SZ: Sie verdienen 900000 Dollar pro Saison. Als Sie den Vertrag vergangene Spielzeit abgeschlossen haben, hieß es, Sie hätten sich schlecht verkauft. Mit Ihren Qualitäten könnten Sie fast das Doppelte verdienen.

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Schubert: Für mich sind 900000 Dollar in Ordnung. Natürlich schaut jeder aufs Geld. Aber ich bin zufrieden, jetzt habe ich noch zwei Jahre Vertrag, und dann schaun mer mal.

SZ: Vergangene Saison waren Sie einer von nur fünf Spielern in der NHL, die Stürmer und Verteidiger gespielt haben. Das spricht für Sie.

Schubert: Ja, ist doch ganz okay, würde ich sagen. Jetzt darf ich aber endlich durchgehend Verteidiger spielen. Das wollte ich immer. Ich habe zum General Manager gesagt: Bitte, tu mir einen Gefallen, gib mir eine Chance, länger mal Verteidiger zu spielen. Da hat er gesagt: Okay, hast Recht.

SZ: Sie sollen den härtesten Schlagschuss im Team haben.

Schubert: Nein! Letztes Mal war ich nur Zweiter! Mike Fisher hat eine Kanone rausgehauen, die war unglaublich, drei km/h mehr als ich, 173 hatte er, glaube ich. Beim schnellsten Läufer bin ich vor zwei Jahren Zweiter geworden, dieses Mal nur Dritter. Verdammt.

SZ: Eine Ihrer Stärken ist Ihre körperliche Robustheit: Sie hatten vergangene Saison 189 Checks, damit waren Sie in den Top zwanzig in der Liga. . .

Schubert: . . . fünfzehn. Aber es ist nicht so, dass ich nach dem Spiel auf dem Spielberichtsbogen nachschaue, wie viele Checks ich hatte. Es gibt aber solche: Die werden dann sauer, wenn da statt sechs nur vier steht. Aber zu den Checks: Die gehören zu meiner Spielweise dazu.

SZ: Bei Fights, Boxkämpfen, die in der NHL zum Spiel dazugehören, sind Sie eher zurückhaltend - einen aber gab es vergangene Saison.

Schubert: Oh ja. Gegen Chris Gratton, damals Florida. Ganz ehrlich: Ich bin keiner, der boxt. Aber der hat mich gepackt, puh, hat der mich gepackt. Ich glaub', ich hab mich ganz wacker geschlagen.

SZ: Was ist Ihr Ziel für die kommende Spielzeit?

Schubert: Verteidiger zu bleiben, die ganze Saison. Und dass die sagen: Auf den Schubi ist Verlass.

SZ: Und der Stanley Cup?

Schubert: Der kommt schon noch nach München. Wenn wir ihn gewinnen, darf ja jeder den Cup 24 Stunden behalten.

SZ: Was würden Sie dann machen?

Schubert: Der Schloder Alois (ehemaliger Sportamtsleiter der Stadt Landshut, d.Red.) hat schon gesagt, er sperrt dann zum ersten Mal seit Jahrzehnten den Rathausbalkon in Landshut auf. Dann muss ich noch nach Straubing fahren, zu meinen Eltern. Und natürlich zum Ude. Da leih ich mir dann 'nen Ferrari aus, ich darf ja keine Zeit verlieren.

SZ: Vor zwei Jahren waren Sie ja nah dran, da hat Ottawa erst im Finale gegen Anaheim verloren.

Schubert: Ja, und da war hier schon alles geplant. Aber das klappt schon noch.

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(SZ vom 28.08.2008/JBe)