Motorsport Mick Schumacher hat ein neues Team

In der Endabrechnung der Formel 4 2015 belegte Mick Schumacher Platz zehn.

(Foto: Jens Wolf/dpa)

Der Sohn von Michael Schumacher startet aber auch 2016 in der Formel 4. Williams zeigt sein neues Formel-1-Auto. Drei Viertel aller Wettbetrugs-Fälle im Sport kommen aus dem Tennis.

Formel 4: Mick Schumacher wird in der neuen Saison für das italienische Prema Powerteam in der Formel 4 starten. Noch nicht entschieden ist, ob der 16 Jahre alte Sohn des Ende 2013 beim Skifahren verunglückten Formel-1-Rekordweltmeisters Michael Schumacher in der deutschen oder in der italienischen Formel 4 fahren wird. "Prema Powerteam ist für mich der perfekte nächste Schritt, damit ich meine beste Leistung abrufen und ein kompletter Fahrer werden kann", sagte Mick Schumacher in einer Mitteilung am Freitag. Er hatte 2015 für Van Amersfoort Racing sein Debüt im Formel-Sport gegeben und dabei einen Rennsieg gefeiert.

Formel 1: Williams hat am Freitagmorgen auf seiner Homepage (williamsf1.com) das neue Auto für die Formel-1-WM 2016 präsentiert. Der FW38 erinnert vor allem durch die breite "Walrossnase" stark an das Vorgängermodell. Auch die Lackierung ist nahezu dieselbe wie 2015. Das Auto ist überwiegend weiß mit dezent gehaltenen blauen und roten Streifen, die von der Nase längsseitig über das gesamte Chassis bis zum Heckflügel reichen. Angetrieben werden die Dienstwagen von Felipe Massa (Brasilien) und Valtteri Bottas (Finnland), die bereits im dritten Jahr gemeinsam für das Team von Frank Williams unterwegs sind, weiterhin von Mercedes-Motoren.

Tennis, Wettbetrug: Im Zuge des vermeintlichen Wett-Skandals im Profitennis hat eine Aufsichtsbehörde schockierende Zahlen veröffentlicht: Knapp drei Viertel der vom Manipulationsverdacht überschatteten Sportwetten kommen aus dem Tennis. Das bestätigte die ESSA (Sports Betting Integrity) dem britischen Sender BBC. Die Organisation mit Sitz in Brüssel wird von den Buchmachern aus ganz Europa informiert, wenn auffällig hohe Einsätze auf bestimmte Wetten vorliegen. In 73 von 100 gemeldeten Fällen 2015 soll es sich dabei nach Angaben der ESSA um Tennis-Matches gehandelt haben.

Auf die Manipulationsvorwürfe am Rande der Australian Open im Januar hatten führende Vertreter der Profitennis-Szene mit der Einführung einer unabhängigen Task Force mit Namen "Independent Review Panel" (IRP) reagiert. Diese soll der bereits seit Jahren bestehenden Tennis Integrity Unit (TIU) zuarbeiten. Mit Ergebnissen ist aber wohl erst in rund zwölf Monaten zu rechnen. Nach Informationen der BBC und der amerikanischen Online-Plattform BuzzFeed News sollen in den vergangenen zehn Jahren insgesamt 16 Spieler aus den Top 50 - darunter auch ein Grand-Slam-Sieger - in Manipulationen verstrickt gewesen sein. Sogar Listen mit Namen waren im Internet aufgetaucht.

Fußball, Bochum: Fußball-Zweitligist VfL Bochum hat den Vertrag mit Trainer Gertjan Verbeek (53) verlängert. Das neue Arbeitspapier des Niederländers ist bis zum 30. Juni 2018 gültig, das teilte der Klub am Donnerstag mit. Verbeek hatte den Trainerposten an der Castroper Straße Ende 2014 übernommen und kämpft mit dem Team als Tabellenfünfter aktuell noch um den Aufstieg in die Bundesliga. "Der VfL hat vor geraumer Zeit fußballerisch einen neuen Weg eingeschlagen und mit Gertjan Verbeek einen Trainer verpflichtet, der zu dieser Spielphilosophie passt", sagte Bochums Sportvorstand Christian Hochstätter: "Die Entwicklung, die die Mannschaft unter seiner Verantwortung genommen hat, zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind."

Leichtathletik, Olympia: Den kenianische Leichtathleten droht das Aus für die Olympischen Spiele in Rio, sollte der Verband von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) als nicht regelkonform eingestuft werden. "Ich weiß, dass die WADA sich die kenianische Anti-Doping-Agentur sehr genau anschaut", sagte IAAF-Präsident Sebastian Coe am Mittwochabend beim britischen Bezahlsender BT Sport: "Eine geringe Anzahl von Ländern verursacht einen unverhältnismäßig großen Imageschaden. Wir müssen mehr die Initiative ergreifen. Wenn das bedeutet, diese Länder von Olympia oder Weltmeisterschaften auszuschließen, ja, dann müssen wir das tun."

In der vergangenen Woche hatte die WADA wegen der weiterhin mangelhaften Bemühungen im Anti-Doping-Kampf die kenianische Anti-Doping-Agentur ADAK auf die Beobachtungsliste gesetzt. Innerhalb einer Frist muss das Land nun die Auflagen der WADA erfüllen, sonst droht die Suspendierung. Erst dann können die zuständigen Verbände und Organisationen Sanktionen verhängen. Bei der Leichtathletik-WM 2015 in Peking hatte Kenia erstmals an der Spitze des Medaillenspiegels gestanden. Allerdings steht das Land seit Monaten unter verstärkter Beobachtung. Mehr als ein Dutzend kenianische Athleten ist derzeit wegen Dopings gesperrt, drei führende Funktionäre des nationalen Leichtathletik-Verbandes AK wurden von der Ethikkommission des Weltverbandes IAAF vorläufig suspendiert. Ihnen wird vorgeworfen, den Anti-Doping-Kampf in ihrem Land behindert sowie Sponsorengelder veruntreut zu haben.

Fußball, Primera Division: Lionel Messi hat als erster Fußballer der Primera Division die 300-Tore-Marke durchbrochen. Der Argentinier erzielte beim 3:1 (2:1)-Auswärtssieg des FC Barcelona gegen Sporting Gijon seine Treffer Nummer 300 und 301 in Spanien. Minute. In der "ewigen" Torjägerliste der Liga liegt er nun klar vor Telmo Zarra, der zwischen 1940 und 1955 251 Tore für Athletic Bilbao erzielte, und Cristiano Ronaldo (Real Madrid/246). Messi benötigte nur 334 Begegnungen. In der Tabelle baute Barcelona mit jetzt 60 Punkten seinen Vorsprung auf Atletico Madrid (54) und Real Madrid (53) deutlich aus.