Maskottchen der Olympischen WinterspieleWie Homer Simpson auf LSD

Waschbär, Wolf oder Spermium: Die Ahnengalerie der Maskottchen bei Olympischen Winterspielen muss man gesehen haben - nicht alles ergab Sinn.

Von Jonas Beckenkamp

Pyeongchang 2018: Bär und Tiger

Wie oft passt der Buchstabe O in den Namen eines Maskottchens? Bei "Soohorang", dem offiziellen Glücksbringer der Spiele in Südkorea, waren die Erfinder zumindest großzügig. Soohorang ist ein gestreifter Weißtiger, der voller Tatendrang seine Skier abschnallt (ist er etwa auf dem Weg zum Après-Ski?). Jedenfalls sind er und sein paralympischer Buddy Bandabi, ein Kragenbär, mythologische Wesen in Südkorea. Dass Bandabi nebenbei ein wenig wie ein Lack -und Lederspielgefährte daherkommt, muss niemanden stören. Olympia heißt eben auch: Dabei sein, bunt sein, schelmisch grinsen, mit "Passion connected" sein - was man halt so hinschreibt auf einen Maskottchensockel. Beide Gefährten sind jedenfalls so nett, dass man sie umgehend auf eine Schüssel Kimchi einladen möchte.

Die Idee, dass zu Winterspielen auch Begleiter aus Stoff oder Plastik gehören, nahm ihren Anfang vor über 40 Jahren. Damals erfreute man sich an abstraktem Design.

Bild: REUTERS 6. Februar 2018, 17:512018-02-06 17:51:33 © SZ.de/jbe/fued