Die NFL-Saison startet mit großer Show und großen Sorgen.
Die Eröffnungsparty für die neue Saison der National Football League (NFL) wird gigantisch. Rock- und Popstars wie die Rolling Stones, Green Day oder Santana bilden nur das Vorprogramm für das von einer ganzen Nation herbeigesehnte erste Spiel des Meisters New England Patriots gegen die Oakland Raiders am Donnerstag. Die Stadien sind schon jetzt für die gesamte Saison fast restlos ausverkauft, der Handel mit Fanartikeln und TV-Rechten boomt. Die Botschaft ist klar: Ab sofort steht in der amerikanischen Öffentlichkeit der Football wieder im Mittelpunkt - the show must go on. Und das nach einer Saisonvorbereitung, die wenig Anlass zur Euphorie bot.
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So wurden die New Orleans Saints von Hurricane Katrina völlig aus der Bahn geworfen. Zu großen persönlichen Sorgen um Familien und Häuser in der überschwemmten Stadt kommen gewaltige logistische Probleme. Wo sollen die Saints ihre Heimspiele austragen? Der Superdome in New Orleans ist auf absehbare Zeit unbrauchbar. Erste Alternative ist das Stadion der Universität von Louisiana, Baton Rouge, das dem Verein deshalb am liebsten ist, weil es am nächsten an New Orleans liegt. Schlimmstenfalls sind aber auch 16 Auswärtsspiele denkbar. Ohne eigenes Stadion müssten die Spieler während der ganzen Saison ein Vagabundendasein fristen. Das Heimrecht für ihr zweites Spiel gegen die New York Giants haben sie bereits verloren. Die Partie wurde extra auf den 19. September verlegt, um in New York stattfinden zu können. Wo das zweite geplante Heimspiel Anfang Oktober gegen Buffalo ausgetragen wird, steht noch in den Sternen. "Wenn wir jedes Spiel auswärts spielen müssen, dann werden wir das eben tun", gibt sich Coach Jim Haslett trotzig. Dennoch droht den Saints eine chaotische Spielzeit.
Acht Favoriten auf den Titel und zwei Sorgenkinder
Keinen Grund zur Freude haben auch die San Francisco 49ers. Nicht nur, dass sie sportlich zu den schwächsten Teams der Liga gezählt werden, sie müssen auch den Tod ihres Spielers Thomas Herrion nach einem Vorbereitungsspiel verkraften. Der 23-Jährige erlag nach der Begegnung mit den Denver Broncos einem Herzleiden, wie das örtliche Gesundheitsamt am Mittwoch in einem Bericht bestätigte. Zu Ehren ihres Mitspielers werden die 49ers Herrions Nummer 72 auf ihren Helmen tragen.
Sportlich könnte die 40. NFL-Saison zu einer der spannendsten der Geschichte werden, US-Magazine sprechen von bis zu acht Titelfavoriten, darunter auch die beiden Gegner beim Eröffnungsspiel. Die Saints und die 49ers gehören nicht dazu.
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