Deutschland überholt Russland im ewigen Medaillenspiegel, der schwedische Biathlet Björn Ferry gewinnt Gold in der Verfolgung, die Alpin-Wettbewerbe erneut verschoben.
Deutschland ist nach dem Olympiasieg von Biathletin Magdalena Neuner die erfolgreichste Nation bei Winterspielen. Im ewigen Medaillenspiegel aller Winterspiele seit 1924 zog Deutschland am Dienstag mit 120 Gold-, 119 Silber- und 95 Bronzemedaillen an den bisher führenden Russen (120/87/87) vorbei. Berücksichtigt ist dabei sämtliches Edelmetall der DDR-Mannschaft zwischen 1964 und 1988 sowie die Erfolge der UdSSR bis 1988 bzw. der GUS 1992. Mit deutlichem Abstand folgt Norwegen mit 98 Olympiasiegen.
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Curlerin Kristie Moore. (© Foto: AP)
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Rundlich ist die kanadische Curlerin Kristie Moore zu den Wettkämpfen angereist. Sie ist im fünften Monat schwanger. Ob das ein Rekord für eine Olympia-Teilnehmerin ist, haben die Statistiker zunächst nicht herausgefunden. Tatsache ist, dass Curlen mit Babybauch in der Familie liegt. Moores Mutter frönte dem Sport, als sie Kristie erwartete und davor, als Sohn Chad unterwegs war. Erst eine Woche vor der Geburt legte sie eine Pause ein.
Der Schwede Björn Ferry hat bei den Olympischen Winterspielen das Verfolgungsrennen der Biathleten gewonnen. Ersetzte sich in Whistler über 12,5 Kilometer vor dem Österreicher Christoph Sumann durch. Sprint-Olympiasieger Vincent Jay aus Frankreich holte Bronze. Michael Greis aus Nesselwang kam als bester Deutscher auf den fünften Rang. Der Dreifach-Olympiasieger von 2006 stürmte vom 21. Platz im Sprint noch weit nach vorne, konnte in die Medaillenvergabe aber nicht mehr eingreifen. Andreas Birnbacher lief vom Sprint-Platz 23 auf Rang 13 vor.
Der zweimalige Olympiasieger USA hat das größte Eishockey-Spektakel der Geschichte mit einem souveränen Auftaktsieg eröffnet. Der Weltranglisten-Fünfte gewann gegen die Schweiz mit 3:1 (1:0, 2:0, 0:1) und untermauerte seine Ambitionen auf eine Medaille.
Snowboarderin Maelle Ricker hat das zweite Gold für Kanada bei den Olympischen Winterspielen in Vancouver gewonnen. Die 31 Jahre alte Lokalmatadorin setzte sich im Cross-Finale vor der Französin Deborah Antonioz und der Schweizerin Olivia Nobs durch. Deutsche Läuferinnen waren nicht am Start.
Die für Dienstag angesetzte Super-Kombination der alpinen Ski-Herren bei den Olympischen Winterspielen ist verschoben worden. Das teilte das Organisationskomitee in Vancouver am Dienstagmorgen (Ortszeit) mit. Grund sind heftiger Schneefall und milde Temperaturen in Whistler. Die Super-Kombination war bereits vom vergangenen Sonntag auf diesen Dienstag verschoben worden. Nun soll das Rennen am Freitag gestartet werden. Der Super-G, der an diesem Tag hätte stattfinden sollen, wurde auf Sonntag anstelle des Riesenslaloms verschoben. Die Medaillen im Riesenslalom werden laut Plan am kommenden Dienstag vergeben. Das für Dienstag im Bergort Whistler angesetzte Abfahrtstraining der Damen wurde ebenfalls gestrichen.
Die Organisatoren der Olympischen Winterspiele haben erneut Tausende Eintrittskarten wegen Sicherheitsbedenken für ungültig erklärt. Bei den Snowboard- und Freestyle-Events werden die unbefestigten Stehplatzbereiche nicht geöffnet. Insgesamt sind 28.000 Fans betroffen, dem OK entsteht ein Schaden in Höhe von 1,4 Millionen kanadischen Dollar (979.000 Euro). "Es ist einfach zu gefährlich", sagte die zuständige Vizepräsidentin des Organisationskomitees Vanoc, Caley Denton. "Wir haben alles getan, um so etwas zu verhindern, aber es war leider nicht möglich, den Bereich zu sichern. Die Besitzer werden selbstverständlich automatisch entschädigt."
89.500 kanadische Dollar (63.000 Euro) für vier Tickets zum Eishockey-Endspiel der Männer: Diesen astronomischen Preis zahlte ein Bieter auf der Ticket-Auktions-Webseite des Olympia-Organisationskomitees (VANOC). Aber keine Sorge: Wer sich das finale Vergnügen dieser Winterspiele am 28. Februar noch gönnen will, der findet auf der Webseite auch noch immer Karten für 2500 Dollar (1750 Euro).
Der Zuschauertransport im Whistler Olympic Park, wo die Nordischen Disziplinen stattfinden, verlief auch am ersten Olympia-Wochenende nicht optimal. Nach Abschluss der Wettbewerbe im Skispringen und Biathlon mussten Olympia-Fans stundenlang ungeschützt im strömenden Regen ausharren, ehe ein Bus sie zurück ins 30 Minuten entfernte Whistler brachte. "Die Wettbewerbe waren fantastisch. Aber so lange im Regen stehengelassen zu werden, mit verärgerten Leuten überall, das trübt mein Olympia- Erlebnis sehr", meinte Besucherin Sheilagh Cordingley.
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(sueddeutsche.de/dpa/sid/dop)
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