Weltrekordler Asafa Powell aus Jamaika ist geschlagen - vom Mann, der zuvor die Weltjahresbestzeit lief: Tyson Gay. Powell schaffte es nicht einmal auf den zweiten Platz.

Der große Sieger beim Ausklang des ersten WM-Wochenendes vor 45.000 Zuschauern ist Tyson Gay. Sensationell triumphierte er in 9,85 Sekunden über Asafa Powell. Jamaikas 100-m-Weltrekordler wurde in 9,96 Sekunden überraschend nur Dritter.

Tyson Gay Osaka Weltmeister 100 Meter Sprint; afp Bild vergrößern

Jubel über den ersten großen Titel der Karriere: US-Sprinter Tyson Gay (© Foto: afp)

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Wie ein Blitz war Tyson Gay aus dem Startblock geschossen, rannte unwiderstehlich davon. "Ich wusste immer, dass ich ihn schlagen kann. Asafa war noch nie in Bestform, wenn es drauf ankam", meinte der 24-Jährige und . Danach dreht Gay von einer US-Fahne umhüllt eine Ehrenrunde.

Gay hatte sich 2007 in Jahres-Weltbestzeit von 9,84 zum Rivalen von Powell gemausert. In den Vorentscheidungen von Osaka sah er nie wie der spätere Sieger aus, aber schlug im entscheidenden Augenblick mit aller Macht zu.

"Ich bin absolut enttäuscht, heute war ich verkrampft. Mein Fuß hat geschmerzt. Das hat mich irritiert und den Sieg gekostet", meinte Powell. Nach drei Weltrekorden von 9,77 Sekunden wollte er mit seiner ersten WM-Medaille endgültig zum schnellsten Mann der Welt avancieren, doch am Ende war er nur die Nummer drei. Derrick Atkins (Bahamas), ein Cousin zweiten Grades, schnappte ihm in 9,91 das Silber weg.

Titelhattrick im Siebenkampf

Im Siebenkampf gab es einen einmaligen Rekord. Olympiasiegerin Carolina Klüft hat mit Europarekord als erste Siebenkämpferin den Titel-Hattrick bei einer Leichtathletik-WM geschafft. Die Schwedin kam im japanischen Osaka auf 7032 Punkte und löste die Russin Larissa Turschinskaja (früher Nikitina) als kontinentale Rekordhalterin ab, die vor 18 Jahren 707 Punkte erzielt hatte. Den Weltrekord hält mit 7291 Zählern Jackie Joyner-Kersee (USA) seit ihrem Olympiasieg 1988 in Seoul. Silber holte in Osaka die von 2003 bis 2005 schon einmal dopinggesperrte Hallen-Weltmeisterin Ludmilla Blonska aus der Ukraine (6832), Bronze die Olympiadritte Kelly Sotherton (Großbritannien/6510).

Beste Deutsche war nach einer guten Aufholjagd in den letzten beiden Disziplinen die EM-Dritte Lilli Schwarzkopf (Paderborn) auf Rang fünf mit der persönlichen Bestleistung von 6439 Punkten. Siebte wurde die EM-Vierte Jennifer Oeser (Leverkusen), die mit 6378 Zählern ebenfalls so viele sammelte wie nie. Rang 13 sicherte sich die Olympiasechste Sonja Kesselschläger (Neubrandenburg/6149).

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(sid)