Nach Negativserie in der Bundesliga Hoffenheim trennt sich von Trainer Babbel

Der Absturz auf Platz 16 ist den Verantwortlichen zu viel - jetzt reagiert die TSG Hoffenheim und entlässt Trainer Markus Babbel. Das hat der Verein nun auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben. Als Nachfolger soll zunächst ein Jugendtrainer einspringen.

Ratlos, hilflos, Job los: Markus Babbel ist nicht mehr Trainer in Hoffenheim.

(Foto: REUTERS)

Noch am Sonntag waren aus Hoffenheim die branchenüblichen Aussagen zu hören: Wie es mit Trainer Markus Babbel weitergeht, stehe derzeit nicht fest, man müsse sich erst beraten - jetzt haben sich Manager Andreas Müller und Vereinsgeldgeber Dietmar Hopp geeinigt. Der bisherige Coach muss nach dem Niedergang des Klubs auf Platz 16 der Bundesliga-Tabelle gehen.

"Unsere sportlich zunehmend bedrohliche Situation und der einhergehende, negative Trend haben mir keine Wahl gelassen. Wir müssen jetzt den Reset-Knopf drücken und neu beginnen", kommentierte Manager Andreas Müller bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz auf dem Klubgelände in Zuzenhausen die Entlassung Babbels, der eigentlich noch bis 2014 beim abstiegsgefährdeten Bundesligisten unter Vertrag stand: "Wir müssen alle zusammenrücken, um aus dieser prekären Lage rauszukommen."

Als Nachfolger Babbels, dessen Co-Trainer Rainer Widmayer ebenfalls gehen muss, wird zunächst der bisherige U23-Trainer Frank Kramer installiert. Er soll zumindest bei den abschließenden Hinrunden-Partien beim Hamburger SV und gegen Meister Borussia Dortmund auf der Bank sitzen. Laut Müller könnte Kramer "möglicherweise aber auch darüber hinaus" im Amt bleiben: "In dieser Konstellation haben wir zudem die notwendige Ruhe, uns alle weiteren Schritte zu überlegen."

Müller gab an, dass man den passenden Trainer für die Zukunft in aller Ruhe suchen wolle. Als Favorit gilt nach wie vor Marco Kurz, der mit Müller gemeinsam bei Schalke 04 unter Vertrag stand. Kramer wird von seinem laufenden Fußballlehrer-Lehrgang freigestellt. "Dafür habe ich grünes Licht. Ich stelle mich selbstbewusst der schwierigen Aufgabe", sagte Kramer: "Meine Gedanken kreisen nur um das HSV-Spiel. In den wenigen Tagen bis zum Spiel wird es vor allem darum gehen, den Spielern wieder das Vertrauen in ihre eigenen Stärken zurückzugeben. Dafür werde ich alles tun."