Mit dem Triumph von Usain Bolt über seinen Weltrekord-Vorgänger Asafa Powell und dem Scheitern von Weltmeisterin Veronica Campbell endeten bei Jamaikas Leichtathletik-Meisterschaften in Kingston die Olympia-Ausscheidungen über 100 Meter.
Auch nach dem Finale der Männer war weiter unklar, ob 200-m-Spezialist Bolt bei Olympia in Peking auch über 100 m antritt. Glenn Mills, Coach des in 9,85 Sekunden siegreichen Bolt, meinte: "Ob Usain in Peking über 100 m antritt, wird bis Anfang August entschieden." Stephen Francis, der den mit 9,97 zweitplatzierten Powell trainiert, geht jedoch davon aus, dass der Weltrekordler auch auf der kürzesten Distanz zum Olympia-Auftakt seine Chance suchen wird: "Wir erwarten, dass Usain Bolt in Peking über 100 Meter am Start steht."
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Bolt meinte, dass Powell (dessen Weltrekord er am 31. Mai in 9,72 um zwei Hunderstel unterbot) das Titelrennen nicht durchgelaufen sei: "Ich glaube, Asafa hat ab 80 Metern gestoppt." Der nach einer Knie- und Brustmuskelverletzung spät in die Saison gestartete Powell bestätigte: "Ich wollte nur die ersten 50 m stark sein, das ist gelungen. Ich sagte vorher schon allen, sie sollten nicht das große Duell erwarten. Unser Ziel war es nur, uns für Olympia zu qualifizieren."
Veronica Campbell scheiterte um 0,01 Sekunden am Olympia-Einzelstart über 100 m. Ihre persönliche Saisonbestzeit von 10,88 Sekunden reichte nur zu Platz vierte hinter der WM-Siebten Kerron Stewart (10,80), Shelley-Ann Fraser (10,85) und Sherone Simpson (10,87). Campbell ist jedoch für die 4-x-100-m-Staffel qualifiziert.
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(SZ vom 30.6.2008)
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