund (DJB) noch neun weitere Athleten ins Medaillenrennen. Chancen auf Edelmetall werden vor allem Peking-Olympiasieger Ole Bischof und Schwergewichtler Andreas Tölzer zugerechnet.