Nordkorea bei den Spielen Vereint auf Olympia-Eis

In den kommenden Tagen wird die Teilnahme Nordkoreas an den Winterspielen in Südkorea genauer besprochen. Aufsehen erregt dabei eine konkrete Idee: Die beiden verfeindeten Nationen könnten eine gemeinsame Mannschaft im Frauen-Eishockey stellen.

Gastgeber Südkorea und Nordkorea wollen vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang offenbar Gespräche über ein gemeinsames Team für den Wettbewerb im Frauen-Eishockey führen. Das berichtet der Branchendienst insidethegames. Demnach ist dies eines von mehreren Themen beim Gipfeltreffen von Vertretern beider Staaten am 20. Januar beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) in Lausanne. Bei den Winterspielen (9. bis 25. Februar) sollen angeblich drei bis acht Spielerinnen aus Nordkorea in das südkoreanische Aufgebot aufgenommen werden. Bislang haben sich sportlich aus dem Norden nur die Paarläufer Ryom Tae-ok und Kim Ju-sik qualifiziert.

Am Mittwoch hatte das IOC den Termin für das Gipfeltreffen zu den Details einer Teilnahme Nordkoreas an den Spielen bekannt gegeben. Aus beiden koreanischen Staaten werden die Präsidenten der Nationalen Olympischen Komitees, hochrangige Regierungsmitglieder und die IOC-Mitglieder sowie eine Delegation des Organisationskomitees teilnehmen. Seit vergangener Woche bestehen bilaterale Kontakte zwischen den Staaten zur Wegbereitung einer Teilnahme Nordkoreas. Der Norden hatte zuvor seine grundsätzliche Bereitschaft zur Entsendung von Aktiven zu den Wettbewerben signalisiert. In Lausanne wird auch über die Auswahl von Hymne und Flagge diskutiert. Südkorea hatte angeregt, dass die verfeindeten Staaten bei Eröffnungs- und Abschlussfeier gemeinsam auftreten. Dies war auf olympischer Bühne zuletzt 2006 bei den Winterspielen in Turin der Fall.