Nationalelf Schweinsteiger verteidigt Ex-Kapitän Ballack

"Er ist einer der besten Spieler, die wir hatten": Bastian Schweinsteiger (rechts) über Michael Ballack. (Archivbild)

(Foto: ag.rtr)

Profi des FC Bayern bemängelt fehlende Wertschätzung für Michael Ballack. DFB-Sportgericht sperrt Sebastien Pocognoli für drei Spiele, Energie Cottbus verhängt 16 Stadionverbote. Erfolg für die Dallas Mavericks und Dirk Nowitzki im Kampf um die NBA-Playoffs.

Sportnachrichten in Kürze

Nationalelf, Michael Ballack: Bastian Schweinsteiger, Vize-Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, hat Kritik am Umgang mit Michael Ballack geübt. "Er ist einer der besten Spieler, die wir hatten. Man hat leider immer im Hinterkopf, dass er ja keinen internationalen Titel gewonnen hat. Doch er hat viel für den deutschen Fußball getan. Das wird leider viel zu wenig wertgeschätzt. Im Ausland würde man damit anders umgehen", sagte der Profi von Bayern München dem kicker. Schweinsteiger (28) unterstrich deshalb auch, dass er grundsätzlich bereit sei, in einem Abschiedsspiel für Ballack dabei zu sein. "Wir haben uns zuletzt in München gesehen, da hat er mich gefragt, ob ich Lust hätte. Wenn er mich einlädt und der Verein zustimmt, dann spiele ich sehr gerne", sagte Schweinsteiger, der viele Jahre zusammen mit Ballack in der Nationalelf, aber auch beim FC Bayern gespielt hatte. Seinen letzten Auftritt als Fußballer plant der 36 Jahre alte Ballack, der im vergangenen Sommer seine Karriere beendet hatte, am 5. Juni. Der Austragungsort steht noch nicht fest.

Bundesliga, Sperre: Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat den belgischen Nationalspieler Sebastien Pocognoli vom Bundesligisten Hannover 96 für drei Spiele gesperrt. Der 25-Jährige hatte am Samstag beim 2:1 gegen den VfL Wolfsburg die Rote Karte von Schiedsrichter Günter Perl (Pullach) gesehen. Neuzugang Pocognoli hatte bei seinem Debüt für die Niedersachsen nur 34 Minuten gespielt und musste nach einem groben Foul an Fagner vom Platz. Der Spieler beziehungsweise der Verein haben dem Urteil zugestimmt, es ist nach DFB-Angaben vom Montag rechtskräftig.

2. Bundesliga, Energie Cottbus: Energie Cottbus wehrt sich gegen erneute Vorwürfe, dass der Verein nicht konsequent gegen rechtsextreme Fans im Umfeld des Lausitzer Fußball-Zweitligisten vorgehe. "Wir wundern uns ein bisschen, dass dieses Thema in den letzen Tagen so eine große Rolle spielt", erklärte Clubpräsident Ulrich Lepsch. Allein im vergangenen Jahr habe man acht Aktionen gegen Rechts im Verein gestartet. Die brandenburgische Verfassungsschutz-Chefin Winfriede Schreiber hatte Energie vorgeworfen, nicht deutlich gegen rechtsextremistische Bezüge vorzugehen. Der SPD-Landtagsabgeordnete Klaus Ness hatte zu dem Thema eine Kleine Anfrage an die Brandenburger Landesregierung gestellt.

"Am 10. Dezember haben wir Fakten bekommen und sofort reagiert. Wir haben Haus- und Stadionverbote ausgesprochen. Mehr kann man als Verein nicht machen", sagte Lepsch im "Sportplatz" des rbb. Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa hat der FC Energie 16 Stadionverbote ausgesprochen. 15 davon betreffen Mitglieder der Fan-Gruppierung "Inferno", die im Visier von Polizei und Verfassungsschutz stehen. Am Rande des Ligaspiels von Energie gegen Dynamo Dresden am 11. November 2012 war es zudem bei einem Fanmarsch zu Auseinandersetzungen gewaltbereiter Fans mit der Polizei gekommen. Nur bei kriminellen Handlungen im Zusammenhang mit Fußballspielen können die Clubs reagieren und Stadion- und Hausverbote aussprechen.