Das DFB-Präsidium hat die Verlängerung des Vertrages von Joachim Löw vertagt. Dem Verband darf schon jetzt ein echter Fehlstart ins WM-Jahr attestiert werden.
Eigentlich müsste der Bundestrainer jetzt zurücktreten. Zum einen ist der Vertrauensschwund zwischen Joachim Löw und dessen Team sowie der DFB-Verbandsspitze um Theo Zwanziger und Wolfgang Niersbach derart bizarr in aller Öffentlichkeit vorgeführt worden, dass dies die naheliegende Konsequenz wäre. Und zum anderen ist fraglich, wie Löw als (allen feierlichen Funktionärsbekenntnissen zum Trotz) intern schwer angezählter Nationalcoach diese schwierige WM-Mission überstehen soll.
Joachim Löw und Theo Zwanziger: Vertragsverlängerung vertagt. (© Foto: dpa)
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Es braucht keine Fantasie für die Prognose, dass er fortan bei jeder Minderleistung seiner Mannen in den Brennpunkt einer branchentypischen Grundsatzkritik gerückt werden wird - unter beliebten Schlagzeilen wie: "Spielen die Jungs heute schon um Jogis Kopf?"
Die Seinsfrage um Bundestrainer und Teammanager ist eine Großbaustelle, die sich ein Verband mit Führungsstärke nicht leisten kann, schon gar nicht in der letzten Aufwärmphase für eine WM.
Dass neben dem offenkundigen Steuerdefizit auch noch der Fehler begangen wurde, die eigene sportliche Leitung über gut platzierte Indiskretionen als eine subtil feindliche Macht im eigenen Haus zu kennzeichnen, der es vor allem um Geld und Kompetenzen geht, zeigt, dass die - ursprünglich sachliche - Auseinandersetzung gezielt emotionalisert wurde.
Und es zeigt, wo die tieferen Gründe für diesen Machtkampf um die Nationalelf zu suchen sind, um Deutschlands liebstes Kind: In der Eitelkeit derer, die sich in der Ära Löw/Bierhoff aufs Abstellgleis geschoben wähnen. Weil sie nicht mehr mittendrin, sondern nur noch dabei sein dürfen.
Nun wird versucht, den Ball flach zu halten. Peinlich genug ist die Causa ja auch deshalb, weil Verbandschef Zwanziger sie bereits als erledigt erklärt hatte, per Handschlag besiegelt mit Joachim Löw. Dabei war nichts geklärt, der allzeit diskrete Löw bestreitet intern nicht nur den Handschlag - er hat sich auch stets an die Vereinbarung gehalten, offene Fragen intern zu klären. Das ist offenbar nicht einmal versucht worden.
Den Vertragsvorschlägen von Löw und Bierhoff von Mitte Januar hat der Verband keine Debatte folgen lassen. Was immer da gefordert worden ist, von der Signing fee, die als rückwirkende Bonuszahlung für die Zeit seit 2004 gedacht war, bis zu den Befugnissen eines Teammanagers - alles war verhandelbar. Doch breit verhandelt wurde es nicht in der DFB-Zentrale, sondern in einschlägigen Medien. Intern kam nur ein Gegenangebot für Löw und Co. Anfang der Woche, und gleich darauf - welch ein Affront - das Ultimatum: Hier unterschreiben, meine Herren, binnen 48 Stunden. Zackzack!
Ist der Eindruck falsch, dass dies generell der neue Stil im Hause DFB ist? Die Baustellen häufen sich, stets geht es um Personalien, vom Pressestab bis zum Präsidium; es riecht nach Revirement. Dem DFB darf jedenfalls schon jetzt ein satter Fehlstart ins WM-Jahr attestiert werden.
Torwartlegende Sepp Maier im Interview. SZ am Wochenende Jetzt lesen ...
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(SZ vom 5.2.2010/jüsc)
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Folgendes finde ich schon merkwürdig:
1) Knapp 2 Monate bleibt die sog. "Unwahrheit über die Verlängerung per Handschlag" unkommentiert von Seiten Löws, aber heute nach gescheiterten bzw. verschobenen Verhandlungen soll dies nicht der Wahrheit entsprechen!? Warum hat Löw nicht schon im Dez. 09 gesagt, es gibt keine Abmachung!? Für mich nicht ganz glaubwürdig...
2) Wie kommt Löw zu der Aussage bzw. Bewertung, dass das Angebot von Seiten Löw/Bierhoff absolut verhandlungsfähig sei, aber das Angebot des DFB biete dies überhaupt nicht - für mich kein guter Stil.
3) Und das der DFB nicht seine ganze "Macht" an 2-3 Leuten abgibt, ist doch beim größten Sportverband der Welt auch nachvollziehbar, oder!? Ich kann doch keinen befristeten Angestellten wie Bierhoff eine Veto-Klausel ermöglichen...
Für mich sind unter diesen Gesichtspunkten die Beendigung der Verhandlungen absolut nachvollziehbar, das konnten und wollten die Herren des DFB nicht zulassen und das zu Recht!
Und wenn ich auf das sportliche schaue, muss ich feststellen, in den letzten 6 Jahren waren wir WM-Dritter (im eigenen Land) und EM-Zweiter - also eigentlich respektabel, aber 2002 unter Völler sind wir in Asien 2 geworden!
Wo sind also die achso bahnbrechenden Entwicklungen zu erkennen!? Besonders wenn man bedenkt, dass wir nun 2010 nicht als Favorit zu WM fahren!?
@szonlineleser, Sie haben das "Kernproblem" erkannt! Und das heißt "Sammer"! Hoffentlich kapierens auch noch andere!
Yogi ischd Badner, und bleibz au späder. Ihm Scheffeln vorzuwerfen - Junge Junge, das ist scho au komisch. Bei den Kohleschefflern round about. Sorry, das ist doch keine Diskussion wert, hier im intelligentesten Forum Europas.
Den unsäglich grinsenden Adabei Mayer-Formfehler hab ich letztens sogar bem Gruppenfoto zur Eröffnung des Milliardengrabs Suttgart 21 (HBF als U-Bahn) zusammen mit dem sprachbehinderten Oettinger und Sklavenhalter Rüdiger Grube zu erblicken das Missvergnügen gehabt.
Alle hatten rote Helma auf und sahen aus wie ein Trupp entlaufener Insassen aus der Irrenanstalt.
Wo Mist gebaut wird, ist MV nicht weit...
....wenn bei der WM das Finale oder sogar das Halbfinale nicht erreicht werden, dann sind beide einschließlich Trainerstab wohl weg vom Fenster.
Und ein potentieller Nachfolger steht ja auch schon parat, nämlich Mathias Sammer den ich sowie so für diesen Job für viel kompetenter halte.
Löw hat sich in 2009 mit der Mannschaft zu viele Pleiten Pech und Pannen geleistet und dass Bierhoff in der BL und vor allen Dingen bei den Bayern nicht gerade wohlgeltten ist, ist ja wohl auch kein Geheimnis.
Warum hat wohl Beckenbauer als DFB Vize Kevin Kurany wieder ins Spiel gebracht ?
Und der Trainerwechsel bei der U 21 war ja wohl auch nicht der Erfolg den sich Löw und sein Spezi Adrian erträumt haben.
Und das sie für vergangene Jahre jetzt auch noch Zusatz Prämien in Form eines Jahres Gehaltes haben wollen hat ja wohl mehr mit Gier, als mit ihrer Leistung seit 2004 zu tun.
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