Der Fußball-Rekordmeister entzieht 530 Anhängern die Dauerkarten, weil sie mit der Ultra-Gruppe Schickeria in Verbindung stehen. Die Fans hingegen sprechen von "nachweislich unbeteiligten Personen".

Nachdem der FC Bayern 530 Anhängern die Dauerkarten gekündigt hat, fordern 30 Fanklubs in einer gemeinsamen Erklärung, "die offensichtlichen Missverständnisse'' auszuräumen. Es handele sich um "eine in der deutschen Fußballgeschichte einmalige Bestrafung nachweislich unbeteiligter Personen''.

bayern fans arena

Jeder will rein: Die Münchner Arena ist bei Spielen des FC Bayern stets ausverkauft. (© Foto: ddp)

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Die Betroffenen hatten sich auf einer Dauerkartenliste eingetragen, die von der umstrittenen Gruppe Schickeria geführt wurde, hatten ansonsten in der Mehrzahl nichts mit den Ultras zu tun. "Von Seiten der Fanbetreuung wurde damals kommuniziert, dass es keine Rolle spiele, in welche Liste man sich eintrage, da sie am Ende zusammengeführt würden. Viele schrieben sich in eine der identischen Listen ein, ohne zu wissen, von wem diese geführt wurde'', so die Anhänger.

Gregor Weinreich von der Fanklub-Organisation ClubNr.12 sagt: "Wir hoffen, dass der FCB einsieht, dass die Liste nichts aussagt.'' Den Bayern reicht laut Pressesprecher Markus Hörwick, dass sie von den Ultras organisiert wurde: "Was Schickeria ist, wird nicht mehr toleriert.''

In der Erklärung der Fans kommen auch die Opfer des schlimmen Überfalls auf Nürnberger Fans zu Wort, der Auslöser der Maßnahmen war. Alexander S., der leicht verletzt wurde, wird zitiert: "Man kann nicht versuchen, ein Unrecht mit anderem Unrecht zu lösen. Mit einem Rundumschlag ist keinem geholfen.'' Gegen Mainz findet eine Spendenaktion der Bayernfanklubs für die Opfer statt.

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(lein)