In dieser starken Phase der Berliner fiel der Treffer der Nürnberger: Wieder wetzte Esswein die Linie hinab, doch diesmal suchte er keinen Mitspieler. Er prügelte den Ball aus 22 Metern an den Kopf eines Berliner Spielers, von dort aus flog das Spielgerät in die rechte untere Ecke.

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In der zweiten Halbzeit gab es zunächst einen Wettbewerb, welche Mannschaft die meisten Fehlpässe, hoch nach vorne geprügelte Bälle und Querschläger in der eigenen Spielhälfte schaffte (Berlin gewann die Gesamtwertung knapp). Dann erinnerten sich die Nürnberger daran, dass es für dieses skurrilen Wettbewerb keine Punkte geben würde - und inszenierten lieber wieder Angriffe.

Zunächst legte Eigler schön auf Pekhart (61.), doch der schob den Ball aus sieben Metern an den rechten Fuß von Kraft. Dann schoss Pekhart ein Tor - doch der Schiedsrichter verweigerte zurecht wegen Abseits die Anerkennung (65.). Dann hörten die Nürnberger wieder auf mit gefährlichen Angriffen.

Die Berliner dagegen schienen recht zufrieden zu sein mit diesem knappen Rückstand - anders ist kaum zu erklären, dass die Mannschaft in der zweiten Halbzeit nur zwei Mal aufs Tor schoss, und das innerhalb weniger Sekunden. Cohen warf sich jeweils in die Versuche und bugsierte das Spielgerät schließlich ins Aus. Roman Hubnik lupfte noch einmal - doch sein Versuch aus elf Metern ging eher kläglich neben das Tor.

Kurz vor Schluss erzielte Dominic Maroh dann das 2:0: Der Ball flog nach einem Freistoß durch den Strafraum - und weil ihn keiner berühren wollte, hielt Maroh am langen Pfosten den rechten Fuß hin und stubste das Spielgerät über die Linie.

"Wir haben sehr stabil gestanden und wenig zugelassen - das war schon in Ordnung", sagte Nürnbergs Trainer Dieter Hecking, "wir haben die Konsequenz gehabt, aus unseren Chancen die Tore zu machen. Es geht nur so wie heute." Berlins Patrick Ebert sagte: "Wir haben eigentlich ein ordentliches Spiel auswärts gemacht, haben aber vergessen, ein Tor zu schießen. Aber wir haben in der Hinrunde 20 Punkte geholt und werden versuchen, auch in der Rückrunde 20 Punkte zu holen."

Man wird sich an diese Partie in Nürnberg vielleicht doch erinnern. Sollte der Verein auch in der kommenden Saison 34 Bundesliga-Partien absolvieren dürfen, dann werden die treuesten Anhänger beim 2000. Spiel berichten: von damals, von dieser legendären 1000. Partie und von Essweins Hammer, der in diesen Erzählungen natürlich aus 40 Metern erfolgte und im rechten Kreuzeck einschlug.

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  1. Ein Jubiläum zum Vergessen
  2. Sie lesen jetzt Berlin zufrieden mit dem Rückstand
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(SZ.de/bero)