Mexikos Trainer Ricardo La Volpe ist selbst Argentinier - und er wäre seiner Vergangenheit lieber aus dem Weg gegangen.
An Unkenntnis des Gegners wird es auf keinen Fall liegen, sollte sich Mexiko am Samstagabend im Leipziger Zentralstadion verabschieden. "Wir kennen keine Mannschaft so gut wie diese, es wird keine Überraschungen und keine großen Unterschiede geben", berichtete Trainer Ricardo La Volpe vor dem Achtelfinale gegen Argentinien - er ist ja selbst Argentinier, geboren 1952 in Buenos Aires, als dritter Torwart war er 1978 sogar Weltmeister.
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Ein Landsmann aus seiner alten Heimat steht in der Mannschaft, der eingebürgerte Guillermo Franco, der neben Jared Borgetti stürmt.
Allerdings wäre er seiner Vergangenheit lieber aus dem Weg gegangen. "Ich mag die Konstellation nicht, aber nicht aus Angst oder so, sondern aus Respekt", erläuterte La Volpe und gab bekannt, dass Argentinien trotz seiner großartigen Individualisten leicht überschätzt werde.
Kollege Jose Pekerman unterschätzt den Rivalen nicht, "Mexiko hat uns immer das Leben schwer gemacht. Keiner darf glauben, dass sie ein leichter Gegner sind."
Wobei sich Abwehrchef Roberto Ayala bereits mit dem Viertelfinale und dem möglichen Gegner Deutschland befasst. "Ich weiß nicht, ob Deutschland Angst vor uns hat. Aber wenn wir unser Spiel machen, dann sollte Deutschland Angst vor uns haben", riet Ayala,
Diego Maradona verkündet bereits den Titel: "Wir sind unschlagbar." Statt des verletzten Nicolas Burdisso rückt Fabricio Coloccini in die Abwehr, stürmen werden wieder Hernan Crespo und Javier Saviola statt Carlos Tevez und Lionel Messi.
Schicken sie die Mexikaner tatsächlich nach Hause, dann wird sich der Argentinier La Volpe wohl einen neuen Job suchen müssen.
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(SZ vom 24.6.2006)
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