Bierbecher und Feuerzeuge flogen aus dem Mittelrang und von den oberen Plätzen des Unterrangs auf die Ultras, es wurde geschimpft und gespuckt. Während die benachbarten Bayern angesichts ihrer Fanprobleme gerne von einer schweigenden Mehrheit reden, hatte 1860 am Samstag eine pöbelnde Mehrheit. Die Anhänger, die das Investorengeschäft ablehnen, hielten sich hingegen vornehm zurück.
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Es kam zudem zu Handgreiflichkeiten zwischen Ultras und Fans aus dem rechtsextremen Lager, die bei den Heimspielen stets im Block 132 zu finden sind. Aus Langers Sicht fand am Samstag zwar in erster Linie ein Konflikt zwischen jener pöbelnden Mehrheit und den schweigenden Ultras statt; weil sich aber auch die rechtsradikalen Anhänger für einen Investoreneinstieg aussprechen, fiel der Blick auch auf dieses Problem der 1860-Fanszene.
Der rechtsextreme Block habe sich "in den vergangenen Monaten verstärkt", sagt Langer. "Da sind viele Kaderleute dabei, die in Netzwerken aktiv sind, Demos organisieren und strategisch denken und handeln", sagt er, "teilweise ganz wichtige Leute aus der bayerischen Neonaziszene."
Präsident Schneider erkennt die Notwendigkeit, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen. "Für mich sah es so aus, dass die Neonazis in der Kurve provoziert haben", sagte er der AZ. "Ich hoffe, dass es gute Videoaufzeichnungen gibt und wir Beweise in die Hand bekommen, um gegen diese Gestalten vorzugehen. Wir wollen nichts mit Neonazis und anderen Rassisten zu tun haben."
Langer wünscht sich noch viel mehr Fanarbeit seitens des Klubs. "Die Vereinsführung muss die Lager endlich auffordern, sich an einen Tisch zu setzen und miteinander zu reden. Jetzt wäre dazu mal die Chance. So kann es nicht mehr weitergehen", sagt er. 1860 habe "in weiten Teilen eine der uninformiertesten und trägsten Fankurven", die Anhänger seien "satt vom vereinspolitischen Wirrwarr" und "sehr ungeübt in Kommunikation", meint er: "So wenig Miteinander gibt es fast nirgends." Dies sei "durch die Vereinspolitik der vergangenen Jahre gestärkt" worden.
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(SZ vom 14.04.2011/jbe)
Kosovo-Konflikt
Champions-League-Finale
die "Ultras" haben die FORDERUNG nach Insolvenz mit Vehemenz betrieben
"Insolvenz jetzt", Neuanfang und sonstige prepubertäre Aussagen kennen ja alle.
im Übrigen: wenn Lotar sagt dann hat er auch Recht, selbst wenn du es nicht weißt?
starke Aussage!
@florian: Seit Neonazis auch mit Palästinensertücher rumlaufen, kann man sich doch alles vorstellen. Und die im Artikel beschriebenen Leute sind definitv aus der Neonazi-Szene, so viel Ahnung hat der Lothar auf jeden Fall.
@booboos: "Keine Rettung um jeden Preis" heißt für Dich also, vehement eine Insolvenz zu betreiben?
Es ist wohl eher so, dass bei Sechzig gerne "gesteinigt" wird, der nicht ja und Amen zum starken Mann und zur einfachsten "Lösung" sagt...das war schon bei Wildmoser so und setzt sich jetzt bei Ismaik, dem vermeintlichen Heiland, offenbar fort. Nichts gegen Ismaik, aber dass er Sechzig ins gelobte Land führt, ist doch noch zweifelhaft.
auf die unsägliche Forderung nach Insolvenz zurückzuführen sein, die die "Ultras" ja mit Vehemenz betrieben haben.
... Rechtsextreme meinen wohl, dass "alle Araber" "Judenhasser" sind!
Das ist ist m.E. der kleinste gemeinsame Nenner!
Ich habe seit Jahren eine Dauerkarte und kann nicht mehr oder weniger Rechte erkennen als früher. Rechte Fangesänge hört man nicht und auch keine Beleidigungen ausländischer Spieler. Dass der Lothar (und auch der Fanbeauftragte Axel D.) eher links ist, weiss auch jeder zu 1860 geht. Aber das ist auch ok, die Fans des Vereins sind immer ein Spiegelbild der Stadt.
Wenn diese Personen jedoch für einen jordanischen Investor sind, können sie so rechtsextrem doch gar nicht sein...