Frage (Tillotson): "Sie haben eine Zuwendung oder Spende an die UCI gemacht, richtig?"
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Antwort (Armstrong): "Habe ich, ja."
"Wissen Sie wann das war?"
"Vor einigen Jahren, ich weiß nicht genau."
"Im Jahr 2000, zum Beispiel?"
"Ich weiß nicht."
"Gab es einen besonderen Grund, warum sie das taten?"
"Ich tue es - um den Kampf gegen Doping zu fördern."
"Warum die UCI? Warum gaben Sie das Geld der UCI?"
"Weil Sie unser Dachverband ist."
"Okay. Wieviel gaben Sie?"
"Ich glaube 25.000."
"Sie sagen, Sie glauben -"
"Ja, weil ich nicht hundertprozentig sicher bin."
Es folgen Fragen zur Größenordnung, ob es 200.000 oder 150.000 Dollar gewesen sein könnten. Armstrong stellt klar:
"Nein."
Frage: "Ich meine, können es 30 oder 40, können es auch 20.000 gewesen sein?"
"Könnte. Aber ich glaube nicht. Ich glaube, es waren nicht mehr als 30."
"War es ein persönlicher Scheck?"
"Ich erinnere mich nicht."
Die Hoffnung der Experten
Armstrongs Erinnerung müsste die (von McQuaid-Vorgänger und Armstrong-Freund Hein Verbruggen stets gelobte) Buchhaltung der UCI auffrischen können. Bei der Gelegenheit wird sich auch klären, wann die famose Spende denn nun einging: 2005 oder "einige Jahre" zuvor, wie der Profi 2005 aussagte?
Versicherungs-Chef Hamman baut auf einen weiteren spannenden Punkt in seinen Papieren. Armstrongs Ex-Teamkollege Frankie Andreu und dessen Frau Betsy hatten in dem Verfahren unter Eid ausgesagt, dass sie 1996 im Indiana University Hospital zugegen waren, wie der an Krebs erkrankte Texaner angeblich eine ganze Liste von Dopingsubstanzen heruntergebetet habe, die er benutzt habe.
Tillotson: "Ich will das nur abklären. Es ist nicht so, dass Sie sich nicht erinnern können, ob sich der Vorfall im Indiana Hospital ereignete? Es hat definitiv nicht stattgefunden?"
"Nein, hat es nicht. Wie hätte es, wenn ich niemals leistungssteigernde Substanzen genommen habe?"
Mehre Male wiederholt Armstrong, nie gedopt zu haben. Dann die Frage:
"Schließt das zum Beispiel mit ein, dass Sie nie mit Eigenblut dopten?"
"Abso (-lut, Red.), das wäre verboten."
Auch dies dürfte noch bedeutsam werden. Soeben beglaubigte der Australier Michael Ashenden, weltweit führender Blutdopingexperte, der die Daten für die UCI-Blutpässe auswertet, Landis' Aussagen: "Er lieferte das fehlende Puzzleteil, wie Betrüger unser Programm umgehen. Jetzt können wir Gegenstrategien ergreifen." Ashenden bezog dies auf Landis' Enthüllung zur Einnahme von Mikrodosen an Epo, kombiniert mit Eigenbluttransfusionen. Die Mikrodosierung erlaube es Profis, ihr Level an roten Blutzellen zu erhalten: Die abends eingenommene Menge hat sich schon morgens aus dem Körper verflüchtigt.
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Die Ecke herum stand ein Arzt(Fuentes) Herr Richter und den habe ich nicht gesehen und der hatte eine Spritze in der Hand und als ich um die Ecke bog bin ich in die Nadel gerannt und die wurde mir injiziert!
Und das 500 mal Herr Richter :)
Alle, die die Radsportdopingberichterstattung der letzten Jahre verfolgt haben, wissen, dass es in anderen Sportarten - wie etwa bei König Fußball - mindestens genauso "schmutzig" zu geht (Fuentes => Real Madrid). Nur kümmert sich da - mit Blick auf die Ereignisse im Radsport verständlicherweise - niemand um Aufklärung. Auch so Gags wie keine Blutproben bei der Schwimm-WM etwa sprechen doch Bände. Und hat schonmal jemand von Blutkontrollen im Fußball gehört?
Danke an die SZ für die tolle Berichterstattung, vor allem an Thomas Kistner und Andreas Burkert.
@ ruthard: Ich habe soeben mein Fahrrad verkauft und fahre jetzt nur noch Auto.
Es ist schon gigantisch wie sich jemand derart in eine Sache hineinsteigern kann daß er selbst noch glaubt.
Gerade der Rad"sport" ist derart verseucht daß ein ausmisten einem wie das ausmisten des Stalls des Augias vorkommen mussen. Selbst Amateure benehmen sich auf den Strassen oft so daß sich den sprichwörtlichen "Schaum" vor dem Mund haben so aggressiv sind die.
Das beste wäre wenn diese sog. Sportart mit einem Bann belegt wird. Dann wäre auch auf unseren Strassen Schluß mit diesen Raudis.