Niederlage in Toronto Serena Williams spielt "ziemlichen Müll"

Enttäuschung bei Serena Williams - die US-Amerikanerin muss ihre zweite Niederlage im Jahr 2015 einstecken.

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Belinda Bencic bringt der Amerikanerin in Toronto die zweite Niederlage in diesem Jahr bei. Novak Djokovic trifft im Finale von Montréal auf Andy Murray. Der Schalker Matija Nastasic fällt monatelang aus.

Tennis, Serena Williams: Durch ihre erst zweite Niederlage in diesem Jahr hat die Tennis-Weltranglisten-Erste Serena Williams das Endspiel beim WTA-Turnier in Toronto verpasst. Die Amerikanerin verlor am Samstag (Ortszeit) 6:3, 5:7, 4:6 gegen die Schweizerin Belinda Bencic. Die 18-Jährige trifft im Endspiel auf die Weltranglisten-Dritte Simona Halep aus Rumänien.

Bencic ist die jüngste Spielerin seit der damals 17-jährigen Russin Maria Scharapowa im Jahr 2004, die Williams bezwingen konnte. "Ich kann nicht beschreiben, was ich fühle", sagte Bencic nach der 2:28 Stunden langen Partie, in der sie am Anfang von der Atmosphäre überwältigt schien, dann aber ins Spiel fand. Williams verkürzte nach einem 1:5-Rückstand im letzten Satz zwar noch auf 4:5 gegen die Nummer 20 der Welt, konnte das Aus aber nicht mehr verhindern. "Ich habe ziemlichen Müll gespielt", räumte die 33-Jährige ein. Williams hat in dieser Saison alle bisherigen drei Grand-Slam-Turniere gewonnen und will auch bei den US Open triumphieren, die in zwei Wochen in New York beginnen.

Tennis, Novak Djokovic: Wimbledonsieger Novak Djokovic greift beim ATP-Turnier in Montréal nach seinem 25. Masterstitel. Der Serbe gewann sein Halbfinale gegen Jeremy Chardy 6:4, 6:4. Djokovic blieb auch im zehnten Vergleich mit dem Franzosen ohne Satzverlust. Im Finale bekommt es der Weltranglistenerste mit Andy Murray zu tun. Der Brite setzte sich gegen Kei Nishikori aus Japan in einem rund einstündigen Match mit 6:3, 6:0 durch.

Murray wird durch seinen Finaleinzug in der am Montag erscheinenden Weltrangliste auf Rang zwei vorrücken und Roger Federer verdrängen. Djokovic hat in diesem Jahr von 55 Matches nur drei verloren. Der 28-Jährige triumphierte bei den Australian Open, in Indian Wells, Miami, Monte Carlo, Rom und Wimbledon. Niederlagen kassierte er in Doha gegen den Kroaten Ivo Karlovic, in Dubai gegen Roger Federer und im Finale der French Open gegen Stan Wawrinka.

Skispringen, Courchevel: Skisprung-Weltmeister Severin Freund hat beim Sommer-Grand-Prix seinen zweiten Sieg innerhalb von 24 Stunden gefeiert. Einen Tag nach seinem Triumph im französischen Courchevel flog der 27-Jährige auch in Einsiedeln/Schweiz allen davon. Nach insgesamt vier Wettbewerben übernahm der Niederbayer zudem die Führung in der Gesamtwertung. Freund sprang zweimal auf 113,5 m und gewann mit 260,8 Punkten knapp vor seinem Dauerrivalen Peter Prevc aus Slowenien (260,3). Dritter wurde der polnische Doppel-Olympiasieger Kamil Stoch (257,2). Andreas Wellinger (Ruhpolding/254,3) fiel im zweiten Durchgang noch vom dritten auf den siebten Rang zurück. Freund war schon am vergangenen Wochenende in Hinterzarten auf Platz zwei gesprungen.

Bundesliga, FC Schalke 04: Der FC Schalke 04 muss in der Fußball-Bundesliga mehrere Monate auf Matija Nastasic verzeigen. Der Verteidiger hat beim 3:0-Sieg in Bremen einen Achillessehnenriss erlitten. Er wurde noch am Samstagabend operiert. Der Eingriff verlief nach Angaben des Vereins erfolgreich.

Reitsport, Andrasch Starke: Der deutsche Jockey Andrasch Starke hat seinen ersten Galoppsieg in den USA gefeiert. Im Sattel des fünf Jahre alten Lucky Speed gewann er am Samstag die St. Leger Stakes in Arlington. "Ich bin sehr glücklich", sagte Starke. "Heute hat alles gepasst, und es hat sich gezeigt, dass es richtig war, mit ihm nach Amerika zu gehen." Lucky Speed siegte auf der 3017 Meter langen Strecke in Bahnrekordzeit.