Nachfolger von Klaus Allofs Klaus Filbry wird Klubchef bei Werder

Der bisherige Geschäftsführer im Bereich Finanzen übernimmt den Vorsitz der Geschäftsführung in Bremen. Sebastian Vettel ist im ersten Training in Brasilien Zweitschnellster, Radprofi Stefano Di Carlo wird wegen Dopings zwei Jahre gesperrt. Golfer Marcel Siem beeindruckt in Dubai.

Sportnachrichten in Kürze

Bundesliga, Werder Bremen: Fußball-Bundesligist Werder Bremen hat die Nachfolge des abgewanderten Clubchef Klaus Allofs teilweise geregelt. Neuer Vorsitzender der Geschäftsführung wird der bisherige Finanz-Geschäftsführer Klaus Filbry. "Der Vorsitz der Geschäftsführung ist im kaufmännischen Bereich am sinnvollsten verankert, und Klaus Filbry hat Werder bereits strategisch in vielen Bereichen nach vorne gebracht", teilte Bremens Aufsichtsratschef Willi Lemke am Freitag mit. Werder sucht nun noch einen neuen Geschäftsführer für den Bereich Profifußball. Diesen Posten erhält nicht der frühere Bremer Profi Frank Baumann, der als neuer Sportdirektor dem noch zu bestimmenden Geschäftsführer unterstellt sein wird. "Wir haben genaue Vorstellungen und sind sehr zuversichtlich, demnächst eine intelligente und zukunftsweisende Lösung präsentieren zu können", sagte Lemke einen Tag vor dem brisanten Bundesligaduell beim VfL Wolfsburg. Allofs war vor gut einer Woche zum VfL gewechselt.

Formel 1, Großer Preis von Brasilien: Sebastian Vettel hat im ersten Training zum Großen Preis von Brasilien den zweiten Platz belegt. Der zweimalige Formel-1-Weltmeister aus Heppenheim musste sich zum Auftakt des entscheidenden Saisonfinales in Sao Paulo nur dem Briten Lewis Hamilton geschlagen geben. Der McLaren-Pilot fuhr am Freitag neun Tausendstelsekunden schneller. Vettels WM-Rivale Fernando Alonso belegte im Ferrari den fünften Rang. Bei so einem Ergebnis im Rennen am Sonntag wäre Vettel zum dritten Mal in Serie Weltmeister. Rekordchampion Michael Schumacher, der nach diesem Rennen seine Karriere beendet, wurde im Mercedes Elfter.

Radsport, Dopingsperre: Das Antidoping-Gericht des italienischen Olympischen Komitees Coni hat den italienischen Radprofi Stefano Di Carlo zu einer zweijährigen Sperre verurteilt. Der 25-jährige, der beim Team Acqua e Sapone unter Vertrag steht, war positiv auf Doping getestet worden. Die Sperre läuft italienischen Medienberichten zufolge bis zum 15. August 2014.

Golf, Europa-Tour: Golfprofi Marcel Siem hat am zweiten Tag des Saisonfinales der Europa-Tour in Dubai groß aufgetrumpft. Der Ratinger spielte auf dem Par-72-Kurs eine hervoragende 65 und arbeitete sich mit insgesamt 138 Schlägen auf den geteilten 23. Platz und damit ins Verfolgerfeld vor. Der zweifache Ryder-Cup-Champion Martin Kaymer (70 Schläge) spielte eine solide Runde, fiel mit 137 Schlägen aber 13 Positionen zurück. Die Führung bei der mit acht Millionen Dollar (6,22 Millionen Euro) dotierten Veranstaltung übernahm der Weltranglistenerste Rory McIlroy (Nordirland/133). Das Abschlussturnier wird zum vierten Mal mit den besten 60 Golfern der Europa-Tour in Dubai ausgetragen. Kaymer war bei jeder Auflage am Start, im vergangenen Jahr hatte er mit Platz elf sein bestes Ergebnis erzielt. Zuletzt hatte der ehemalige Weltranglistenerste bei der Südafrika Open Platz drei belegt und war dadurch auch im Ranking auf Platz 30 geklettert.

Europa League, Ausschreitungen: Fußball-Fans haben am Donnerstagabend in Hannover randaliert. Vor dem Europa League-Spiel zwischen Hannover 96 und Twente Enschede wurden 16 Autos beschädigt. Die rund 350 Krawallmacher zündeten Böller, warfen mit Steinen aus dem Gleisbett der Straßenbahn und mit Flaschen auf die Einsatzkräfte. Sechs Beamte seien leicht verletzt worden, berichtete die Polizei am Freitagmorgen. Laut Nachrichtenagentur SID nahm die Polizei 32 gewaltbereite Personen in Gewahrsam. Die Partie war schon im Vorfeld als "Risikospiel" eingestuft worden. 27 Fußball-Fans müssen mit Strafverfahren wegen Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Sachbeschädigung rechnen.

Champions League, Fair Play: Luiz Adriano vom ukrainischen Fußball-Meister Schachtjor Donezk hat sich für seine Skandaltor in der Champions League entschuldigt. "Ich entschuldige mich bei den Fans und der Uefa. So etwas ist mir vorher noch nie passiert. Ich verspreche, dass so etwas nie wieder passiert", wird der Stürmer auf der Schachtjor-Homepage zitiert. Der 25-Jährige betonte, die Regeln des Fair Play zu respektieren. Beim 5:2-Sieg von Donezk gegen den dänischen Meister FC Nordsjaelland hatte Adriano am Dienstag für Aufregung gesorgt, als er nach einem Schiedsrichterball, der für den dänischen Torhüter Jesper Hansen bestimmt war, das zwischenzeitliche 1:1 erzielte. "Ich war sehr auf das Spiel fokussiert", sagte Adriano. "Ich habe den Ball aufgenommen, den Torhüter ausgespielt und getroffen." Erst nach Ansicht der Wiederholung habe sich sein Blick auf die Situation grundlegend geändert. Die Europäische Fußball-Union UEFA hat mittlerweile ein Disziplinarverhalten gegen Adriano eingeleitet. Der Fall wird am kommenden Dienstag von der Kontroll- und Disziplinarkammer der Uefa behandelt.

Europa League, Lazio Rom: Ohne den am Knöchel verletzten deutschen Fußball-Nationalspieler Miroslav Klose ist Lazio Rom vorzeitig in die Zwischenrunde der Europa League eingezogen. Dem Serie-A-Klub reichte im Spitzenspiel der Gruppe J gegen Tottenham Hotspur ein 0:0, um das Ticket für die K.o.-Phase zu sichern. Dabei profitierten die Laziali allerdings vom 1:0 (0:0)-Sieg von Panathinaikos Athen gegen NK Maribor. Tottenham muss dagegen um den Einzug in die nächste Runde bangen. Der FC Liverpool muss nach dem 2:2 (1:0) gegen die Young Boys Bern weiter zittern. Titelverteidiger Atletico Madrid nutzte in Gruppe B durch ein 1:0 (1:0) gegen Hapoel Tel Aviv seinen zweiten Matchball und ist wie Viktoria Pilsen, das bei Academia Coimbra 1:1 (0:0) spielte, im kommenden Frühjahr im europäischen Wettbewerb vertreten. Auch der frühere Bundesligaprofi Christian Lell steht mit UD Levante in der K.o.-Runde. Der spanische Erstligist siegte bei Helsingborgs IF mit 3:1 (2:0) und ist in der Gruppe L wie Hannover nicht mehr von einem der ersten beiden Plätze zu verdrängen.

Basketball, Euroleague: Basketball-Bundesligist Alba Berlin hat in der Euroleague einen großen Schritt in Richtung der Runde der besten 16 gemacht. Der frühere deutsche Serienmeister siegte am siebten Spieltag der Gruppe B bei Elan Chalon mit 87:82 (35:33). Durch den dritten Sieg bei vier Niederlagen behaupteten die Berliner den wichtigen vierten Platz, der noch zum Einzug in die nächste Runde berechtigt. Der französische Meister Elan Chalon hat allerdings nur einen Sieg weniger auf dem Konto als Alba. Erfolgreichster Werfer des Team von Trainer Sasa Obradovic in einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie war Yassin Idbihi mit 16 Punkten. In der nächsten Begegnung empfangen die "Albatrosse" am 29. November den polnischen Serienmeister Asseco Prokom Gdynia.