Lucas Barrios wechselt nach China Panther verlässt die Pöhler
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Es ist in mehrfacher Hinsicht ein unüblicher Transfer: Dortmunds Stürmer Lucas Barrios entscheidet sich für einen kuriosen Wechsel nach China und spielt künftig für Guangzhou Evergrande - wo er vor allem viel Geld verdienen wird. Manche rechnen bereits mit seiner Rückkehr nach Europa.
Am Wochenende war es noch einmal wie früher. Es gab viele Dortmunder Tore zu sehen, und bei jedem war Lucas Barrios im Bild. Zweimal war er als Mitjubler aktiv, dreimal traf er selbst. In diesem 5:2 des BVB in Kaiserslautern steckte keine fulminante Nachricht mehr, die einen standen bereits als Meister fest, die anderen als Absteiger. Aber für Anhänger und Spieler der Borussia hatte diese Partie einen hohen Gemütswert.
Herausforderung in China: Lucas Barrios.
(Foto: dpa)Jeder weiß ja, wie Torjäger ticken, jeder weiß, wie absolut ihr Seelenheil vom geglückten Torschuss abhängt - vielleicht würde Barrios nach diesem emotionalen Spiel also zu dem Schluss kommen, dass die Sache mit ihm und dem BVB doch noch eine zweite Chance verdient? Dass es sich lohnen könnte, hier zu bleiben und abzuwarten, wie das weitergeht mit den Kollegen Robert Lewandowski und Shinji Kagawa? Vielleicht würde er seinen geliebten Platz im Sturmzentrum ja bald schon wiederhaben, zumal Lewandowski mit Polen erst noch ein stressiges EM-Turnier spielen muss? Und vielleicht . . .
Drei Tage haben sie sich noch mal leise Hoffnungen gemacht beim BVB, aber am vierten Tag gaben sie dann doch diese Meldung heraus: Lucas Barrios wechselt zum chinesischen Klub Guangzhou Evergrande, wo er einen Vierjahresvertrag unterzeichnen wird. "Lucas hat mit uns zwei Meisterschaften gewonnen und in 82 Bundesligaspielen 39 Tore erzielt. Wir tragen seinen Verdiensten deshalb Rechnung und kommen seinem Wunsch nach, den Verein zu wechseln", kommentierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.
Ein handelsübliches Kommuniqué, dem überhaupt nicht anzusehen ist, dass es sich hier um einen in mehrfacher Hinsicht unüblichen Transfer handelt.
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Lucas Barrios, Spitzname la pantera (der Panther), hinterlässt der Bundesliga eine unvollendete Geschichte. Er war die Figur des ersten Dortmunder Meistertitels, er imponierte mit erbarmungslosem Torinstinkt und einer eleganten Bulligkeit, von der man nie wusste, ob es nicht doch eher eine bullige Eleganz war.
Im vorigen Sommer hat er dann vom Südamerika-Cup eine Verletzung mit nach Dortmund gebracht, die dem Rivalen Lewandowski die Möglichkeit gab, sich seinerseits in der Angriffsmitte unverzichtbar zu machen - so unverzichtbar, dass Trainer Jürgen Klopp kein Grund mehr einfiel, warum er Barrios bringen sollte. Und wenn er gelegentlich doch mal mitmachen durfte, zeigt er weder Eleganz noch Bulligkeit. Er spielte dann wie einer, den eine Verletzung aus dem Rhythmus gebracht hat - und der den Rhythmus nicht mehr findet, weil er viel zu selten eingesetzt wird.