Dirk Nowitzki hat nie viel auf die Meinung von Experten gegeben. Nach dem Ausscheiden wird er sich selbst die größten Vorwürfe machen.
8 Punkte. Zwei Treffer bei 13 Versuchen aus dem Feld. Null von sechs aus der 3-Punkte-Distanz. Diese Zahlen werden Dirk Nowitzki lange verfolgen. Es sind seine Statistiken aus dem sechsten Spiel der Playoff-Serie gegen die Golden State Warriors, das Dallas klar mit 86:111 verlor und so eine verheißungsvolle Saison wegwarf.
Alles ist am Ende: Nowitzki nach der Niederlage gegen Golden State. (© Foto: Reuters)
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Es sah alles danach aus, als würde Nowitzki mit seinen Dallas Mavericks die Schmach der letztjährigen Finalniederlage gegen die Miami Heat vergessen machen können. Dallas wirkte während der regulären Saison wie ein gefestigtes Team, mit einem unangefochtenen Anführer Dirk Nowitzki. Die Statistiken stimmten: 67 Siege gegenüber 15 Niederlagen, bei fast 25 Punkten und knapp neun Rebounds im Schnitt von Nowitzki. Diese Zahlen werden verblassen.
Denn selbst im statistikverliebten US-Sport sind Titel die einzig wirklich harte Währung. In der Vergangenheit sind Nowitzkis Fähigkeiten als Sieger angezweifelt worden. Seine Kritiker werden sich bestätigt fühlen. Er tauche ab, wenn es wichtig wird, hatte es oft geheißen. Er sei zu weich, mental nicht stark genug, hatte ihm Miamis Dwayne Wade vorgeworfen. Wade ist dieses Jahr ebenfalls ausgeschieden, schon vor Nowitzki. Aber er hat schon einen Titel.
Der 28-jährige Würzburger hat nie großen Wert auf persönliche Ehrungen gelegt. Immer wieder betonte er dieses Jahr, dass ihm der MVP-Titel egal sei, solange seine Mavericks nur die ersehnte Meisterschaft holten. Im fünften Spiel der Serie gegen die Warriors konnte Nowitzki seine Mannschaft in den letzten Minuten noch einmal retten, in Spiel Sechs gelang ihm gar nichts. Es wird ihm unendlich weh tun, zusehen zu müssen, wie die Saison weitergeht - ohne ihn.
In der deutschen Nationalmannschaft hat Nowitzki oft genug bewiesen, dass er ein Team tragen kann, in der entscheidenden Phase da ist, Verantwortung übernimmt. Und trifft. Auch in der NBA hat er begeisternde Spiele (nicht zuletzt in den Playoffs) abgeliefert. Trotzdem ist ihm der Ruf eines Zögernden anhaften geblieben. Golden States Trainer Don Nelson hatte ein Rezept gefunden, um Nowitzki zu stoppen. Der Don Nelson, der als erster Nowitzkis wahres Potential sah und ihn aus Würzburg nach Dallas holte. Aber das Nelson Nowitzkis Spiel in- und auswendig kennt, kann keine Entschuldigung für das Ausscheiden sein. Das weiß Dirk Nowitzki selbst am Besten.
Auch andere wirklich große Basketballer haben ihre Karrieren ohne Titel beenden müssen: Charles Barkley, Karl Malone. Barkley hat es nie verwunden, keinen Meisterschaftsring an seiner Hand zu tragen. Dirk Nowitzki wird dieses Jahr 29 Jahre alt, er kann noch einige Jahre auf höchstem Niveau spielen. Es ist ihm zu wünschen, dass er die sechs Spiele gegen Golden State vergessen kann, dieses Gefühl von schier unzähligen wuseligen Warriors umzingelt und gehetzt zu sein. Sonst wird es am Ende seiner NBA-Karriere über ihn heißen: Er war ein großartiger Spieler - aber kein großer Sieger.
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Sehr guter Beitrag, mich würde auch mal interessieren welcher deutsche Basketballer denn dann in enkers sicht Deutschlands Basketball würdig vertritt...
aber wie gesagt, dieser Typ ist schon öfter hier durch unqualifizierte Bemerkungen aufgefallen, also lassen wir ihn einfach weiter in seiner eigenen Welt leben.
Ich hoffe jedenfalls dass die Mavs jetzt nicht alles über den Haufen schmeißen, va das Team nur punktuell verstärken, und dann im nächsten Jahr nochmal angreifen.
Und für alle, die Dirk jetzt nur als Versager sehen, schaut euch doch mal Spiel 7 an der Serie gegen die Spurs vor einem Jahr, da hat Dirk, wenn man so viel, das Ganze allein gewonnen...
[ironiemodusan]
Vielleicht ist dieser user enker ein Insider. Soweit ich gehört habe, soll die Spielergewerkschaft der Deutschen Basketballspieler in der NBA (GBPNBA) einstimmig, Nowitzki den Austritt nahe gelegt haben. Alle in Amerika spielenden Deutschen, fühlen sich wie schon vom Fachmann e. bereits erwähnt, durch Medienikone Dirk N. aus Wü verraten und verkauft!
Gott sei Dank haben wir noch die Ein oder Andern Basketballstar in der Hinterhand, der Basketballdeutschland repräsentieren kann....
... und wenn der Ball nicht in den Korb springt, dann schwallen und provozieren wir noch heute....
[ironiemodusaus]
"zum wiederholten mal demütigt er basketballdeutschland"????
Alter, deine Kommentare hier waren ja noch nie ein Ausbund an Intelligenz, aber diese Aussage übertrifft alles. Überleg bitte mal wem die ganzen Erfolge des deutschen Teams in den letzten Jahren gehören (Bronze WM2002, Silber EM 2005). Dirk hat in der Serie wirklich sehr bescheiden gespielt und muss sich das Ausscheiden auch zum größten Teil selber ankreiden. Dennoch ist er der erste Deutsche der MVP wird (und erster Europäer überhaupt) und wird auch von ESPN als bester "Ausländer" momentan in der NBA geführt (noch vor Duncan in dieser Liste) und du stellst ihn als demütigend dar....
mann, mann, jedem seine Meinung, aber deine Kommentare hier sind echt nicht auszuhalten
wäre ein passenderer Titel gewesen. Zum wiederholten mal dem demütigt er Basketballdeutschland. Es wäre nicht so tragisch, würde er nicht ständig von deutschen Fans und Medien zur Ikone hochstilisiert.
nicht mal der erste MVP, der in der 1. Runde der Playoffs ausscheidet. Moses Malone schaffte das zweifach, holte sich danach allerdings auch den RIng....
Ob D es schafft bleibt abzuwarten, vielleicht sollte er wirklich mal das Team wechseln.
Paging