1860 München Gute Momente gesucht

Zum zweiten Mal nach dem Pokalsieg vor einer Woche trifft der Münchner Zweitligist auf Karlsruhe. Vor dem Ligaspiel beenden die Löwen allerdings noch das spanische Kapitel im Verein und trennen sich von Ilie Sanchez.

Um die Geschichte abschließend abzurunden, sei letztmals an die Worte von Gerhard Poschner erinnert, ehemals Sport-Geschäftsführer beim Fußball-Zweitligisten TSV 1860 München. "Die Talente von Barcelona B", sagte Poschner im Sommer 2014 vor der Verpflichtung von Ilie Sanchez, des damaligen Kapitäns von Barcelona B, "sind alles potenzielle Erstligaspieler, die bei fast jedem Verein in Spanien spielen würden und von vielen Erstligisten aus dem In- und Ausland gejagt werden." Seit Freitag dürfen sich wieder andere auf die Pirsch nach Sanchez begeben; Thomas Eichin, Sechzigs Sport-Geschäftsführer der Gegenwart, hat sich mit dem Spanier auf die Auflösung seines bis 2017 gültigen Vertrags geeinigt. "Ilie ist charakterlich top. So haben wir für beide Seiten einvernehmlich eine sinnvolle Lösung gefunden", erklärte Eichin. Die anderen beiden Spanier, die Poschner nach Giesing lockte, haben 1860 schon früher verlassen: Rodri ging Ende Juli, Edu Bedia schon im Sommer des Vorjahres zurück nach Spanien.

Neben Stojkovic fällt auch Stürmer Mölders erkrankt aus

In den Planungen von Trainer Kosta Runjaic hatte Sanchez längst keine Rolle mehr gespielt, auch nicht vor dem anstehenden Ligaspiel am Samstag (13 Uhr) beim Karlsruher SC, das Sechzig mit leichten Personalsorgen bestreiten muss. Neben dem weiterhin am Oberschenkel verletzten Filip Stojkovic fällt auch Stürmer Sascha Mölders aus, der seit Donnerstag krank ist. Leihspieler Marnon Busch von Werder Bremen, ein gelernter Rechtsverteidiger, durfte am Freitag als Nachrücker in den Bus steigen.

Dass Sechzig nach dem 2:1-Sieg im DFB-Pokal, den Karim Matmour mit einem Tor in der Nachspielzeit entschied, nun zum zweiten Mal binnen acht Tagen auf den KSC trifft, wertet Runjaic nicht als Vorteil. "Wir hatten einen überragenden Jan Zimmermann im Tor stehen und müssen unsere Defensivarbeit verbessern", sagte er. "Jetzt spielen wir auswärts und wollen versuchen, das Spiel mit einer kompakten Leistung und guten Momenten in der Offensive zu gewinnen." Möglicherweise erwägt er also auch eine Umstellung des Systems. In den Partien zuvor hatte er Michael Liendl im 4-1-4-1 als einsamen Wellenbrecher vor der Abwehr positioniert. Es könnte gut sein, dass der Österreicher jetzt einen Kollegen zur Seite gestellt bekommt.