NBA Nowitzki motzt nach Debakel

Schmerzhafte Niederlage für Dirk Nowitzki (links im Bild) und die Dallas Mavericks.

(Foto: AP)

Der Basketballer verliert nach einer weiteren Pleite der Dallas Mavericks die Beherrschung. Nach drei Jahren kehrt Oliver Kreuzer zum Karlsruher SC zurück.

Basketball, Nowitzki-Krise: Nach dem nächsten Debakel für die Dallas Mavericks ist Dirk Nowitzki der Kragen geplatzt: "Wir müssen besser werden. Wir haben nicht genug dafür getan, um konkurrenzfähig zu sein", schimpfte der deutsche Ausnahmespieler nach dem deutlichen 90:128 (38:72) seines Teams am Freitag (Ortszeit) bei den Cleveland Cavaliers.

Nach der achten Pleite in Serie bleibt der NBA-Champion von 2011 mit zwei Siegen und 13 Niederlagen das schlechteste Team in der nordamerikanischen Profiliga. Mit 15 Punkten und sechs Rebounds in 27 Minuten war der Würzburger immerhin noch der beste Schütze in einer ansonsten völlig überforderten Mannschaft. "Eine schreckliche Leistung von uns", analysierte Mavs-Trainer Rick Carlisle.

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Cleveland spazierte mit seinem Top-Trio LeBron James (19 Punkte), der sein 1000. reguläres NBA-Spiel bestritt, Kevin Love (27) und Kyrie Irving (25) leicht und locker durch die Partie. "Wir haben ihnen viel zu wenig entgegengesetzt", monierte Nowitzki. "Wir haben ihnen die Kontrolle überlassen, wir haben ihnen die Offensiv-Rebounds überlassen, wir haben ihnen freie Dreipunktewürfe überlassen. Auch in der Offensive haben wir nichts hinbekommen."

Auch Dennis Schröder und seine Atlanta Hawks mussten eine deutliche Niederlage einstecken. Bei den Utah Jazz gab es für das Team des deutschen Spielmachers ein 68:95 (34:48), es war die vierte verlorene Begegnung in den vergangenen fünf Partien. Schröder war mit 16 Punkten Top-Scorer seiner Mannschaft.

NHL, deutsches Duell: Leon Draisaitl hat mit den Edmonton Oilers das Duell bei den Arizona Coyotes und Nationalmannschafts-Kollege Tobias Rieder verloren. Die Kanadier verloren am Freitag (Ortszeit) beim Team aus Glendale mit 2:3 (2:1, 0:0, 0:1, 0:1) nach Penaltyschießen. Rieder bereitete den 2:2-Ausgleich durch Shane Doan (49. Minute) mit seiner vierten Saisonvorlage vor.

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Eine deutliche Niederlage musste Tom Kühnhackl mit dem Stanley-Cup-Sieger Pittsburgh Penguins hinnehmen. Bei der Minnesota Wild verlor das Team des deutschen Nationalspielers mit 2:6 (1:3, 0:2, 1:1) und rutschte in der Metropolitan Division auf Rang drei ab.Ein überragender Torhüter Philipp Grubauer wurde beim 3:1 (1:0, 1:0, 1:1)-Sieg seiner Washington Capitals über die Buffalo Sabres mit 32 Paraden zum Spieler des Spiels gewählt. Für Keeper Thomas Greiss gab es dagegen mit den New York Islanders ein 2:3 (1:0, 0:2, 1:1) bei den San José Sharks. Ohne Verteidiger Korbinian Holzer unterlagen die Anaheim Ducks bei den Chicago Blackhaws mit 2:3.

Schwimmen, Rücktritt: Der Olympia-Vierte Steffen Deibler beendet seine Laufbahn als Leistungsschwimmer. "Ich freue mich auf meinen neuen Alltag und bin gespannt, was das Leben noch für mich bereit hält", schrieb der 29 Jahre alte Hamburger auf Facebook. Deibler hatte 2012 bei den Olympischen Spielen 2012 in London als Vierter über 100 Meter Schmetterling eine Medaille nur knapp verpasst.

Der gebürtige Biberacher feierte seine größten Erfolge auf der Kurzbahn. 2010 wurde Deibler dreimaliger Europameister und holte bei der Weltmeisterschaft in Dubai die Bronzemedaille über 50 Meter Schmetterling. Er hält immer noch den Weltrekord über diese nicht olympische Strecke. Insgesamt holte Steffen Deibler 17 EM-Medaillen auf der Kurzbahn, 36 deutsche Meistertitel und nahm an drei Olympischen Spielen teil.Sein Bruder Markus hatte kurz nach WM-Gold über 100 Meter Lagen seine Karriere 2014 beendet und betreibt erfolgreich eine Eisdiele in Hamburg. Steffen studiert in Hamburg Umwelttechnik.

2. Liga, Oliver Kreuzer: Der frühere Bundesliga-Profi Oliver Kreuzer wird zum 1. Dezember wieder Spordirektor beim Fußball-Zweitligisten Karlsruher SC. Wie der abstiegsbedrohte Verein am Freitag bekanntgab, wird der 51-Jährige Nachfolger von Jens Todt, von dem sich der KSC am Donnerstag getrennt hatte. "Wir sind froh, dass wir die Position des Sportdirektors mit Oliver Kreuzer zeitnah neu besetzen können und freuen uns über seine Rückkehr in den Wildpark", sagte KSC-Präsident Ingo Wellenreuther. "Wir haben sportlich wichtige Wochen bis zur Winterpause vor uns mit der anschließenden Vorbereitung auf die Rückrunde sowie die weitere Kaderplanung."Der frühere Verteidiger Kreuzer bestritt für den KSC zwischen 1985 und 1991 insgesamt 182 Partien in der Ersten und Zweiten Liga, bevor er zum FC Bayern München wechselte. Von Mai 2011 bis Juni 2013 war er in Karlsruhe schon einmal Sportdirektor gewesen, ging dann in ähnlicher Funktion zum Bundesligisten Hamburger SV. Seine Zeit als Sportchef des Zweitligisten 1860 München endete für den Sportchef mit der vorzeitigen Trennung im vergangenen Juni.

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FC Bayern, Jérôme Boateng: Jérôme Boateng hat die Kritik von Bayern Münchens Klubboss Karl-Heinz Rummenigge an seinem Lebensstil zurückgewiesen, seine individuellen Fehler in der Champions-League-Pleite bei FK Rostow (2:3) aber eingestanden. "Die Kritik an unserer und auch an meiner Leistung ist berechtigt. Ich habe nicht gut gespielt", sagte der Innenverteidiger der Bild-Zeitung: "Ich bin noch nicht wieder bei 100 Prozent. Der Grund dafür sind aber nicht irgendwelche PR- oder Lifestyle-Termine." Der 28-Jährige beteuerte seine Professionalität: "Wer mich kennt, weiß, dass ich immer alles tue, um in Top-Form zu sein. Jetzt bin ich erstmal froh, dass die Verletzung nicht schlimm ist, und ich vielleicht sogar am Samstag spielen kann."

Nach der zweiten Pflichtspiel-Niederlage in Folge treffen die Bayern am Samstag (18.30 Uhr im SZ-Liveticker) auf Bayer Leverkusen. Boateng brach am Freitag das Training ab. "Er hat sich nicht gut gefühlt und hat ein Problem gespürt, wir wollten kein Risiko eingehen", sagte Ancelotti. Ob der Abwehrchef spielen kann, werde sich erst am Samstag entscheiden. Sicher verzichten muss der Italiener auf Kingsley Coman und Julian Green. Manuel Neuer und Arjen Robben stehen nach Angaben von Trainer Carlo Ancelotti gegen Bayer ebenso wieder zur Verfügung wie Arturo Vidal und Javi Martínez.

3. Liga, Magdeburg: Das Derby in der 3. Fußball-Liga zwischen dem 1. FC Magdeburg und dem Halleschen FC wird nun doch mit Fans im Stadion stattfinden. Das Bauordnungsamt der Stadt Magdeburg stimmte dem Maßnahmenkatalog des 1. FC Magdeburg zu, wie die Mitteldeutsche Zeitung berichtete. Somit ist der am Donnerstag wegen Sicherheitsbedenken verkündete Ausschluss der Öffentlichkeit wieder vom Tisch. Bisher wurden rund 19 000 Tickets verkauft. "Wir haben heute gemeinsam mit unseren Fans Maßnahmen erarbeitet, um unsere Spiele auch zukünftig in unserem Stadion auszutragen", sagte FCM-Geschäftsführer Mario Kallnik nach dem Treffen der Vereinsspitze mit Magdeburgs Oberbürgermeister Lutz Trümper und Vertretern der Fan-Szenen. Alle seien aufeinander zugegangen, sagte Kallnik.

Am Donnerstag hatte der 1. FC Magdeburg angekündigt, dass das Spiel am Samstag (14.00 Uhr) aus Sicherheitsbedenken vor leeren Rängen angepfiffen wird. Grund war eine Nutzungsuntersagungsverfügung durch die Stadt Magdeburg als Stadioneigentümerin. Darin wird der Aufenthalt von Zuschauern in den Blöcken auf den Stadiontribünen untersagt. Beim Heimspiel gegen Hansa Rostock Anfang November hatten Messungen ergeben, dass die von hüpfenden Fans ausgelösten Schwingungen über der sogenannten Panikgrenze liegen, ab der ein subjektives Gefühl der Unsicherheit erzeugt wird.